Abteilung für Kindergastroenterologie, -hepatologie und Ernährung

Die Schwerpunkte der Abteilung Kindergastroenterologie

Die Kindergastroenterologie beschäftigt sich mit allen Erkrankungen von Magen, Darm, Leber und Bauchspeicheldrüse - egal ob es sich um angeborene oder erworbene Probleme handelt. Daneben spielt die Ernährungsmedizin eine wichtige Rolle. Auch die Betreuung der Mukoviszidose-Patienten gehört zum Aufgabengebiet der Kindergastroenterologie.

Die Abteilung stellt das überregionale kindergastroenterologische Zentrum des Weser-Ems-Raumes dar. Wir behandeln deswegen viele Kinder mit komplexen oder schwierigen Problemen - sei es diagnostisch oder therapeutisch. 

Wir arbeiten in einem Netzwerk sehr eng mit den niedergelassenen spezialisierten Kindergastroenterologen in Bremen und in der Umgebung zusammen.

GPGE-Zentrum für Pädiatrische Gastroenterologie

Wir sind als GPGE-Zentrum für Pädiatrische Gastroenterologie von der Gesellschaft pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung zertifiziert worden und bilden Nachwuchs-Gastroenterologen aus. 

 (www.gpge.eu).

Ganz besonders kümmern wir uns um Kinder und Jugendliche mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), also M. Crohn, Colitis ulcerosa und unklassifizierbare Colitis (CEDu). Auch wenn die Behandlung dieser Erkrankungen oft nicht einfach ist, versuchen wir mit Ausdauer und Engagement gemeinsam mit den Betroffenen und ihren Familien eine gute Therapieoption zu finden. So läßt sich oft eine gute Kontrolle der Krankheitsaktivität erreichen und eine normale Lebensqualität erzielen. Hierbei helfen auch nichtmedizinische Therapieansätze und Seminare, bei denen die Betroffenen und die Eltern medizinische Fakten über die Erkrankung erfahren, aber auch gemeinsam den Umgang mit der chronischen Störung lernen.

Alle aktuellen funktionsdiagnostischen Verfahren wie pH-Metrie, Ösophagus-Impedanzmessung, Wasserstoffexhalationsteste, 13C-Harnstoffatemteste, Rektomanometrie werden durchgeführt.

Endoskopien

Die Endoskopien werden von den auch klinisch verantwortlichen Kindergastroenterologen durchgeführt, wodurch wir anamnestische, klinische und endoskopische Fakten zusammenführen und gemeinsam bewerten. Alle endoskopischen und bioptischen Verfahren werden - an die spezifischen Gegebenheiten des Kindesalters angepaßt - mit schonenden Methoden durchgeführt. Auch Interventionen (Mini-Operationen durch das Endoskop) wie Abtragung von Polypen, Entfernung von Fremdköpern, Erweiterung von Engstellen, Anlage einer Magenfistel oder Blutstillung können wir durchführen.

Darüber hinaus steht uns für die Darstellung des Dünndarms eine Videokapselendoskopie zur Verfügung, die nach vorheriger Testung der Passage auch bereits bei Kleinkindern eingesetzt werden kann. Sie ergänzt die "normale" Endoskopie, ersetzt sie aber nicht. 

Eine hochauflösende Sonographie mit Farbdopplersonographie verwenden wir als wenig belastende Untersuchung, die uns zusammen mit den klinischen Befunden viele Informationen liefert. Als innovatives Verfahren steht zur Diagnostik des Rückflusses von Nahrung in die Speiseröhre die Ösophagus-Impedanz-Messung zur Verfügung.

Die Ernährungsberatung und Schulung der Familien nimmt einen hohen Stellenwert ein.

Darüber hinaus besteht im Rahmen des Kontinenzzentrums  ein Schwerpunkt in der Diagnostik und Therapie der Ausscheidungsstörungen des Darms.

Typische Fragestellungen und Krankheitsbilder

Wir diagnostizieren und behandeln u. a. bei

  • Bauchschmerzen,
  • Erbrechen,
  • Gedeihstörungen,
  • Durchfall,
  • Nahrungsunverträglicheiten, Nahrungsallergien; eosinophile gastrointestinale Entzündungen (EGID)
  • Leberkrankheiten, Leberwerterhöhungen, Stoffwechselerkrankungen mit Leberbeteiligung
  • Gallenwegserkrankungen (z. B. Sklerosierende Cholangitis)
  • Bauchspeicheldrüsenkrankheiten
  • M. Crohn und Colitis ulcerosa.
  • Verstopfung, Stuhlinkontinenz, Stuhlschmieren (Kontinenzzentrum)
  • Mukoviszidose (Cystische Fibrose) - Christiane-Herzog-Ambulanz für Mukoviszidose vom Kindes bis in das Erwachsenenalter

Die medizinische Behandlung orientiert sich an wissenschaftlichen und evidenzbasierten Leitlinien. Die ärztlichen Mitarbeiter der Klinik beteiligen sich an einer Reihe von multizentrischen Forschungsprojekten.

Wir beteiligen uns an Leitlinienerstellungen und haben mitgewirkt / wirken mit an folgenden Leitlinien:

  • S3-Leitlinie Reizdarm
  • S2k-Leitlinie IgE-vermittelte Nahrungsallergie
  • S2K-Leitlinie Behandlung der Mukoviszidose im ersten Lebensjahr
  • S2k-Leitlinie Harninkontinenz bei Kindern
  • S2k-Leitlinie zur Behandlung von Kindern mit Fremdkörperingestionen und -aspirationen
  • S2k-Leitlinie "Akute Gastroenteritis bei Kindern"
  • S2k-Leilinie "Obstipation und Stuhlinkontinenz (federführend)
  • S2k-Leitlinie "Analgosedierung bei Kindern und Jugendlichen"

Vorträge und Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften tragen die Erfahrungen der Klinik auch an die Fachöffentlichkeit. Mitarbeiter der Klinik sind wesentlich an der Entstehung des Lehrbuches "Klinikleitfaden Pädiatrie" aus dem Elsevier Verlag beteiligt

Wir kooperieren gern und eng mit Selbsthilfegruppen chronisch kranker Patienten, auch um so eine individuelle Betreuung der Betroffenen zu verbessern.
Konkret sind dies folgende SHG:

  • DCCV
  • Mukoviszidose e. V.
  • Deutsche Zöliakie-Gesellschaft
  • Deutsche Kontinenz-Gesellschaft
  • Deutsche Leberhilfe
  • Asthma- und Allergiker-Bund
  • KISE
  • KEKS 
  • SoMa

     

Dr. Alexander Querfurt

Pädiatrische Gastroenterologie
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Pädiatrischer Gastroenterologe
 alexander.querfurt@gesundheitnord.de

Dr. Nils Christian Syring

Pädiatrischer Gastroenterologe
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin 
 NilsChristian.Syring@gesundheitnord.de

Spezialambulanzen

Anmeldung / Stützpunkt

 (0421) 497 - 76313

Notfall

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Klinikum Bremen-Mitte

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Klinikum Bremen-Ost

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Klinikum Links der Weser

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Im Notfall
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Die Bereitschaftsdienste der Kassenärztlichen Vereinigung sind über die bundesweite Rufnummer 116 117 zu erreichen. Der Bereitschaftsdienst stellt sicher, dass Patienten außerhalb der üblichen Praxis-Sprechstundenzeiten ärztlich versorgt werden, abends, an den Wochenenden und an Feiertagen

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