Elternberatung in der Neonatologie

Elternberatung in der Neonatologie

Die Elternberatung begleitet koordinierend den gesamten Versorgungsprozess. Dieser Prozess ist gegliedert in folgende Abschnitte:

  • Identifikation
  • Assessment
  • Entwicklung des Versorgungsplans
  • Implementierung des Versorgungsplans
  • Monitoring und Re-Assessment
  • Abschlussevaluation

Im Mittelpunkt dieses Prozesses steht die Familie mit ihrem Kind.

Patientengruppen an die die Elternberatung gerichtet ist Meine Patientengruppe umfasst folgende Patienten:

  • Frühgeborene unter der 32 SSW und/oder unter 1500g und deren Bezugspersonen
  • Alle Kinder der Intensivstationen mit Nachsorgebedarf
  • Risikoschwangere u. Partner ab der 24. SSW

Assessment

Der Erstkontakt mit der noch schwangeren Mutter findet schon während des Aufenthaltes auf der gynäkologischen Station statt, wenn die Mutter es wünscht und nach dem der Oberarzt mit ihr gesprochen hat. Natürlich können an diesem Gespräch auch der Vater und andere Bezugspersonen, die von der Mutter gewünscht werden, teilnehmen.

Dieses Gespräch dient dazu, durch gezielte Informationen, Ängste abzubauen und den Eltern von Anfang an zu ermöglichen eine gute Bindung zu dem Kind aufzubauen. Es soll Barrieren, die in Bezug auf eine Intensivstation oft bestehen, abbauen helfen. Gleichzeitig wird während dieses Gespräches schon eine erste Bedarfsanalyse vorgenommen (soziale Verhältnisse, Bedarf an psychologischer oder seelsorgerischer Betreuung etc.). Eine Führung über die Intensivstation und damit evtl. verbunden eine Kontaktaufnahme mit einem Elternpaar, dass ein Kind in der entsprechenden Schwangerschaftswoche hat, kann auch helfen Ängste abzubauen. Nach der Geburt des Kindes, wird dann ein Gespräch mit der Mutter und wenn möglich auch mit dem Vater geführt. In diesem Gespräch werden die ganzen organisatorischen Bereiche und das Antragswesen erklärt (Elterngeld/Kindergeld/ Anspruch auf Mütterbegleitzimmer /Fahrtkosten/Milchpumpe etc.). Kontakte zu anderen Berufsgruppen, z.B. der Musiktherapeutin werden hier auch schon besprochen und vermittelt.

Während des nun folgenden Aufenthaltes bin ich ein konstanter Ansprechpartner für alle Belange rund um das frühgeborene Kind. Immer wieder überprüfe ich, ob die Eltern alle für sie relevanten Informationen haben und helfe ihnen bei Problemen, z.B. mit den Krankenkassen, Behörden etc. Alle Informationen werden schriftlich dokumentiert und mündliche an das Behandlungsteam weiter gegeben. Dies geschieht kontinuierlich und zeitnahe während des gesamten Ablaufes.

Entwicklung und Implementierung des Versorgungsplanes

 

Bei dem Gespräch nach der Geburt ist ein wesentlicher Punkt, die Frage, wann und wie oft die Eltern zur Versorgung ihres Kindes kommen können. Da die Entwicklung des Kindes wesentlich von einer guten Bindung an die Eltern abhängt, ist es wichtig, dieses von Anfang an zu betonen. Mit den Eltern zusammen muss geplant werden, wie sie in den nächsten Wochen die Versorgung ihres frühgeborenen Kindes gestalten wollen, d.h. wann und wie oft können sie kommen. Besonders schwierig wird es immer, wenn noch Geschwisterkinder da sind. Dann ist es wichtig zu erfragen, ob es in der Familie genug eigene Ressourcen gibt, damit die Eltern genug Freiraum haben um ihr Kind in der Klinik so oft wie möglich zu besuchen. Sonst kann man mit den Eltern zusammen nach Alternativen gesucht werden.

Monitoring und Re-Assessment

Die Entwicklung des Kindes macht es erforderlich, immer wieder zu überprüfen, ob sich neue Aspekte ergeben. Wichtig ist es festzustellen, wie viel Unterstützungsbedarf die Eltern nach der Entlassung benötigen werden. Schaffen es die Eltern eine gute und sichere Bindung aufzubauen oder gibt es Probleme? Ist die soziale Situation schwierig? Dabei geht es auch darum die Eltern in dieser schweren Zeit durch Gesprächsangebote zu begleiten, zu stabilisieren und zu helfen diese Situation zu bewältigen.

Ich unterbreite den Eltern dann die für sie passenden Angebote, damit sie entspannt und mit einem sicheren Gefühl mit ihrem Kind nach Hause gehen können. Dass kann eine Familienhebamme, Frühe Hilfen oder andere Hilfsangebote sein. Wichtig ist es dabei einfühlsam auf die Eltern ein zu gehen um ihnen den Freiraum zu geben, eine eigene Entscheidung zu fällen.

Ich stelle die Kontakte her und überprüfe, ob die Angebote auch genutzt werden. Falls es notwendig ist stelle ich alle Anträge für die ambulante Kinderkrankenpflege und alle benötigten Hilfsmittel.

Ich verhandle mit den Krankenkassen und setzte mich auch mit der ambulanten Kinderkrankenpflege in Verbindung. Ich koordiniere die Zusammenarbeit aller am Versorgungsprozess Beteiligten, so dass am Entlassungstag alles geregelt ist.

Ich informiere die Eltern über alle noch anliegenden Untersuchungen, die in den nächsten Wochen nach Entlassung anstehen (z.B. Untersuchung der Netzhaut (RPM-Kontrolle)) und vereinbare schon Termine für sie, wenn die Eltern es wünschen. Alle Eltern erhalten einen Termin für die Frühgeborenen Nachsorge ( siehe "Bremer Nachsorgekonzept ") .

Abschlussevaluation

Ein bis zwei Tage nach der Entlassung rufe ich die Eltern an und erkundige mich, ob alles gut läuft oder ob es Probleme gibt, z.B. ob das Kind gut trinkt und schläft etc.

Nachsorge in der Tagesklinik

Ich koordiniere die Termine in der Tagesklinik und bleibe mit den Eltern in Kontakt. Ich biete ihnen an mich bei Problemen jederzeit anzurufen und ich veranlasse und koordiniere dann die weiteren Schritte, z.B. bei Ernährungsproblemen einen Termin bei der Ernährungsberatung etc.

Netzwerkarbeit

Die Partner, mit denen ich die Versorgung und Nachsorge gestalte sind folgende:

  • ambulante Kinderkrankenpflege
  • Lieferanten von Hilfsmitteln
  • Krankenkassen
  • Kinderärzte
  • Sozialpädiatrisches Institut
  • Familienhebammen
  • Selbsthilfegruppen
  • Apotheken
  • Frühförderer
  • Sozialmedizinische Nachsorge
  • spezielle Angebote (wellcome / PIB)
  • andere Krankenhäuser
  • Jugendämter
  • Sozialdienst
  • Physiotherapeuten

Auswirkungen der Elternberatung

  • Qualitätssicherung
  • Planungssicherheit und Realisierung des Endtermins
  • Sicherung des Behandlungserfolges durch Organisation der Nachsorge ("Drehtüreffekt)
  • Schnittstellenmanagement
  • Zeitersparnis für die Ärzte und das Pflegepersonal
  • Transparenz durch Informationssammlung und Weitergabe
  • Patientenorientierung und Patientenzufriedenheit
  • Patientenbindung
  • Netzwerkarbeit
  • Kontinuierlicher Ansprechpartner für alle am Prozess Beteiligten


Ruth Rust

Ruth Rust ist gelernte Kinderkrankenschwester und hat viele Jahre auf verschiedenen Kinderintensivstationen gearbeitet. Seit 2006 arbeitet sie als Case Managerin. Elternberatung ist ein Schwerpunkt in dieser Arbeit. Zusätzlich hat sie noch eine Weiterbildung als systemische Familienberaterin absolviert.

Kontakt

 0421/879 4697

 ruth.rustnicht spammen(at)klinikum-bremen-ldw.de 

 

Sie sind hier:Elternberatung in der Neonatologie-

Notfall

Die wichtigsten Nummern für den Notfall

Sie haben sich verletzt? Ein Angehöriger hatte einen Unfall oder fühlt sich plötzlich schlecht? Im Notfall rufen Sie bitte einen Krankenwagen, der sie schnell und sicher ins Krankenhaus bringt.

Feuerwehr/Rettungsdienst
 112

Unsere Notfallaufnahmen:

Notfallaufnahmen: Notfallambulanzen
in den Kinderkliniken:
Klinikum Bremen-Mitte
 (0421) 497 2020
Klinikum Bremen-Mitte
 (0421) 497 5410
Klinikum Bremen-Ost
 (0421)  408 1291
Klinikum Bremen-Nord
 (0421)  6606 1443
Klinikum Bremen-Nord
 (0421) 6606 1371
Klinikum Links der Weser
 (0421) 879 1206
Klinikum Links der Weser
 (0421) 879 1478
Notfallambulanz im Links der Weser

Im Notfall
Giftnotruf Niedersachsen/Bremen
 0551 19240

Ärztlicher Bereitschaftsdienst
 116117
Die Bereitschaftsdienste der Kassenärztlichen Vereinigung sind über die bundesweite Rufnummer 116 117 zu erreichen. Der Bereitschaftsdienst stellt sicher, dass Patienten außerhalb der üblichen Praxis-Sprechstundenzeiten ärztlich versorgt werden, abends, an den Wochenenden und an Feiertagen

...lesen

Anfahrt

Zentraler Kontakt

Kontakt

Gesundheit Nord | Klinikverbund Bremen
Kurfürstenallee 130
28211 Bremen

Postadresse:
Gesundheit Nord | Klinikverbund Bremen
28102 Bremen

 (0421) 497 0
 Faxnummern zu den Kliniken finden Sie jeweils auf den Klinik-Seiten
 Infonicht spammen(at)Gesundheitnord.de

Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann schicken Sie uns eine Nachricht –
wir werden uns umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen!

Telefonzentralen

Klinikum Bremen-Mitte
 0421 497-0

Klinikum Bremen-Nord
 0421 6606-0

Klinikum Bremen-Ost
 0421 408-0

Klinikum Links der Weser
 0421 879-0

Kontaktformular

Klinikverbund verkürzt für Service-Menü

Seite 1
Damit wir Ihre Nachricht schnell bearbeiten können, wählen Sie bitte unbedingt die gewünschte Gesellschaft/Klinik aus:
Die Gesundheit Nord Klinikverbund Bremen nimmt den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst und hält sich strikt an die Regeln der Datenschutzgesetze. Ihr Vertrauen ist uns wichtig, deshalb stehen wir Ihnen jederzeit gerne Rede und Antwort betreffend der Sicherheit Ihrer personenbezogenen Daten. Obwohl wir standardmäßig eine Verschlüsselung der ausgetauschten Daten durchführen (https), weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass bei Datenübertragungen im Internet, wie etwa bei der Kommunikation per E-Mail, Sicherheitslücken existieren. Persönliche und vertrauliche Daten (etwa in Bezug auf Ihre Gesundheit), die Sie geheim halten wollen, sollten Sie deshalb nicht per E-Mail an uns versenden. Als Empfänger Ihrer Daten sind wir den Datenschutzgesetzen verpflichtet. Das bedeutet unter anderem, dass wir Ihnen nur dann auf Ihre E-Mail per E-Mail antworten, wenn Sie diesem Kommunikationsmedium ausdrücklich zugestimmt haben. Informationen zum Datenschutz finden Sie unter: https://www.gesundheitnord.de/gesundheitnord/impressum/datenschutz.html
*Pflichtfelder