Das Aneurysma ist eine krankhafte Erweiterung einer Schlagader, die im Laufe der Jahre stetig an Größe zunimmt. Rauchen, Bluthochdruck, Alter und Erbanlagen stellen bekannte Risikofaktoren dar. Am häufigsten betroffen sind Bauch-, Becken-, Brust- und  Kniekehlenschlagader. Dennoch kann sich ein Aneurysma an jeder beliebigen Stelle des Körpers ausbilden.

Die schwerste Komplikation ist die innere Blutung durch die Ruptur (= Platzen) des Aneurysmas. Mit zunehmendem Durchmesser (= Aneurysmagröße) erhöht sich die Spannung an der Gefäßwand, die zeitgleich dünner wird. Unbehandelt endet eine Aneurysmaruptur in einer Körperhöhle tödlich.

Eine weitere Komplikation ist das Ausschwemmen (= Embolisation) von Gerinnseln, die in der Aussackung entstanden sind. Durch den Blutstrom gelangen die Gerinnsel in weiter entfernte Gefäßabschnitten und führen dort zu einer häufig folgenschweren Minderdurchblutung des betroffenen Körperbereichs (zum Beispiel Niere, Bein, Hand).

Durch die allmähliche Größenzunahme führt das Aneurysma nur selten zu lokalen Beschwerden. Der betroffene Patient bemerkt das Aneurysma erst im Spätstadium, also wenn die o.g. Komplikationen aufgetreten sind. In der Mehrheit der Fälle wird das Aneurysma im Rahmen einer körperlichen oder einer Ultraschalluntersuchung zufällig entdeckt. Durch den zunehmenden Gebrauch bildgebender Verfahren wie Ultraschall, CT und MRT werden Aneurysma frühzeitig nachgewiesen und können somit einer Behandlung  zugeführt werden.

Wenn man zur Risikogruppe gehört (Zigarettenkonsum, Bluthochdruck, Alter über 55 Jahre, Erkrankungsfälle in der Familie) ist eine Ultraschalluntersuchung der Bauchschlagader zur Vorsorge notwendig. Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie veranstaltet einmal jährlich einen Screening-Tag, an dem  auf die Bedeutung dieser Vorsorgemaßnahme hingewiesen wird.

Grundsätzlich stehen zwei Techniken zur Ausschaltung eines Aneurysmas zur Verfügung.

Die Notwendigkeit der Behandlung ergibt sich einerseits wenn Komplikationen aufgetreten sind. Andererseits ist aber ab einer bestimmten Aneurysmagröße die Ausschaltung des Aneurysmas als Vorsorgeeingriff notwendig. Je nach betroffener Körperregion existieren Richtgrößen, ab denen ein Aneurysma operiert werden sollte. Diese Größen, wie z.B. 5 cm bei einem Bauchaortenaneurysma, stellen allerdings nur statistische Richtwerte dar und müssen dem Einzelfall angepasst werden. Der vorbeugende Eingriff darf nur bei einem vertretbar niedrigen operativen Risiko durchgeführt werden.

Grundsätzlich stehen zwei Techniken zur Ausschaltung eines Aneurysmas zur Verfügung.

Beim traditionellen, offenen Verfahren wird der erweiterte Gefäßabschnitt mit einer Prothese ersetzt. Der Eingriff geht mit einem längeren Hautschnitt einher und stellt eine gewisse Belastung für den Körper dar. Die Erholung nach dem Eingriff kann mehrere Wochen dauern. Ein Vorteil des operativen Vorgehens ist allerdings die sichere Ausschaltung des Aneurysmas, so dass es sich um eine definitive Behandlung handelt.

Abb. 4: Zeichnung der offenen Operation zur Ausschaltung eines Bauchaortenaneurysmas (BAA). Die Gefäßprothese ersetzt den erkrankten Aortenabschnitt. Der Aneurysmasack wird nicht entfernt, sondern umschließt die Prothese.

Neuere Kathetertechniken

Mittels der neueren Kathetertechniken ist es  auch möglich, ein Aneurysma an unterschiedlichen Lokalisationen auszuschalten. Der Eingriff ist weniger belastend für den Körper und der Verlauf ist in aller Regel komfortabler. Zu den Nachteilen zählt, dass dieses Verfahren nicht in allen Fällen technisch möglich ist, dass die notwendige Gabe von Kontrastmittel die Nierenfunktion nachhaltig schädigen kann und das lebenslange Kontrolluntersuchungen notwendig bleiben, da die eingebrachten Stent-Prothesen verrutschen können.

Beide Techniken, die offen-chirurgische und die katheter-gestützte, stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern müssen als sich ergänzende Verfahren angesehen werden. Entsprechend der jeweiligen Gefäßanatomie, der vorliegenden Begleiterkrankungen sowie der Erwartungen an die Behandlung wird im Gespräch mit dem behandelnden Gefäßchirurgen eine sinnvolle Therapie gewählt.

Wenn das Risiko für beide Verfahren als zu hoch eingeschätzt wird, kann ein abwartendes Vorgehen mit Blutdruckeinstellung, körperlicher Schonung und wiederholten Kontrolluntersuchungen angebracht sein.

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