Darm und Magen werden durch drei Schlagadern ernährt, die aus dem oberen Abschnitt der Bauchschlagader entspringen. Wenn durch das Einschwemmen von Blutgerinnseln eines dieser Gefäße plötzlich verschlossen wird, so entsteht eine akute Durchblutungsstörung des Darms. Übelkeit, Bauchschmerzen und Kreislaufkollaps kennzeichnen das schwere Krankheitsbild, das unbehandelt häufig zum Tod führt. Da die Beschwerden unspezifisch sind, ist das Erkennen der Erkrankung allein durch die körperliche Untersuchung schwierig. Durch eine Computertomographie des Bauchraums kann ein Verschluss eines Darmgefäßes nachgewiesen werden. Die chirurgische Entfernung des Blutgerinnsels kann die Durchblutung wiederherstellen, sofern dies frühzeitig erfolgt.

Abb.1: Zeichnung der Bauchschlagader mit den wichtigsten Seitenästen. Die unterste Y- Aufzweigung der Bauchschlagader liegt etwa in Höhe des Bauchnabels.

 

Eine chronische Durchblutungsstörung des Darms entsteht durch allmähliche Ablagerungen in den Darmschlagadern im Laufe von Jahren. Durch Verbindung zwischen den Darmarterien ist der Körper in der Lage, Verschlussprozesse in hohem Maße auszugleichen. Wenn aber zwei oder sogar alle drei Schlagadern hochgradig eingeengt sind,  reicht die Durchblutung für eine regelrechte Funktion des Magen- Darmtrakts nicht aus. Wiederkehrende Magengeschwüre, krampfartige Schmerzen nach der Nahrungsaufnahme, Übelkeit und eine Gewichtabnahme sind dann die Folgen. Die betroffenen Menschen entwickeln eine regelrechte Abneigung gegenüber Speisen. Der Verdacht auf eine chronische Durchblutungsstörung des Darms wird durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie (CT) und Kernspintomographie (MRT) bestätigt. Die Darstellung der Verschlüsse und der Gefäßeinengungen ermöglicht die Therapieplanung.

Abb.2: Darstellung der Bauchschlagader mit Kontrastmittel. Bis auf die Nieren- und die Beckenarterien sind keine weiteren Seitenäste sichtbar. Der Patient litt unter einer schwersten chronischen Durchblutungsstörung des Darms.

Die bessere Durchgängigkeit der Gefäße kann sowohl durch Kathetertechniken als auch durch eine Bypass-Operation erreicht werden.

Bei der Kathetertechnik wird mittels eines Ballons und mittels eines Stents die Engstelle beseitigt. Da die Ablagerungen in dieser Körperregion besonders hartnäckig sind, kann sich im Laufe der Jahre die Engstelle wieder bemerkbar machen. Häufig ist es dann möglich, eine neue Ballondilatation durchzuführen.

Abb. 3: Seitliche Röntgen-Aufnahme der Bauchschlagader. Ein feiner Katheter wird in die oberste Darmarterie vorgeschoben, um die Engstelle mit einem Ballon zu weiten.

Wenn allerdings der Kathetereingriff technisch nicht möglich ist, oder wenn dieser nur unbefriedigende Ergebnisse bringt, so können auf chirurgischem Wege Bypasses angelegt werden. Dieser Eingriff ist über einen 15 cm langen Hautschnitt im Oberbauch möglich. Als Bypassmaterial wird die oberflächliche Vene aus dem Bein entnommen.

Abb. 4: Zeichnung eines Bypasses, der von der Bauchaorta entspringt und in großem Bogen zu einer Darmschlagader führt.

Sowohl die Kathetertechniken als auch die Bypass-Operationen führen zu einer vollständigen Rückbildung der Beschwerden. Die Patienten sind dann in der Lage, wieder normale Mahlzeiten zu verdauen und nehmen entsprechend an Gewicht zu.

Eine Sonderform der Durchblutungsstörung des Darms wird durch eine Einengung der obersten Darmschlagader durch stramme Bindegewebshügel hervorgerufen (Dunbar-Syndrom, Ligamentum arcuatum-Syndrom). Betroffen sind in aller Regel jüngere Patientinnen.

Die Behandlung besteht dann logischerweise in der Durchtrennung dieser straffen Bindegewebsfasern. Dies kann durch einen Schnitt im Oberbauch oder mittels Schlüssellochchirurgie erfolgen. Das Anbringen eines Stents spielt bei dieser Sonderform der Durchblutungsstörung keine Rolle.

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