Diagnostische und therapeutische Bereiche

Neurologische Frührehabilitation

Wir behandeln schwerst traumatisierte Menschen, die nach einem Unfall oder einer schweren Erkrankung Schäden im Bereich des Gehirns oder des peripheren Nervensystems haben.

Beispiele dafür sind:

  • Menschen, die durch einen Unfall oder ein Trauma eine Schädigung des Gehirns erlitten haben
  • Menschen im sogenannten Wachkoma, dem apallischen Syndrom
  • Menschen, die einen schweren Schlaganfall erlitten haben
  • Menschen, die aufgrund einer neurologischen Erkrankung und Begleiterkrankungen die Überwachungsmöglichkeiten einer Intensivstation benötigen, dabei aber schon zeitgleich frühzeitig rehabilitiert werden sollen

Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und kann von einigen Wochen bis mehreren Monaten dauern. Uns stehen dabei 21 Betten zur Verfügung. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir eine Warteliste führen müssen. Wir versuchen jedoch stets angemeldete PatientInnen zeitnah bei uns rehabilitieren zu können.

Die Kosten der neurologischen Frührehabilitation übernimmt nach Beantragung die Krankenkasse bzw. Berufsgenossenschaft.

Nach Aufnahme auf unserer Station werden sie von verschiedenen Berufsgruppen behandelt:

  • das Ärzteteam kümmert sich um die medizinische Versorgung und steuert den Behandlungsverlauf
  • das Pflegeteam behandelt sie im Rahmen der aktivierend-therapeutischen Pflege, in der verschiedene Konzepte, wie Pflege nach Bobath, Kinästhetik und Basale Stimulation individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt werden
  • in der Ergotherapie, einem arbeitstherapeutischen Angebot, lernen die PatientInnen, alltägliche Situationen zu meistern
  • Physikalische Therapie umfasst Anwendungen, wie beispielsweise Massagen
  • die Physiotherapie bietet Krankengymnastik und das Wiedererlernen von Bewegungsmustern
  • die Logopädie bietet sprachheilpädagogische Behandlungen und Schlucktherapie an
  • die Neuropsychologie diagnostiziert und behandelt neuropsychologische Erkrankungen
  • der Sozialdienst hilft bei Behördengängen und Anträgen, außerdem vermittelt er weiterführende Reha-Maßnahmen

Pflege in der neurologischen Frührehabilitation

Durch Einschränkungen der Körperfunktionen wie der Lähmung einer Körperseite, Gesichtsfeldeinschränkungen, Bewusstseins- und Wahrnehmungsstörungen, können PatientInnen den Alltag nicht mehr ohne fremde Hilfe bewältigen. In der therapeutischen Pflege werden Bewegungen, die verloren gegangen oder eingeschränkt sind wieder trainiert. Die Pflegefachkräfte leiten die PatientInnen an, fördern die Eigenmobilität unter Einbeziehung der Ressourcen und arbeiten mit dem Ziel, die Motivation zu fördern und zu stärken, um die größtmögliche Sebständigkeit zu erreichen.

Grundlage der aktivierenden-therapeutisch Pflege ist das Bezugspflegsystem. Eine Pflegefachkraft ist während eines Dienstes für Sie zuständig und verantwortlich, plant und koordiniert die Pflege in Abstimmung mit der Therapie.

Die Kernaufgaben der Pflege in der Neurologischen Frührehabilitation bestehen neben den berufsgruppenübergreifenden Aufgaben aus speziellen pflegerischen Elementen der Rehabilitationspflege. Hier sollen verloren gegangene Körperfunktionen wiederhergestellt werden.

Dazu zählen:

  • Förderung der Kommunikation mit Training von zeitlicher, örtlicher und persönlicher Orientierung
  • Förderung von Bewegung und Mobilität, Bewegung im Bett, Übergang vom Bett in einen Rollstuhl und Rollstuhltraining
  • Anleitung und Training in der persönlichen Pflege
  • Kostaufbau bei eingeschränkter Nahrungsaufnahme, Förderung der Eigenständigkeit beim Essen und Trinken
  • Anleitung und Unterstützung der Selbständigkeit beim Anziehen
  • Spezielle Pflege bei angelegtem Tracheostoma ("Luftröhrenschnitt") und Entwöhnung von der Kanüle
  • Kontinenztraining

Die neurologische Frührehabilitation ist mit akutmedizinischen Überwachungs- und Behandlungsmöglichkeiten ausgestattet, die eine entsprechende Behandlung und Therapie bei Komplikationen sicherstellen. Die technische Ausstattung ermöglicht die Überwachung der Vitalfunktionen, die Versorgung mit Sauerstoff und Absaugvorrichtung, sowie die atemunterstützende Beatmung.

Die Akutversorgung wird durch kompetente Pflegefachkräfte mit Fachweiterbildung in den Bereichen Intensiv- und Anästhesiepflege und / oder Rehabilitationspflege gewährleistet.

Dem Leitungsteam der Pflege (Stationspflegeleitung) gehören Herr Günther als Stationspflegeleiter, Frau Horn als stellvertretende Stationspflegeleitung / Klinische Pflegeexpertin an. Wir unterstützen und fördern den größtmöglichen qualitativen Standard einer rehabilitativen neurologischen Pflege nach Maßgaben des Pflegemanagements und der Pflegewissenschaft.

Wir legen großen Wert auf die Einbeziehung der Angehörigen in die Pflege, da Angehörige einen großen Beitrag zum Rehabilitationserfolg leisten können. Bei Interesse, bei individueller Erforderlichkeit, aber auch bei bevorstehender Entlassung ins häusliche Umfeld, leiten wir Angehörige gerne in der Pflege an. Zudem bieten wir die Möglichkeit, in Angehörigensprechstunden grundlegende aber auch individuelle Fragen zur Pflege von Angehörigen anzusprechen und zu klären. Für Rückfragen und Termine ist unsere Klinische Pflegeexpertin, Frau Kerstin Horn, unter Telefon: (0421) 408 - 62505 ansprechbar.

Im Rahmen von Angehörigenvorträgen bietet Frau Horn einen Ein- und Ausblick auf pflegerische Besonderheiten an.

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Wie sieht der Tagesablauf auf einer neurologischen Frührehabilitation aus?

Die Pflegefachkräfte beginnen ihren Dienst mit der Übergabe der PatientInnen durch den Nachtdienst. Nach Abstimmung mit dem individuellen Therapieplan beginnt ab 7:00 Uhr die pflegerische Versorgung der PatientInnen. Ab 8:00 Uhr gibt es Frühstück für die PatientInnen, die an der therapeutischen Frühstücksgruppe teilnehmen, Mittagessen findet ab 12:00 Uhr statt, und das Abendessen wird ab 17:30 Uhr angeboten.

Die rehabilitative Körperpflege unterstützt die PatientInnen beim Wiedererlernen von Alltagstätigkeiten und kann unterschiedlich Zeit in Anspruch nehmen. Wichtig ist uns, gerade bei Beeinträchtigungen der Wahrnehmung und des Bewusstseins, die vorhandenen Fähigkeiten zu nutzen und in die Körperpflege einzubeziehen. Hierbei kommen spezielle Pflegekonzepte zur Wahrnehmungsförderung zum Einsatz.

Im Laufe des Vormittages wird der behandelnde Arzt / Ärztin, im Rahmen der Visite, die weitere Behandlung und die Fortschritte während der Frührehabilitation besprechen und weitere individuelle Maßnahmen planen.

Zusätzlich wird bei einer Fallbesprechung einmal in der Woche die individuelle Planung und der bisherige Behandlungserfolg mit allen beteiligten Berufsgruppen erörtert und weitere Ziele festgelegt.

Wir arbeiten zusammen mit Therapeuten der Logopädie, Physiotherapie, Ergotherapie und der Neuropsychologie, in einem multiprofessionellen Team und stimmen Ziele und Therapieinhalte auf die individuelle Situation unserer PatientInnen ab. Die Therapiezeiten können auch innerhalb der Besuchszeiten liegen. Bitte haben Sie Verständnis dafür und arbeiten Sie daran mit, dass diese eingehalten werden können.

Sollten Sie und Ihre Angehörigen Fragen haben oder sind von unserer Seite Fragen oder Verläufe zu besprechen, so werden wir dies in einem Angehörigengespräch mit Ihnen gemeinsam tun. Wichtig ist uns eine größtmögliche Transparenz über die neurologische Frührehabilitation herzustellen und Sie weitestgehend mit einzubeziehen.

Die Vorbereitungen zur Nachtruhe sind sehr umfangreich und beginnen ab 19:00 Uhr, werden jedoch nach Möglichkeit auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten abgestimmt.

Informationsbroschüre

Weitere Informationen erhalten Sie in einem Stationsflyer, der Ihnen zu Beginn des Aufenthaltes ausgehändigt wird. Darüber hinaus sind die MitarbeiterInnen der Station jederzeit für Sie ansprechbar.

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Notfall

Die wichtigsten Nummern für den Notfall

Hier sind die wichtigsten Nummern für den Notfall auf einen Blick:

Unsere Notfallaufnahmen:

Klinikum Bremen-Mitte0421 497 - 2020
Klinikum Bremen-Ost0421 408 - 1291
Klinikum Bremen-Nord0421 6606 - 1443
Klinikum Links der Weser0421 879 - 1206

Unsere Notfallambulanzen in den Kinderkliniken:

Klinikum Bremen-Mitte0421 497 5410
Klinikum Links der Weser0421 879 1478
Klinikum Bremen-Nord0421 6606 – 1371
Notfallambulanz im Links der Weser

Im Notfall

Notfallnummern - Anfahrt - Kontakt

  • Sie haben sich verletzt?
  • Ein Angehöriger hatte einen Unfall oder fühlt sich plötzlich schlecht?

Im Notfall rufen Sie bitte einen Krankenwagen, der sie schnell und sicher ins Krankenhaus bringt.

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Anfahrt

Für jeden Standort finden Sie hier eine Anfahrtskizze, einen Lageplan und eine Verknüpfung mit den aktuellen Haltestellenfahrplänen der BSAG.

Zentraler Kontakt

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Gesundheit Nord | Klinikverbund Bremen
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28211 Bremen

Postadresse:
Gesundheit Nord | Klinikverbund Bremen
28102 Bremen

 (0421) 497 0
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 Infonicht spammen(at)Gesundheitnord.de

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Klinikum Bremen-Mitte
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