Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

19.04.2018 - Klinikum Bremen-Mitte , Gesundheit Nord - Klinikverbund Bremen

Warnsignal Husten

Vom Heuschnupfen zum Asthma? Wie man Lungenerkrankungen bei Kindern erkennt und was dann zu tun ist

Lungenfunktionstest in der Prof.-Hess-Kinderklinik

Jeder Zehnte ist im Laufe seiner Kindheit oder Jugend von einer asthmatischen Erkrankung betroffen. „Oft sind diese Erkrankungen aber nicht dauerhaft, sondern verschwinden wieder“, sagt Dr. Petra Kaiser-Labusch, Kinderpneumologin an der Prof.-Hess-Kinderklinik am Klinikum Bremen-Mitte. Die Oberärztin betreut die pneumologische Spezialambulanz an der Kinderklinik, in der Kinder mit Atemproblemen vorgestellt werden. Dort wird geklärt, ob es sich um Asthma oder um eine Immunschwäche, eine Fehlbildung der Lunge, um einen Flimmerhärchen-Defekt oder um Mukoviszidose handeln könnte – der häufigsten genetische Erkrankung in Europa. Diese Erkrankungen sind aber – verglichen mit Asthma – selten.

 

„Das erste Warnsignal für viele Erkrankungen der Lunge ist immer länger andauernder Husten“, sagt Petra Kaiser-Labusch. Wenn der Husten mehr als vier Wochen anhält, sollte man dringend den Kinderarzt aufsuchen, rät die Expertin. Der Auslöser muss keine asthmatische Erkrankung sein. Mögliche Ursachen können auch Polypen in der Nase oder in die Lunge eingedrungene Fremdkörper sein – wie winziges Spielzeug oder Teile von Nüssen – die entfernt werden müssen. Außerdem gibt es Kinder, die immer wieder unter Beobachtung husten, ansonsten aber keine Beschwerden haben. Das kann dann psychische Gründe haben. „Für jeden Arzt ist es hilfreich, wenn die Eltern das Kind mit dem Handy filmen, wenn es hustet und diese Aufnahmen dann zur Untersuchung mitbringen“, sagt die Lungenärztin. Anhand der Art des Hustens könne man nämlich schon viel über die Ursache herausfinden.

 

Andere Warnzeichen für chronische Lungenerkrankungen können häufige oder schwere Atemwegsinfekte sein. Acht bis zwölf Infekte im Jahr seien bei kleineren Kindern keine Seltenheit und müssten nichts bedeuten, so Kaiser-Labusch. Bei mehr als zwei Infekten im Jahr, die mit Antibiotika behandelt werden müssen, sollte man aber Ursachenforschung betreiben. Allerdings sollte das Kind auch längere Zeit gar keinen Husten oder Schnupfen haben. Zeigen sich die Symptome dauerhaft, müssen sie immer beim Kinderarzt abgeklärt werden. „Kommt Luftnot hinzu, ist sofortiges Handeln gefragt“, warnt die Kinderärztin.

 

In der Spezialambulanz stehen wie in niedergelassenen Facharztpraxen viele unterschiedliche Untersuchungsmethoden zur Verfügung, um Husten und Atemnot auf den Grund zu gehen – von der Lungenfunktionsprüfung, über Belastungsuntersuchungen bis hin zur Bronchoskopie. Bei den ersten Beschwerden reicht der Gang zum niedergelassenen Kinderarzt aber völlig. Auch dort können meist Lungenfunktions- und Allergie-Tests durchgeführt werden. Allergene wie Gräser, Baumpollen oder Hausstaubmilben sind der häufigste Auslöser für Asthma. „Diese Asthma-Form hat hierzulande in den letzten Jahren noch deutlich zugenommen“, sagt Kaiser-Labusch. Eltern betroffener Kinder rät sie meist zu einer Hyposensibilisierung (siehe rechts). Aber es gibt auch andere Asthma-Formen, wie das nicht-allergische Asthma, dessen Ursachen noch weitgehend im Dunklen liegen, das Belastungs-Asthma, das nur bei körperlicher Anstrengung auftritt und das psychogene Asthma, das durch seelische Konflikte und Druck ausgelöst werden kann.

 

Leidet ein Kind unter Asthma, müsse gutes Symptom-Management betrieben werden. Dabei geht es nicht um Salzwasser-Kräuter-Inhalationen, sondern um gezielt wirkende Sprays, die im aufrechten Sitzen oder Stehen inhaliert werden. Kinder sollten die Sprays mit einem speziellen Aufsatz benutzen, der es ihnen ermöglichet, in Ruhe mehrfach ein- und auszuatmen, damit der Wirkstoff auch in der Lunge ankommt. Fast genauso wichtig sei aber, dass die Nase frei ist, sagt die Kinderärztin. Gerade von Asthma betroffene Kinder sollten immer gut Luft durch die Nase bekommen, da häufige Mundatmung einen zusätzlichen Entzündungsreiz in den Bronchien darstellt. Vor allem im Jugendalter entsteht allergisches Asthma nämlich oft durch einen Etagenwechsel der Symptome vom „Heuschnupfen“ der Nase in Richtung Lunge. Aus diesem Grunde müsse man auch ständigem Schnupfen früh medizinisch auf den Grund gehen. Auch hier stecken oft Allergien hinter den Symptomen.

 

Hyposensibilisierung

Wenn nach dem Haut-Allergie-Test (Prick-Test), nach Blutuntersuchungen oder Tests direkt an der Nasenschleimhaut feststeht, dass eine Allergie die Atemwegs-Beschwerden des Kindes auslöst, raten auch Kinderfachärzte meist zur Hyposensibilisierung. Dabei wird der Körper durch eine monatliche Spritze über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder mit den allergieauslösenden Stoffen konfrontiert und härtet sich so selbst ab. Bei Kindern kann dadurch sogar die gesamte Empfindlichkeit gegenüber Allergenen deutlich nachlassen.

 


Sie sind hier:Pressemitteilung-

Notfall

Die wichtigsten Nummern für den Notfall

Sie haben sich verletzt? Ein Angehöriger hatte einen Unfall oder fühlt sich plötzlich schlecht? Im Notfall rufen Sie bitte einen Krankenwagen, der sie schnell und sicher ins Krankenhaus bringt.

Feuerwehr/Rettungsdienst
 112

Unsere Notfallaufnahmen:

Notfallaufnahmen: Notfallambulanzen
in den Kinderkliniken:
Klinikum Bremen-Mitte
 (0421) 497 2020
Klinikum Bremen-Mitte
 (0421) 497 5410
Klinikum Bremen-Ost
 (0421)  408 1291
Klinikum Bremen-Nord
 (0421)  6606 1443
Klinikum Bremen-Nord
 (0421) 6606 1371
Klinikum Links der Weser
 (0421) 879 1206
Klinikum Links der Weser
 (0421) 879 1478
Notfallambulanz im Links der Weser

Im Notfall
Giftnotruf Niedersachsen/Bremen
 0551 19240

Ärztlicher Bereitschaftsdienst
 116117
Die Bereitschaftsdienste der Kassenärztlichen Vereinigung sind über die bundesweite Rufnummer 116 117 zu erreichen. Der Bereitschaftsdienst stellt sicher, dass Patienten außerhalb der üblichen Praxis-Sprechstundenzeiten ärztlich versorgt werden, abends, an den Wochenenden und an Feiertagen

...lesen

Anfahrt

Für jeden Standort finden Sie hier eine Anfahrtskizze, einen Lageplan und eine Verknüpfung mit den aktuellen Haltestellenfahrplänen der BSAG.

Zentraler Kontakt

Kontakt

Gesundheit Nord | Klinikverbund Bremen
Kurfürstenallee 130
28211 Bremen

Postadresse:
Gesundheit Nord | Klinikverbund Bremen
28102 Bremen

 (0421) 497 0
 Faxnummern zu den Kliniken finden Sie jeweils auf den Klinik-Seiten
 Infonicht spammen(at)Gesundheitnord.de

Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann schicken Sie uns eine Nachricht –
wir werden uns umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen!

Telefonzentralen

Klinikum Bremen-Mitte
 0421 497-0

Klinikum Bremen-Nord
 0421 6606-0

Klinikum Bremen-Ost
 0421 408-0

Klinikum Links der Weser
 0421 879-0

Kontaktformular

Klinikverbund verkürzt für Service-Menü

Seite 1
Damit wir Ihre Nachricht schnell bearbeiten können, wählen Sie bitte unbedingt die gewünschte Gesellschaft/Klinik aus:
Die Gesundheit Nord Klinikverbund Bremen nimmt den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst und hält sich strikt an die Regeln der Datenschutzgesetze. Ihr Vertrauen ist uns wichtig, deshalb stehen wir Ihnen jederzeit gerne Rede und Antwort betreffend der Sicherheit Ihrer personenbezogenen Daten. Obwohl wir standardmäßig eine Verschlüsselung der ausgetauschten Daten durchführen (https), weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass bei Datenübertragungen im Internet, wie etwa bei der Kommunikation per E-Mail, Sicherheitslücken existieren. Persönliche und vertrauliche Daten (etwa in Bezug auf Ihre Gesundheit), die Sie geheim halten wollen, sollten Sie deshalb nicht per E-Mail an uns versenden. Als Empfänger Ihrer Daten sind wir den Datenschutzgesetzen verpflichtet. Das bedeutet unter anderem, dass wir Ihnen nur dann auf Ihre E-Mail per E-Mail antworten, wenn Sie diesem Kommunikationsmedium ausdrücklich zugestimmt haben. Informationen zum Datenschutz finden Sie unter: https://www.gesundheitnord.de/gesundheitnord/impressum/datenschutz.html
*Pflichtfelder