Das Infarktzentrum

Herzkreislauferkrankungen stellen die häufigste Todesursache in Deutschland da. Beim Herzinfarkt kommt es zum Verschluß einer den Herzmuskel versorgenden Schlagader. Durch eine rasche Wiedereröffnung der verschlossenen Ader kann die Größe des Herzinfarktes verkleinert und die Sterblichkeit am Herzinfarkt gesenkt werden.

In einer Reihe von Studien der letzte Jahre konnte gezeigt werden, das die Wiedereröffnung der verschlossenen Ader im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung das effektivste Verfahren ist was die Sterblichkeit am akuten Herzinfarkt mehr als andere Verfahren senkt.Aufgrund dieser Ergebnisse wurde im Jahr 2004 in Bremen das Herzinfarktzentrum mit Sitz am Klinikum links der Weser gegründet.

In einer engen kooperativen Zusammenarbeit aller Rettungsdienste, Kliniken sowie niedergelassener Kollegen wird gewährleistet das jeder Patienten mit einem frischen akuten Herzinfarkt umgehend einer Wiedereröffnung seines verschlossenen Herzkranzgefäßes im Herzkatheterlabor zugeführt wird. Rund um die Uhr an allen 7 Tagen der Woche steht das Infarktzentrum Bremen, den Bremern sowie Patienten aus dem Umland zur Verfügung. Seit Einführung konnten so bereits mehre tausend Patienten erfolgreich behandelt werden.


Das Herzkatheterlabor

Die Darstellung der Herzkranzgefäße (Koronarangiographie) mit Röntgenkontrastmittel dient der Erkennung von Engstellen oder Verschlüssen der Koronarien bei koronarer Herzkrankheit (Herzkranzgefäßverkalkung). In Kooperation mit der Kardiologischen Praxis am LDW werden in unserem Zentrum jährlich etwa 8000 Untersuchungen durchgeführt. Im Rahmen dieser Untersuchungen nehmen erfahrene Untersucher jährlich ca. 2500 Ballonerweiterungen (PTCA) mit Einbau einer Gefäßstütze (Stent-Implantation) vor. 

Damit zählt das Herzzentrum Bremen zu den führenden kardiologischen Zentren Deutschlands. Durch unsere modern ausgestattete Intensivstation und die enge Kooperation mit der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am LDW können wir unseren Patienten ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleisten.Im Bedarfsfall werden auch medikamentenbeschichtete Stents und besondere Verfahren der Gefäßbehandlung (z.B. Brachytherapie, Rotablation) zur erfolgreichen Wiederherstellung der Durchblutung eingesetzt.

Neben Kathetereingriffen an den Herzkranzgefäßen führen wir auch katheterinterventionelle Verfahren bei angeborenen (Verschluss von Vorhofscheidewanddefekten mit Schirmchen) und erworbenen Herzklappenfehlern (Mitralklappensprengung) durch.


Herzschrittmacherzentrum

Akutversorgung wie auch Herzschrittmacherimplantationen werden nach eingehenden Beratungsgesprächen in unserer Herzschrittmacherambulanz zeitnah durchgeführt. Derzeit werden jährlich etwa 300 Schrittmacheroperationen inklusive Batteriewechsel vorgenommen. Diese können nach Absprache auch ambulant erfolgen.

Bei einer fortgeschrittenen Herzschwäche können auch sog. biventrikulärer Schrittmachersysteme zur Wiederherstellung einer synchronen Herzkammerarbeit (kardiale Resynchronisationstherapie, CRT) implantiert werden.

Zur Behandlung komplexer Herzrhythmusstörungen inklusive Katheterablation und Implantation von automatischen Defibrillatoren (ICD) besteht eine enge Kooperation mit der Elektrophysiologischen Praxis am LDW

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Echokardiografielabor

Herzultraschalldiagnostik

Mit den Instrumenten der modernen Echocardiographie ist es möglich, schonend und schnell die Herzmuskel- und Klappenfunktion präzise zu untersuchen.

In zwei Laboren bieten wir an:

  • Farbcodierte Duplex-Dopplersonographie
  • Gewebedoppler und spezielle Phasenuntersuchung der Herzmuskelarbeit
  • Kontrast-Echocardiographie zur Herzfehlerdiagnostik
  • Belastungs-Echocardiographie (Stress-Echo)
  • Transösophageale Echocardiographie (TEE)
  • Dreidimensionale Echocardiographie
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