Die Venenthrombose

Die Venenthrombose ist eine Gerinnselbildung, die zum vollständigen Verschluss einer Vene aus dem tiefen System führt. Durch die Unterbrechung des Blutflusses breitet sich die Gerinnselbildung aus, die im schlimmsten Fall vom Fuß bis zur unteren Hohlvene im Bauchraum reichen kann. Thrombosen entstehen am häufigsten an den unteren Extremitäten (Becken- und Beinvenen), wobei man dann von einer tiefen Beinvenenthrombose spricht.

Ursache:

Angeborene sowie erworbene Gerinnungsstörungen, sehr eingeschränkte Bewegung (z.B. langes Liegen), Unfall, ein operativer Eingriff, bösartige Erkrankungen und Zigarettenkonsum stellen bekannte Risikofaktoren für das Auftreten einer Thrombose dar. Im Einzelfall kann jedoch die Ursache nicht immer ermittelt werden.

Beschwerden:

Der Verschluss einer Vene führt zu einem Blutrückstau in der betroffenen Gliedmaße, da das Blut nicht wie gewohnt über die Vene zum Herzen zurückgelangen kann. Überwärmung, Schwellung, bläuliche Verfärbung sowie Schmerzen sind die typischen Kennzeichen einer Thrombose (Abb. 1). Je plötzlicher das Ereignis eintritt und je ausgedehnter die Thrombose ist, umso schlimmer sind die Beschwerden.

In aller Regel bilden sich die genannten Symptome binnen Tagen bis Wochen zurück. Dies geschieht durch die Ausbildung von Umgehungskreisläufen, die im Venensystem besonders effektiv sind.

Komplikationen:

Eine relativ häufige, aber zum Glück selten lebensgefährliche Komplikation, ist die Lungenarterienembolie. Dabei löst sich ein Gerinnsel einer herzfernen Vene ab und gelangt in den Lungenkreislauf. Hierbei verstopft es die Durchblutung der Lunge und sorgt dafür, dass das Herz überlastet wird. Diese schwerwiegende Komplikation kann durch frühzeitige Einleitung einer medikamentösen Blutverdünnung in aller Regel vermieden werden. In seltenen Fällen führt eine komplette Verlegung des tiefen Venensystems am Bein und im Becken zu einer massiven Blutstauung des Beins (= Phlegmasia coerulea dolens), die ohne entsprechender Behandlung auch zum Beinverlust führen kann (Abb. 2).

Das postthrombotische Syndrom stellt eine Spätfolge einer Beinvenenthrombose dar. Durch die Schädigung langer Venenabschnitte, durch anhaltenden Gefäßverschluss sowie durch ungenügende Venenklappenfunktion entsteht eine chronische Blutstauung, welche zur anhaltenden Schwellung der Gliedmaße, zur Verhärtung und Verfärbung der Haut und zu Unterschenkelgeschwüren führen kann (Abb. 3).

Diagnostik:

Anhand des Beschwerdebilds sowie des körperlichen Untersuchungsbefunds kann der Verdacht auf das Vorliegen einer Thrombose gestellt werden. Die Diagnose wird heutzutage mittels einer Ultraschalluntersuchung gesichert: durch das Blutgerinnsel kann die Vene nicht mehr zusammengedrückt werden. In bestimmten Fällen (Übergewicht, Verdacht auf Beckenvenenthrombose) sind weitere Untersuchungsverfahren notwendig, um die Thrombose und deren Ausdehnung nachzuweisen. Hierzu zählen die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MR).

Therapie:

Mittels Medikamenten wie Heparin und Marcumar soll die Blutgerinnung teilweise gehemmt werden, damit die Thrombose nicht weiterwächst. Hierdurch wird das entstandene Blutgerinnsel zwar nicht aufgelöst, dem Körper fällt es jedoch leichter dieses innerhalb von Wochen und Monaten wieder abzubauen. Die Dosierung und die Dauer der medikamentösen Behandlung hängt von verschiedenen Faktoren ab, sollte jedoch mindestens für 3 Monate erfolgen. In aller Regel ist zusätzlich eine Kompressionsbehandlung mit Strümpfen der Stärke 2 erforderlich.

Bei frischen Beckenvenenthrombosen (nicht älter als 10 Tage) kann die operative Entfernung des Gerinnsels angezeigt sein. Während der Operation kann die eventuell vorliegende Ursache (z.B. eine Einengung der Beckenvene) der Thrombose erkannt und mittels eines Stents beseitigt werden (Abb. 4 bis 7). Diese Vorgehensweise verringert das Risiko für das Auftreten einer schweren Lungenembolie und verhindert das spätere postthrombotische Syndrom.

Abb. 4:

Abb. 5 bis 7:

Mittels Stentings einer langjährig verschlossenen Beckenvene lässt sich in ausgewählten Fällen die Schwere eines postthrombotischen Syndroms reduzieren (Abb. 8 bis 11). Diese Behandlungsoption kann entscheidend zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen, wenn eine Mehretagenthrombose vorgelegen hat.

Abb. 8 und 9:

Abb. 10 und 11:

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