Shunt-Chirurgie

Um eine langfristige Dialyse (= Blutwäsche) durchzuführen, benötigt man einen Zugang zum Gefäßsystem, der einen schnellen Blutaustausch zwischen dem Körper und der Dialysemaschine ermöglicht. Einen großkalibrigen Zugang zum Gefäßsystem erreicht man entweder durch Anlage eines Katheters oder eines Shunts.

Der Dialyse-Katheter wird in aller Regel durch Punktion einer Halsvene eingeführt und unter Röntgenkontrolle bis in den rechten Vorhof vorgeschoben.

Ein Shaldon-Katheter wird dann verwendet, wenn eine sofortige Dialyse notwendig wird. Aufgrund der Infektionsgefahr ist man aber bestrebt, diesen Katheter nicht länger als 4 Wochen liegen zu lassen.

Ein Vorhofkatheter kann hingegen mehrere Monaten belassen werden, da durch den langen Verlauf im Unterhautfettgewebe und durch eine entlang des Katheters angebrachten Muffe ein guter Infektionsschutz gegeben ist. Der Katheter kann in aller Regel in örtlicher Betäubung angelegt werden.

Ein Shunt (= Fistel, Kurzschluss) ist eine künstlich angelegte Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene. Vorrangig wird ein Shunt mit körpereigenem Gewebe angelegt.

Die Cimino-Fistel ist ein Kurzschluss zwischen einer Schlagader und einer oberflächlichen Ader am Handgelenk. Der Eingriff wird meist in örtlicher Betäubung durchgeführt. In aller Regel entwickelt sich nach 3–4 Wochen eine kräftige Vene (= Shuntvene) am Unterarm, die dann zur Dialyse verwendet werden kann. Vor der Operation erfolgen eine körperliche Untersuchung sowie eine Sonographie, um den Zustand der Gefäße zu überprüfen.

Abb. 3: Verlauf der Blutgefäße (Arterie in rot, Vene in blau), die für eine Handgelenk-Fistel miteinander verbunden werden. Der Hautschnitt wird durch die grüne Markierung wiedergegeben.

Wenn die Gefäße im Bereich des Handgelenks sich nicht als geeignet darstellen, so ist eine Verbindung auch am Unterarm oder in der Ellenbeuge möglich. Man spricht dann von einer Unterarmfistel bzw. von einer Ellenbogen- oder Gracz-Fistel. 

Abb. 4: Verlauf der Blutgefäße (Arterie in rot, Vene in blau), die für eine Ellenbogen-Fistel miteinander verbunden werden. Der Hautschnitt ist durch die unterbrochene grüne Markierung wiedergegeben. 

 

 

Abb. 5: Intraoperatives Bild einer angelegten Ellenbogen-Fistel.

Aufgrund des schnellen Blutflusses in der Shuntvene sowie aufgrund der wiederholten Punktionen zur Dialyse können sich im Laufe der Zeit sowohl Verengungen (= Stenosen) als auch Erweiterungen (= Aneurysma) bilden, die den Gebrauch des Shunts beeinträchtigen. Durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen können solche Veränderungen frühzeitig erfasst und in den meisten Fällen mittels einer Ballonbehandlung oder einer Korrektur-Operation beseitigt werden. Ziel soll es sein, dass der Shunt möglichst lange und gut funktioniert.

Prothesen-Shunts sind dann notwendig, wenn die körpereigenen Venen sehr dünn, vernarbt oder verschlossen sind. Ein Kunststoffschlauch mit einem Durchmesser von 6-7 mm wird dann als Schleife entweder am Unterarm oder am Oberarm in das Unterhautgewebe eingelegt. Ein Ende der Prothese wird mit der Schlagader und das andere mit der Vene verbunden. Der Schlauch ist 2 Wochen nach dem Eingriff zur Punktion bereit. Der Vorteil des Kunststoffshunts ist die immer gegebene Verfügbarkeit von Prothesen sowie die Möglichkeit des schnellen Gebrauchs. Demgegenüber sind die Infektionsraten höher und die langfristigen Durchgängigkeitsraten niedriger als bei den Shunts mit körpereigenem Gewebe. Im Falle eines Verschlusses ist die zeitnahe Entfernung des Blutgerinnsels mit einem Katheter möglich. Wenn eine Einengung nachzuweisen ist, so kann diese mittels Ballon oder mittels Korrektur-Operation beseitigt werden.

In ausgewählten Fällen kann die Durchführung einer sog. Peritonealdialyse sinnvoll sein. Über einen Katheter der in der Bauchhöhle endet, erfolgt der Austausch der aus dem Blut zu entfernenden Giftstoffe mit einer Spülflüssigkeit.

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