Therapeutische Grundlagen

  1.  

    1. Hildegard Peplaus Ansichten:

      Definition der Pflege nach Peplau:

      Pflege ist ein signifikanter, therapeutischer, interpersonaler Prozess. Sie wirkt in Kooperation mit anderen menschlichen Prozessen, die dem Einzelnen in der Gesellschaft Gesundheit ermöglichen.

      Als Teil ihrer Betreuung legen die Pflegekundigen heute besonderen Wert auf einen optimalen Bezugsrahmen, mit dem sie ihre Pflegepraxis gestalten können. Hildegard Peplau sah im Aufbau einer Beziehung zwischen Patienten und Pflegenden den wichtigsten Grundstein des pflegerischen Erfolgs.

      Die Art, wie der Pflegekundige sein wird, macht einen erheblichen Unterschied, den jeder Patient erfahren wird, während er Krankenpflege erhält. Ohne eine solche interpersonale Beziehung ist es den Pflegenden nach Peplau nicht möglich, richtig unterstützend und therapeutisch zu arbeiten.

      Um eine partnerschaftliche Pflege für Patienten leisten zu können, ist nach diesem Modell folgendes unerlässlich:

       

      Die Interaktionsdynamik zwischen Pflegekräften und Patienten im Prozess des Kennenlernens, das Verständnis der Pflegenden für die Gefühle, das Verhalten und die Überzeugungen der Patienten sowie die Reflexion der eigenen Haltung.

       

      Hildegard Peplau versteht die Beziehung zwischen den Pflegekräften und Patienten als Ergebnis ineinander übergehender oder sich überlappender Interaktionsphasen. Die Phasen existieren, gleichgültig ob die Pflegenden sie wahrnehmen oder nicht. Entsprechend stellt sich die Frage, ob sich eine Pflegeperson bewusst ist, in welcher Interaktionsphase sich die Beziehung zwischen ihr und dem Patienten gerade befindet und ob sie die Bedingungen und die Bereitschaft des Patienten, sich auf die nächste Phase einzulassen, richtig beurteilen kann. Um die Aufmerksamkeit dieser besonderen Aspekte zu erlangen, müssen die Pflegenden wissen, auf welche Weise und über welche Themen sie mit dem Patienten kommunizieren. Darüber hinaus müssen die Pflegenden sorgfältig darüber nachdenken, welchen Kenntnisstand und welche Überzeugungen die Patienten in Bezug auf die Pflegepersonen haben und wie sie sich ihnen gegenüber verhalten.

      Für Hildegard Peplau war es wichtig, die Rollen, die die Pflegekräfte in der Pflege einnehmen, genauer zu beleuchten. Sie beschäftigte sich vor allem mit der Frage, auf welche Weise die Pflegenden den Patienten dabei behilflich sein können, mit ihren Erkrankungen zurechtzukommen und wieder gesund zu werden. Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Pflege nach Peplau ist, dass die Pflegendkundigen warmherzige und ausgebildete Pflegefachkräfte sind. Diese Voraussetzung ist wichtig, da sich in der Pflegekraft-Patienten-Beziehung beide Partner mit, und durch den anderen weiterentwickeln.

      Abbildung 1: Die Entwicklung der Beziehung zwischen Pflegenden und Patienten

       

       

       

       

       


       

       

       

       

       

       

       

       


       

       

       

       

       

       


       

       

       

       

       

       



       

       

       

       

       

       

       

       

      Quelle: Peplau

       

       

      In diesem Sinne hat die Pflege für Hildegard Peplau eine "erzieherische" Funktion und Pflegefachkräfte müssen sich der Rollen, die sie übernehmen, und der Rollen, die ihnen von den Patienten zugedacht werden, bewusst sein. Ebenso wichtig ist es, die lang- oder kurzzeitigen Konsequenzen dieser Rollen für die Patienten im Auge zu behalten und den Übergang von einer Rolle zur anderen zu steuern. Dabei entscheiden die Pflegenden, welche Rolle zu einer bestimmten Zeit die am besten geeignete ist.

      In der Anfangszeit einer Beziehung muss sichergestellt sein, dass die Pflegekräfte genau erfassen, auf welchem Niveau sich das Wissen einer Patientin/eines Patienten über ihren/seinen Zustand bewegt. Die Pflegekundigen müssen auch wissen, ob und auf welche Weise sie für die Patientin/den Patienten tätig werden sollen. Es ist für die Pflegekraft von Bedeutung, zu entscheiden, welche Rollen ihnen in der Pflege tatsächlich wichtig sind, vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass die Beziehungen zwischen Pflegenkundigen und PatientInnen dynamisch sind und ihre Gestaltung in gewisser Weise "experimentell" ist; Ein Pflegekundiger, der eine Beziehung zu einem Patienten aufbaut, kann es z. B. für wichtig halten, eine Stellvertreterrolle, etwa als Mutter, als Schwester, als Kind oder Erwachsene einzunehmen und darüber nachdenken, ob die Übernahme einer dieser Rollen für den Patienten auf kurze oder lange Sicht gesehen von Vorteil ist. Eine andere Rolle ist beispielsweise die der Beraterin.

      Indem die Pflegekraft den Patienten dabei unterstützt, sich auszudrücken, kann sie ihm auch zu einem besseren Verständnis darüber verhelfen, wer er ist und wie er sein Leben gestalten möchte. Der Patient wird angeregt, auf eine bisherige Lebenserfahrung zurückzuschauen, um so eine Basis zu finden, von der aus er sich in Richtung einer gesünderen Lebensführung weiterentwickeln kann. Die Aufgabe der Pflegenden besteht darin, Patienten bei der Befriedigung ihrer persönlichen Bedürfnisse zu unterstützen. Die Pflegekundigen können die interpersonale Beziehung so lenken, dass eine Bedürfnisbefriedigung aus Sicht des Patienten möglich wird.

      Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hildegard Peplau das Ziel der Haupt- und verschiedenen Nebenrollen der Pflegenden darin sieht, den PatientInnen die Möglichkeit zu geben, ihr Leben auch mit Behinderungen optimal zu gestalten und damit zurechtzukommen.

      Das Peplausche Modell gliedert sich nach der Bedeutung, die die verschiedenen Vorgänge in einer Beziehung zwischen Pflegenden und PatientInnen haben. Für die PatientInnen ist es dabei von größter Wichtigkeit, sich selbst beser kennen zu lernen, und ihre Fähigkeiten so zu nutzen, dass sie sich ohne Zwang den Pflegenden gegenüber öffnen können und auf diese Weise ihre Chancen auf dem Weg von der Krankheit zur Gesundheit und für die persönliche Weiterentwicklung zu erhöhen. Für Peplau stellt das Pflegen auch eine Lernerfahrung für die Pflegenden dar, denn durch Beobachtung und Erforschung der Interaktionen mit ihren Patienten entsteht ein Lern- und Reifungsprozess.

       

       

       

      Abbildung 2: Einflüsse auf die Pflege (nach Peplau)

       

       

       

       

       

       

       

       

       

       

       

       

       

       

       

       

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      Quelle: Peplau

       

      Die Einzigartigkeit der Pflege erfordert von den Pflegekundigen, dass sie viele verschiedene Aufgaben erfüllen können. Dies muss bedacht werden, wenn die Pflegekundigen mit der Komplexität der Interaktionen zwischen sich und den Patienten zurechtkommen sollen. In diesem Sinne stellt die Pflege eine Kraft dar, die die Entwicklung eines Menschen fördert. Es bedarf aber der Kenntnis der wichtigsten therapeutischen zwischenmenschlichen Prozesse. Die wichtigsten Rollen, die eine

       

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      Pflegekundige einnimmt, sind für Hildegard Peplau die der Förderer der Gesundheit und die der Gesundheitserzieher. Die Übernahme anderer Rollen ist in den unterschiedlichen Pflegesituationen von Bedeutung.Die Phasen der interpersonalen Beziehung:

      Es ist für den Pflegeprozess unerlässlich, dass sich zwischen den Pflegenden und den Patienten Beziehungen entwickeln. Vorraussetzung um eine effektive Beziehung aufzubauen sind neben dynamischen Fähigkeiten, ein gründliches pflegerisches Wissen, pflegerische Kompetenz sowie Selbstvertrauen. Dann kann man mit den Patienten schwierige Probleme bearbeiten.

      Hildegard Peplau vertritt die Ansicht, dass die Pflegekraft-Patient-Beziehung durch vier klar voneinander abzugrenzende Phasen beschrieben werden kann:

      a) Orientierungsphase

      b) Identifikationsphase

      c) Nutzungsphase

      d) Ablösungsphase

      Jede Phase hat einen bestimmten Nutzen und spezielle Kennzeichen.

      In der Praxis überlappen sich die vier Phasen, die im Folgenden getrennt voneinander beschrieben werden, sehr oft. Die Wiederholung einer Phase kann nach Veränderungen von Bedürfnissen möglich sein. Nutzen die Pflegenden das Wissen über diese Phasen, dann ist nach Hildegard Peplau die Chance der Patienten, Einblicke in ihre gegenwärtige Zukunft zu gewinnen, größer .

       

      Tabelle 1: Die vier Phasen der Interaktion und der Pflegeprozess

      Fragen

      Pflegeprozess

      Interaktionsphasen nach Peplau

       

      Welche Probleme gibt es?

       

      Assesment

      Informations-

      sammlung,

      Pflegediagnose

       

      Orientierungsphase

       

      Was müssen wir tun?

       

      Planung

      Prioritäten setzen, Pflegeziele dokumentieren

       

      Identifikationsphase

       

      Wie pflegen wir?

       

       

      Durchführung

       

      Maßnahmen

       

      Nutzungsphase

      Auf welche Weise hilft es dem Patienten?

       

      Evaluation

      Reflektion der Maßnahmen.

       

      Ablösephase

      Der Pflegeprozess ist ein zyklischer Vorgang; es gibt kurz- und langfristige Ziele; In jeder Phase kann es mehr als nur einen Pflegezyklus geben.

      Das Model von Peplau ist linear, es hat einen Anfang und eine Ende.

      Quelle: Simpson

       

       

       

      1. Pflegemodell nach Hildegard PeplauPflegemodell nach Hildegard PeplauPflegemodell nach Hildegard Peplau<//a><//a>

      Orientierungsphase:

      Wird eine Patientin/ein Patient als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert oder ist sie/er über einen längeren Zeitraum hinweg krank, so muss die Pflegekundige ihr/ihm zunächst helfen, sich zu orientieren.

      Die Pflegenden müssen sich auf die Bedürfnisse der Patienten einstellen d.h., sie müssen ihre gegenwärtige Situation, die sie umgebenden unbekannten Menschen und die Krankheit berücksichtigen. Der Patient ist in einer solchen Situation fast immer ängstlich und wird dementsprechend einige Informationen, die man ihr/ihm im Zusammenhang mit der Erkrankung gibt, wieder vergessen. In der Orientierungsphase ist es deshalb notwendig, Informationen, Namen und durchgeführte Maßnahmen zu wiederholen.

      Die Patienten müssen an den Status als kranke Menschen erinnert werden und den Zweck der Maßnahme in einer für sie verständlichen Sprache erklärt bekommen. Der Patient, der seinen Zustand noch nicht richtig einzuschätzen vermag, braucht Zeit und Gelegenheit und Unterstützung um sich zu orientieren.

      Wenn die Bedürfnisse des Patienten in der Orientierungsphase besonders berücksichtigt werden, kann sich der Patient über seinen aktuellen Zustand ein besseres Bild verschaffen und lernt seine Situation besser einzuschätzen. Es soll befähigt werden, Fragen zu stellen, Informationen aufzunehmen und Zusammenhänge zu erkennen, um sich bis zu einem gewissen Grad eigene Möglichkeiten zur Selbstkontrolle zu schaffen. In dieser Phase treffen Menschen aufeinander die sich noch fremd sind, daher ist es wichtig eine gute, wohlwollende Pflegekraft-Patienten-Beziehung zu schaffen.

       

       

    2. Pflegemodell nach Hildegard PeplauPflegemodell nach Hildegard PeplauIdentifikationsphase:

      Während der Patient die Phase der Orientierung dazu nutzt, seine Situation einzuschätzen und dabei ist herauszufinden, wer ihn in seiner Umgebung unterstützen kann, beginnt bereits die Identifikationsphase. In dieser Phase werden sich die Patienten ihrer Probleme immer mehr bewusst.

      Die Patienten identifizieren sich mit dem Pflegenden, die sie unterstützen und entwickeln dem Pflegenden gegenüber Vertrauen, der die angekündigten Maßnahmen durchführt und gemeinsame Absprachen einhält. Eine Identifikation findet mit den Pflegenden statt, die sich authentisch und wertschätzend gegenüber ihren Patienten verhalten und Informationen an den zu betreuenden Patienten weitergeben, ihn bei seiner Selbstständigkeit unterstützen und langfristig Lösungsstrategien für seine Probleme aufzeigen.

      In dieser Phase entwickelt sich die Beziehung in verschiedene Richtungen: Manche Patienten lassen sich stärker in die Pflege einbeziehen, was die Beziehung zu den Pflegekräften verbessert. Andere hingegen verweigern ihre Mitarbeit, was bewirkt, dass die Pflegenden und Patienten ihre bisherige Beziehung gemeinsam reflektieren und sich mit den damit verbundenen Ängsten auseinandersetzen müssen. Im weiteren Verlauf kann sich das Verhalten dahingehend ändern, dass sich ein Patient, der sich am Anfang noch recht passiv verhält sich mehr und mehr in die Pflege einbeziehen lässt, wenn er versteht, wie die Unterstützung von Seiten der Pflegekräfte langfristig geplant ist. Pflegende sollten dabei auf Veränderungen im Verhalten der Patienten achten und behutsam mit deren Gefühlswelt umgehen.

       

       

    3. Pflegemodell nach Hildegard PeplauPflegemodell nach Hildegard PeplauNutzungsphase:

      Wenn Patienten ausreichend Informationen erhalten haben, werden sie ihre Situation besser einschätzen können und beginnen, ihre Bedürfnisse zu erkennen. Charakteristisch für die Nutzungsphase ist, dass der Patient alle angebotenen Dienstleistungen voll ausnutzt. In dieser Phase erreicht die Beziehung zwischen Pflegendem und Patient einen wichtigen, produktiven und potenziell informativen Entwicklungsstand. Die Planung und Verbesserung der Pflege kann bei gegenseitiger Wertschätzung ab diesem Punkt zu einem kooperativen Prozess heranwachsen.

      Sowohl der Pflegende als auch der Patient muss sich aktiv in die Beziehung einbringen, um die Weiterentwicklung der Beziehung zu fördern.

      Nutzungsphasen sind sehr dynamisch, da bei der Pflegekraft-Patienten-Beziehung aus einer anfänglichen Abhängigkeit eine gleichberechtigte Beziehung entsteht. Patienten und Pflegende sind sowohl voneinander abhängig, als auch unabhängig. Das Ziel ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit, welche besonders in der Nutzungs- und Ablösungsphase hervor tritt.

       

       

    4. Pflegemodell nach Hildegard PeplauPflegemodell nach Hildegard PeplauAblösungsphase:

      Hildegard Peplau sieht in der Ablösungsphase grundsätzlich einen befreienden Prozess. Die Phase beginnt, wenn der Patient erste Schritte unternimmt, sich auf die Entlassung aus dem Krankenhaus in das gewünschte Umfeld vorzubereiten. Die Pflegekraft-Patienten-Beziehung ist zeitlich begrenzt und auf die pflegerisch notwendigen Maßnahmen ausgerichtet. Die Beziehung endet, wenn die Arbeit mit einem Patienten zu einem Ende gekommen ist oder die Pflege auf eine andere Person übertragen wird.

      Nachfolgende Situationen sollten gut vorbereitet sein, damit die Beendigung der Pflege unter keinen Umständen abrupt stattfindet. Der Prozess des Loslassens steht jetzt im Mittelpunkt, und fordert von dem Patienten und von dem Pflegendem genaue Absprachen. Die Pflegekraft bildet den Rahmen des Unterstützungssystems, aus dem sich der Patient nun selbst lösen kann. Faktoren, die den Prozess der Ablösung beeinflussen, sind die Art der Erkrankung, das Alter der Patientin/des Patienten sowie der Pflegenden/des Pflegenden, das Ziel des Aufenthaltes im Krankenhaus und die persönliche Reife von Patienten und Pflegeperson. Das "gute Gefühl", wieder gesund zu sein, gleicht in der Regel den Beziehungsverlust aus. Die Pflegekraft darf somit den Wunsch des Patienten, gesund zu werden, nicht behindern.

       

       

    5. Phasenübergänge:

      Es gibt keine festen Regeln, anhand derer die Pflegekraft erkennen kann, wann ein Patient von einer Phase zur nächsten Phase wechselt . Wichtig ist, dass die Pflegeperson den Entwicklungsstand richtig einschätzt und die Schwerpunkte innerhalb der genannten Entwicklungsmerkmale fördert.

      Beispiel:

      Verläuft die Entwicklung von der Orientierungsphase in Richtung Identifikations- bzw. Nutzungsphase, so ist es denkbar, dass die Pflegenden eine Veränderung im Abhängigkeitsgrad und die Entwicklung eines rationalen Verhaltens bemerken. Der Patient versucht, seine aktuelle Rolle zu verstehen und so seine Umgebung und seine Erkrankung zu kontrollieren. Die Pflegekraft kann sich auf die Dynamik einer solchen Situation einstellen, indem sie selbst ihre Rolle verändert.

      Um für erkrankte Menschen sorgen zu können, und ihnen Unterstützung zu geben ihre Lebenssituation zu bewältigen ist es wichtig, dass die Pflegekräfte Wissen über unterschiedliche Kommunikationsstrategien haben, und diese auch umsetzen können. Es ist, gerade im Zusammenhang mit dem Pflegeprozess erforderlich, dass Pflegende ihre Kommunikationsfähigkeiten durch bewusstes Anwenden und durch Fortbildung verbessern. Dadurch können sie die Beziehung zu den Patienten grundlegend verbessern.

      Da dem Ansatz von Hildegard Peplau ein psychodynamisches Modell zugrunde liegt, lassen sich die einzelnen Interaktionsphasen als ein Prozess des Beziehungsaufbaus verstehen: Von anfänglichem Vertrauen in der Orientierungsphase führt dieser Prozess – mit Hilfe des Patienten – zur Erkundung der vorliegenden Probleme. In der Identifikationsphase ist in einer langfristig angelegten Pflegeplanung ein tieferes Verständnis für die Bedürfnisse der Patienten in der Nutzungsphase erreicht, kann schließlich die Ablösungsphase angestrebt werden.

       

       

    6. Die Rollen der Pflegekundigen:

      Die Beziehung zwischen den Patienten und den Pflegenden soll dynamisch und flexibel sein. Ein professionell gestalteter Kontakt einer Pflegeperson zur Patientin/zum Patienten ist permanenten Veränderungen unterworfen, wobei die Modifikationen teils von der Pflegeperson selbst, teils von der Patientin/dem Patienten hervorgerufen werden.

      Welche Personengruppe innerhalb dieser Beziehung jeweils welche Rolle übernimmt, beeinflusst den Erfolg einer Pflege ganz entscheidend. Pflegende müssen über Selbstbewusstsein und zwischenmenschliche Fähigkeiten verfügen, um bestimmte Rollen in ihrer Arbeit mit den Patienten übernehmen und nutzen zu können, damit sich die Beziehung zwischen Pflegendem und Patient optimal entwickeln kann.

       

       

       

      1. Die verschiedenen Rollen:

         

         

        1. ...als Fremder<//a><//a>
         
           
         
           
         
           
         

        Inhalt

        Bedeutung

         

         

        Beziehung

         

         

        Ansätze/Anknüpfungsmöglich-

        keiten

         

         

         

          • Beginn der professionellen
           
          • Individuelle pflegerische
           
          • Vorurteilsfreie Begegnung
           
          • Respekt und Interesse
         

        Bei der Aufnahme geht es darum, dem Betroffenen zu vermitteln, willkommen zu sein, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich der Kranke wohlfühlt. Bei Wiederauf-

        nahme mit Unvoreingenommenheit

        und Neugier sowohl dem Patienten, als auch seinen Angehörigen begegnen.

         

         
            1.  

                • <//a><//a>
              1. ...als Unterstützender
         

        Inhalt

        Bedeutung

         

         

         

         

         

          • Informationsquelle sein
           
          • Zuhörer und Vermittler sein
           
          • Hilfsmöglichkeiten aufzeigen
         

        Den psychisch Kranken laufend zu informieren, Fragen aufzuwerfen und gemeinsam nach Antworten suchen. Existenzielle Probleme aufzugreifen. Die Verantwortung soweit wie möglich beim Betroffenen zu lassen.

         

         

         
            1.  

              1. ...als Lehrender
         

        Inhalt

        Bedeutung

         

         

         

         

        zustand ermöglichen.

         

          • Dem Betroffenen das Wissen vermitteln was er braucht.
           
          • Einblick in seinen Gesundheits-
           
          • Dem Betroffenen helfen, seinen Gefühlen auf die Spur zu kommen.
         

        Mit dem Betroffenen sein subjektives Erleben thematisieren. Auf die

        Spurensuche nach seinen Fähig-

        keiten, Fertigkeiten und Ressourcen zu gehen, dabei überlegen, was ihn dazu befähigen kann weitgehend gesund zu bleiben bzw. die für sich jeweils adäquate Lebensqualität zu erhalten. Wie, wo und wann kann Hilfe in Anspruch genommen werden.

         

         
            1.  

              1. ...als Führender
         

        Inhalt

        Bedeutung

         

         

         

         

         

          • Demokratische partnerschaftliche Verhaltensweisen
           
          • Aktive Gestaltung der Kontakte und Beziehung
           
          • Entscheidungsfähigkeit fördern
         

        Sss Handlungsabläufe in der Pflege den Bedürfnissen der psychisch kranken Menschen anpassen. Ziele so formulieren, dass sie für den Patienten nachvollziehbar und erreichbar sind. Ein Klima schaffen, in dem Kontakte geknüpft werden können (Kontakt stiftend), das Fehlerfreundlichkeit beinhaltet und ermutigt Neues auszuprobieren.

         

         
            1.  

              1. ...als Stellvertreter
         

        Inhalt

        Bedeutung

         

         

         

         

         

          • Die Übernahme von Verantwortung oder einer bestimmten Rolle, um Ersatzfigur zu sein.
           
          • Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten von Menschen aufzeigen.
           
          • Komplexe Beziehungsmuster erfassen
         

        An die Stelle eines Anderen zu treten bedeutet, sich bewusst zu sein, dass es "nur eine Stellvertretung" und nicht eine "Übernahme" der Rolle ist und die Gründe z.B. in Ähnlichkeit und Unterschieden der Personen zu stellen.

        Gefühle der Machtlosigkeit und Hilflosigkeit spielen gegenüber realen Gefühlen eine zentrale Rolle. Durch die Ersatzrolle kann die Beziehung wachsen und tragfähiger werden.

         

         
            1.  

              1. ... als Berater
         

        Inhalt

        Bedeutung

         

         

         

         

         

          • Unterstützung bei der Bewältigung der Krankheit
           
          • Selbstvertrauen fördern
           
          • Reflektion von Verhalten und Gefühlen
         

        Pflegende haben die Selbstständigkeit und Autonomie des Betroffenen im Blick. Sie sind Wegbegleiter und Ansprechpartner in Krisen und beim Bewältigen der alltäglichen Situationen. Pflegende nehmen sich immer wieder zurück und fragen:

        "Was kann der Mensch selbst und wo braucht er Unterstützung oder Motivation?"

         

        Eine Rolle zu übernehmen heißt für die Pflegenden, in verschiedenen Situationen eine Reihe von Normen und Erwartungsmuster anzuwenden. In einer zwischenmenschlichen Beziehung kommen nicht fortwährend und nicht immer alle der dargestellten Rollen zum Tragen. Jede Patientin/jeder Patient ist anders, so dass auf Seiten der Pflegefachkräfte unterschiedliche Verhaltensweisen gefordert sind.

        Es gibt Rollen, die nur Pflegenden zukommen, einfach aus dem Grunde, weil die Pflege eine ganz besondere Art von Betreuung darstellt und den Einsatz von speziellen Fähigkeiten erfordert, damit die Pflegekraft-Patienten-Beziehung fruchtbar ist.

        Welche Rollen von der Pflegekraft jeweils übernommen werden, lässt sich erst im Laufe des Pflegeprozesses erkennen. Die Interaktionsphasen bilden einen dynamischen Rahmen und lassen die verschiedenen Rollen wirkungsvoll zur Anwendung bringen.

        Eine Aufgabe der Pflegenden besteht in der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung. Zu diesem Zweck verwendet die Krankenpflege Prinzipien und Methoden, die zu einer Lösung zwischenmenschlicher Probleme führen.

         

         

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    7. <//a><//a>

       

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