Jede Wunde , die länger als 4 Wochen besteht , wird als chronische Wunde bezeichnet. Häufig entstehen chronische Wunden durch eine Gefäßerkrankung, wie

  • eine Venenerkrankung der Beine ( chronisch venöse Insuffizenz ) ,
  • einer arteriellen Verschlußkrankheit ( Avk ) ,
  • einem Diabetes mellitus ( Diabetisches Fußsyndrom ) oder
  • durch Druckgeschwüre ( Dekubitus ) bei bettlägerigen Patienten .

Jährlich leiden in Deutschland über 2 Millionen Patienten unter einer chronischen Wunde. Die Kosten für die Behandlung betragen pro Jahr bis zu 4 Milliarden Euro. Neben Schmerzen, eingeschränkter Gehstrecke sowie Depressionen kommen Begleitsymptome wie starke Geruchsbildung und psychische Belastungen für den Patienten hinzu. Dadurch dauert es häufig Monate, bis eine chronische Wunde adäquat behandelt wird.

Bevor aber eine erfolgreiche Therapie der chronischen Wunde beginnt, muss die Ursache durch eine umfassende, gefäßspezifische Diagnostik gefunden werden. Bei einer Durchblutungsstörung kann neben der Radiologischen Abteilung im KBM eine umfassende Gefäßdiagnostik in der Angiologie im Klinikum Links der Weser erfolgen.

Außerdem verfügt jeder Facharzt der Gefäßchirugie im Klinikum Bremen-Mitte über fundierte Kenntnisse in der Ultraschalltechnik und über die Zusatzbezeichnung – Endovaskulärer Chirurg –. Er kann dadurch die Gefäßdiagnostik, die Interventionen ( Stentimplantation und Gefäßerweiterung ) sowie die Gefäßoperationen bei chronischen Wunden selbst durchführen.

Wenn eine Durchblutungsstörung nicht beseitigt wird, kann eine chronische Wunde nicht mehr heilen und langfristig droht die Amputation. Nach der erforderlichen Gefäßdiagnostik wird die Wunde gesäubert und von abgestorbenen Zellen oder entzündetem Gewebe befreit ( Debriment ).

Bei Schmerzen können eine lokale Betäubung oder eine Narkose erforderlich werden. Chronische Schmerzen werden durch geeignete Schmerzmittel und mit Hilfe eines Schmerztherapeuten behandelt. Die Wahl der richtigen Wundauflage ( Mullkompressen, Schaumstoff, Hydrokolloide, Hydrogele, silberbeschichtete Wundauflagen, Madentherapie usw.) ist ebenfalls sehr wichtig.

Die Vakuumtherapie kann über mehrere Wochen eingesetzt werden. Mit Hilfe eines Schwammes wird ein Unterdruck erzeugt, der die Wunde zusammenzieht und verkleinert: neues Gewebe wird gebildet und die Durchblutung des Wundgrundes verbessert. Begleitend können eine Ruhigstellung, Hochlagerung, Druckentlastung, Antibiotikagabe aber auch Krankengymnastik, Kompressionsbehandlung und Lymphdrainage sinnvoll sein .

Neben der Behandlung der Risikofaktoren 

  • Diabetes mellitus,
  • Rauchen ,
  • Bluthochdruck,
  • Adipositas ,
  • Hypercholesterinämie,
  • Herzinsuffizienz,
  • Krebserkrankung,
  • verminderte Abwehrlage
  • usw. 

muss die Grundkrankheit behandelt werden. Eine Einbindung des Patienten und der Angehörigen in die Therapie ist ebenfalls sehr wichtig, wie z.B. Pflege der Wunde und der Umgebung, Stärkung der Abwehrkräfte, Behandlung einer Fehlernährung, Verbesserung der psychische Verfassung, Wahl der richtigen Schuhe bei mechanische Belastung der Wunde.

Deshalb gehört jede chronische Wunde in die Hände von Wundexperten, wie neben der Gefäßchirurgie im Klinikum Bremen Mitte, die Dermatologie und die Plastische Chirurgie und im Klinikum Links der Weser das Wundteam, damit eine chronische Wunde abheilt und die intakte Haut wiederhergestellt wird.

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