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20.04.2018 - Klinikum Bremen-Mitte

„Sonnenbrand bei Kindern ist Körperverletzung“

Prof. Dr. Markus Zutt erklärt, wie wir unsere Haut am besten vor der Sonne schützen und warum Lichtschutzfaktor 30 ausreicht

Prof. Dr. Markus Zutt

Balkon, Garten oder der Spielplatz um die Ecke? Egal, wo man sich gerade aufhält – es fühlt sich jetzt im April schon an wie im Hochsommer. Noch bis zum Wochenende soll uns das gute Wetter erhalten bleiben. Der richtige Sonnenschutz darf da nicht fehlen – vor allem bei Kindern.  „Ab dem Frühjahr sollte man Kinder täglich dick eincremen“, rät Prof. Dr. Markus Zutt, Chefarzt der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Klinikum Bremen-Mitte. Wenn es dann ein trüber Tag werde, mache das auch nichts. Sonnencremes enthielten pflegende Substanzen und die Schutzstoffe schadeten gar nicht. Ein Sonnenbrand hingegen schon. „Ein Sonnenbrand bei Kindern ist Körperverletzung“, sagt Zutt. 

 

Besonders Kinder sollten laut dem Dermatologen beim Spielen im Freien auch immer einen Sonnenhut oder eine Schirmmütze tragen. So bekämen sie weder einen Sonnenbrand auf der Kopfhaut noch einen unangenehmen „Sonnenstich“, der mit Fieber und Übelkeit einhergeht. Für Kinder habe sich außerdem UV-Kleidung bewährt. „Diese Stoffe halten wirklich, was sie versprechen“, sagt Zutt. Ein gewöhnliches, weißes Baumwoll-T-Shirt hingegen entspreche dem Schutzfaktor 4 – biete praktisch also gar keinen Sonnenschutz, schon gar nicht im Wasser. Was sonst noch zu bedenken ist? Nach jedem Abkühlungsbad neu eincremen – auch wenn die Sonnencreme als wasserfest angepriesen werde.

 

„Ideal ist eine Lotion mit Lichtschutzfaktor 30“, erklärt Zutt. Auch für die besonders dünne und empfindliche Kinderhaut reiche Schutzfaktor 30 aus. „Höhere Lichtschutzfaktoren haben nur wenig mehr Schutzwirkung, sind aber teuer und lassen sich aufgrund ihrer Dickflüssigkeit schwerer verteilen.“ Außerdem müsse die Creme beide Wellenlängen – UVA und UVB gleichmäßig abdecken. Das aber sei bei den meisten Produkten inzwischen der Fall. Die Marke spiele bei der Wahl der Sonnencreme übrigens keine Rolle. In der Schutzwirkung seien Drogeriemarkt-Produkte genauso wirkungsvoll wie teure Apotheken-Produkte. Allein die Konsistenz der Creme könne bei teureren Produkten besser sein.

 

Und was, wenn es doch mal zum Sonnenbrand kommt? „Bei kleinflächigen, leichten Rötungen muss man erst mal gar nichts tun“, sagt Zutt. Sollten sich Blasen bilden, sei das aber ein Fall für den Arzt oder Notarzt. Dann lägen akute Entzündungen vor. Die Haut habe dann viel zu viel Licht abbekommen. Diese Verbrennungen könnten schnell zu Kreislaufproblemen führen. Behandelt werde mit der Zufuhr großer Mengen Flüssigkeit über Tropfinfusionen – und mit Cortison.

 

„Es gibt einen erwiesenen, direkten Zusammenhang zwischen UV-Strahlung, Hautalterung und Hautkrebs“, sagt Prof. Dr. Markus Zutt. Die UV-Strahlung, die im Laufe der Jahrzehnte auch in Nordeuropa stärker geworden ist, verändere die Erbinformationen in den Hautzellen. Diese DNA-Schäden könne zwar vom Körper selbst repariert werden, je früher und je intensiver die Haut aber dem Sonnenlicht ausgesetzt ist, desto schneller seien die körpereigenen Reparaturkräfte aufgebraucht.

 

Heftige Sonnenbrände seien somit nicht nur eine akute Gesundheitsgefahr, sondern könnten auch nach langer Zeit zu schweren Hautkrebs-Erkrankungen führen. Klar sei aber auch, dass wir das Sonnenlicht brauchen, damit unser Körper das für unseren Stoffwechsel wichtige Vitamin D herstellen kann, das wiederum vor vielen Krebsarten schützt. Unser Körper kann auch Vitamin D bilden, wenn die Haut gut eingecremt ist – und der Kopf unter einem Sonnenhut oder einer Schirmmütze steckt.

 

 „Man darf nicht vergessen – der schwarze Hautkrebs („Melanom“) ist eine der gefährlichsten Krebsarten, die der Mensch bekommen kann“, sagt Markus Zutt. Da das Risiko zu erkranken mit zunehmendem Alter steige, rät der Dermatologe allen ab 35 Jahren alle zwei Jahre zu dem von der Krankenkasse bezahlten Hautcheck zu gehen. „Ab dem Alter von 40 Jahren wäre eine jährliche Untersuchung empfehlenswert, auch wenn sie privat bezahlt werden muss.“ Dabei solle man darauf achten, dass der Hautarzt wirklich akribisch von Kopf bis Fuß untersucht.

 

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