Informationen zur Gewebespende

Die Gewebespende hat in der Transplantationsmedizin eine immer größere Bedeutung gewonnen. Bundesweit warten mehr als 10.000 Patienten auf ein Gewebetransplantat. Klinisch relevant ist aus heutiger Sicht insbesondere die Transplantation von Augenhornhäuten, Herzklappen, Blutgefäßen, Knochen, Bindegewebe, Sehnen und Haut.

Im Gegensatz zur Organspende werden Gewebespenden bis zu 36 Stunden nach dem Tod realisiert, bei Augenhornhautspenden sogar bis zu 72 Stunden. Etwa 80 Prozent aller im Krankenhaus Verstorbenen sind aus medizinischer Sicht mögliche Gewebespender. Eine Altersbegrenzung besteht nicht.

Gewebe werden im Unterschied zu den Organen nicht sofort transplantiert. In Gewebebanken erfolgt mittels aufwendiger Verfahren die Aufbereitung der Gewebe zu Transplantaten. Durch medizinische, sprich virologische und histologisch-pathologische Untersuchungen wird der Empfängerschutz vor der Übertragung von Erregern beziehungsweise Erkrankungen gewährleistet.

Grundvoraussetzung für jede Spende ist die Einwilligung, entweder in Form einer mündlichen oder schriftlichen Einverständniserklärung des Verstorbenen (Organ- und Gewebespendeausweis) oder durch die Einwilligung der Angehörigen im Sinne des Verstorbenen (mutmaßlicher Wille des Verstorbenen)  

 

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