Ambulante Vorstellung in der HNO-KV-Sprechstunde

Sie haben eine Überweisung Ihres/er zuständigen HNO-Arzt/ärztin für eine ambulante Vorstellung in der HNO-Ambulanz am Klinikum Bremen Mitte erhalten. Mit dieser Überweisung erhalten Sie die Möglichkeit, unter der Tel.-Nummer 0421-497-77575 einen Termin für die Vorstellung in der KV-Sprechstunde direkt bei Prof. Dr. A. Naumann (Direktor der HNO-Klinik) oder bei seinem Stellvertreter, Herr E. Janz (leitender Oberarzt der HNO-Klinik), zu vereinbaren. Die KV-Sprechstunde findet jeweils am Montag und Mittwoch von 08:00 -13:00 Uhr statt (Ausnahme Feiertage).

In dringenden Fällen können Sie sich auch ohne telefonische Terminvergabe am Montag und Mittwoch von 11:00-12:30 Uhr in der KV-Sprechstunde vorstellen. Um jedoch unnötige Wartezeiten für Sie und andere Patienten zu vermeiden, ist aus organisatorischen Gründen eine telefonische Terminvereinbarung unter der o.a. Telefonnummer stets wünschenwert.

Für akute bzw. bedrohliche Symptome oder Erkrankungen im Kopf-Halsbereich stehen wir Ihnen selbstverständlich 24 Stunden täglich in der Notfall-Ambulanz der HNO-Klinik am Klinikum Bremen Mitte zur Seite. In diesen dringenden Notfällen ist eine Überweisung des/der HNO-Arztes/Ärztin nicht erforderlich.    

Diagnostik von Kopf-Hals-Tumoren (ambulant/stationär)

Im Rahmen der ersten ambulanten HNO-ärztlichen Untersuchung in der KV-Sprechstunde wurde bei Ihnen eine unklare Raumforderung oder Erkrankung im Hals-Nasen-Ohrenbereich festgestellt, die eine weitere medizinische Abklärung dringend erforderlich macht. Nicht jede Raumforderung oder unklares Symptom bedeutet jedoch die Diagnose einer bösartigen Tumorerkrankung. Vielmehr wollen wir Ihnen durch die weiterführenden Untersuchungen in unserer HNO-Klinik genauere Informationen über Ihre Erkrankung bzw. Symptome geben und Ihnen individuell auf Sie und Ihre Erkrankung ausgerichtete mögliche Therapiekonzepte vorstellen. In vielen Fällen sind hierzu bildgebende Untersuchungen wie Ultraschall-untersuchung (=Sonographie, keine Röntgenstrahlen), Computertomographie (Röntgenstrahlen) oder Kernspintomographie (keine Röntgenstrahlen) erforderlich. Welche dieser Untersuchungen bei Ihnen sinnvoll sind bzw. welche Vor-/Nachteile diese Untersuchungen haben, werden wir Ihnen gerne im Gespräch näher erläutern.

In den meisten Fällen reichen jedoch die bildgebenen Verfahren nicht aus, um bei Ihnen eine sichere Aussage über die genaue Diagnose Ihrer Erkrankung machen zu können. Um genauere Informationen über Ihre Erkrankung zu erhalten, ist es nicht selten notwendig, eine sogenannte „Panendoskopie mit Probeentnahme (=Biopsie)“ durchzuführen. 

Panendoskopie (stationäre Abklärung)

Bei der Pan(=alles)endoskopie(=Betrachtung der Befunde durch starre/flexible Endoskope) handelt es sich um eine sehr genaue Untersuchung des gesamten Mund-Rachenraums, des Kehlkopfs, der Luftröhre und Bronchien sowie der Speiseröhre bis zum Magen mit Hilfe von starren und/oder flexiblen Endoskopen. Im Rahmen der Panendoskopie verschafft sich der Untersucher einen Überblick über Ihren gesamten oberen Luft- und Speiseweg und kann dabei auch Gewebeproben (=Biopsie) für die weitere feingewebliche Untersuchung im Institut für Pathologie entnehmen.

Da starker Würgreiz oder Schmerz die Panendoskopie im Wachzusdtand undurchführbar machen, wird diese Untersuchung ausschließlich in Vollnarkose unter stationären Bedingungen durchgeführt. Nachdem eine Gewebeprobe entnommen wurde, bleibt der/die Patient/in in der Regel noch 2 Tage nach OP zur stationären Überwachung in der HNO-Klinik, um mögliche, aber seltene Risiken oder Komlikationen wie z.B. eine Nachblutung oder Schwellung im Atemwegs-/Speisewegbereich sofort behandeln zu können. Nach der Panendoskopie werden wir Sie schnellstmöglich  in einem ausführlichen Gespräch über den Verlauf der Operation und die bisherigen Ergebnisse der endoskopischen Untersuchung informieren.

Nicht selten liegt das endgültige Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung vor Ihrer Entlassung noch nicht vor, sodass wir Ihnen telefonisch oder schriftlich innerhalb kürzester Zeit einen neuen Termin zu einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen und Ihren Angehörigen geben werden. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir aus Datenschutzgründen Ihnen am Telefon keine genauen Aussagen über das Befundergebnisse mitteilen können. Hierzu ist ein Gespräch mit Ihnen notwendig, um Ihnen alle Befunde genau zu erklären und das weitere Vorgehen zu besprechen. Sollte die feingewebliche Untersuchung eine bösartige Tumorerkrankung ergeben haben, wird ein sogenanntes „Staging“ (=Ermittlung des Tumorstadiums) erforderlich. 

„Staging“ (ambulant/stationär)

Mit dem Wort „Staging“ meint der Arzt in der Regel die genaue Ermittlung des Tumorstadiums. Prinzipiell können bösartige Tumore im Kopf-Halsbereich Tochter-geschwülste (=Metastasen) ausbilden. Dabei unterscheidet man unmittelbar dem eigentlichen Tumor benachbarte Strukturen oder Lymphknoten sowie entfernte Absiedelungen des Tumors in andere Organe wie z.B. in die Lunge, Leber, Niere, Skelett etc.. Um Ihnen eine optimale, individuell auf Sie und Ihre Erkrankung ausgerichtete Therapie anbieten zu können, sind diese Staginguntersuchungen dringend erforderlich. Speziell bei Kopf-Halstumoren werden daher in der Regel bei Ihnen eine Röntgenaufnahme oder Computertomographie des Kopf-Halsbereichs und der Lunge (=Thorax) sowie eine Oberbauch-Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Zusätzliche mögliche Untersuchungen wie z.B. eine Kernspintomographie, Positronenemmissions-Tomographie (=PET-CT oder PET-MRT) sowie Angiographie (=Gefäßdarstellung mittels Katheder) können je nach Tumorbefund sinnvoll sein.

Im Rahmen dieses meist stationären Aufenthaltes haben Sie nach Erhalt aller zusätzlichen Befunde des Stagings ein erneutes, ausführliches Gespräch mit ihrem/er zuständigen HNO-Arzt/Ärztin der HNO-Klinik am Klinikum Bremen Mitte. Bei diesem Gespräch werden Ihnen und Ihren Angehörigen alle erhobenen Befunde der Panendoskopie und des Stagings nochmals im Detail und in verständlicher Sprache inklusive Bildmaterial erklärt.

Psychoonkologische Beratung

Nicht selten ist die Diagnose Kopf-Halstumor für die Patienten und auch Angehörige eine große psychische Belastung, die eine professionelle Psychoonkologische Beratung erforderlich macht. Alle Mitarbeiter des Kopf-Hals-Tumor-Zentrums Bremen-Mitte sowie die Mitarbeiter der Psychoonkologischen Beratungsstelle stehen Ihnen und Ihren Angehörigen in dieser schwierigen Situation gerne zur Seite. Es ist uns sehr wichtig, dass Sie sich im Kopf-Hals-Tumor-Zentrum Bremen-Mitte ganzheitlich betreut fühlen. In der Vergangenheit konnten zahlreiche Studien zeigen, dass die seelische Verfassung eines Tumorpatienten einen wesentlichen Einfluß auf den weiteren Krankheits- und Genesungsprozess haben kann. Scheuen Sie sich also nicht, dieses Angebot der psychoonkologischen Beratung in Anspruch zu nehmen. Sollten Sie hier eine Unterstützung von uns wünschen, können Sie sich sehr gerne an alle Mitarbeiter der HNO-Klinik (Pflege und Ärzte) wenden, um für Sie einen zeitnahen Termin in der Abteilung für Psychoonkologie am Klinikum Bremen Mitte zu vereinbaren. Zusätzlich können Sie entweder auf unseren HNO-Stationen Informationsbroschüren zum Thema Psychoonkologie erhalten oder Sie besuchen die Internetseite >>

 

Sozialdienst

Der Sozialdienst im Klinikum Bremen Mitte ist ein Arbeitsfeld der Sozialarbeit im Gesundheitswesen. In enger Zusammenarbeit mit dem Pflegepersonal sowie den Ärzten/innen des Kopf-Hals-Tumor-Zentrums Bremen-Mitte ist der Sozialdienst ein Faktor der ganzheitlichen Patientenbetreuung. Er dient als Anlaufstelle für individuelle Sorgen und Anfragen in Zusammenhang mit Ihrem Krankenhausaufenthalt.

Grundsätzlich wird der Sozialdienst im Einverständnis mit der Patientin/dem Patienten tätig:

  • auf Wunsch der Patientin/des Patienten
    • auf Anregung des /der behandelnden Arztes /Ärztin, des Pflegepersonals
    • auf Anregung von Angehörigen
    • auf Anregung von Trägern und Institutionen sozialer und rehabilitativer Hilfen außerhalb des Klinikums

Aufgaben des Sozialdienstes

  • Beratung und Vermittlung in Fragen der Rehabilitation im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt.
    • Beratung und Vermittlung von häuslichen Hilfen nach dem Krankenhausaufenthalt.
    • Beratung und Vermittlung von stationärer Pflege: Pflegeheim/Kurzzeitpflege, Hospiz oder Betreutes Wohnen.
    • Beratung in rechtlichen Angelegenheiten (z.B. Pflegeversicherung, Betreuungsverfahren, Schwerbehindertenrecht etc.)
    • Beratung über Hilfen/Psychosoziale Intervention in persönlichen und familiären Krisensituationen.
    • Zusammenarbeit mit anderen sozialen Einrichtungen/sozialen Diensten ( z.B. Beratungsstellen, Krankenkassen etc.)
    • Zusammenarbeit mit /Vermittlung von Selbsthilfegruppen 

Sollten Sie hier eine Unterstützung von uns brauchen, können Sie sich sehr gerne an alle Mitarbeiter der HNO-Klinik (Pflege und Ärzte) wenden, um für Sie einen zeitnahen Termin mit dem Sozialdienst am Klinikum Bremen Mitte zu vereinbaren. Zusätzlich können Sie entweder auf unseren HNO-Stationen Informationsbroschüren zum Thema Sozialdienst erhalten oder Sie besuchen die Internetseite >>

Ernährungsberatung

Es gilt als wissenschaftlich gesichert, dass es einen engen Zusammenhang zwischen Ernährung und dem Gesundheitszustand bzw. dem Wohlbefinden der PatientInnen gibt. Um diesen Erkenntnissen Rechnung zu tragen, wurde schon vor Jahren am Klinikum-Bremen-Mitte der Bereich Ernährungsmedizin eingerichtet. Das Ernährungsteam ist bestrebt, das Problembewusstsein für Ernährung im Krankenhaus zu wecken, spezifische Richtlinien zu erarbeiten und umzusetzen, Mangelernährung von Patienten und Patientinnen zu erkennen und zu vermeiden, die klinische Ernährung zu optimieren und das medizinische Personal zu schulen.  

Die Arbeit des Ernährungsteams stellt einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Komplikationen, Vermeidung von Mangelernährung, Verbesserung der Wundheilung und des subjektiven Wohlbefindens dar. Nicht zuletzt kann dadurch die Aufenthaltsdauer der PatientInnen im Krankenhaus verkürzt werden. Hierzu stehen Ihnen im Bereich Ernährungsmedizin ein Team aus Oecotrophologinnen, Diabetesberaterinnen DDG, Diabetesassistentin DDG zur Verfügung. Das Team der Ernährungsmedizin arbeitet interdisziplinär mit den ÄrztInnen, dem Pflegepersonal, den PsychologInnen, den Diätassistentinnen, der Kunsttherapie sowie mit dem Sozialdienst zusammen. Sie werden in Einzelgesprächen auf den Stationen beraten, wobei selbstverständlich auch die Angehörigen in die Beratung mit einbezogen werden können.

Weitere Informationen erhalten Sie gerne von allen HNO-Mitarbeitern (Pflege und Ärzte) sowie unter der Internetseite >>

Phoniatrie/Logopädie

Störungen der Stimme oder Sprache sowie unklare Schluckstörungen können im Rahmen von Tumoroperationen im Kopf-Halsbereich auftreten und erfordern eine genaue Untersuchung sowie Beratung bei einem Spezialisten für Stimm- und Sprachstörungen sowie Schluckstörung (=Phoniatrie, Logopädie). Am Klinikum Bremen Mitte stehen Ihnen hierfür Spezialisten der Abteilung für Phoniatrie der HNO-Klinik am Klinikum Bremen Mitte (Herr Dr. R. Schiel, kooperierender Phoniater, Bremen/ Lt. Oberarzt E. Janz und Frau Dr. A. Elsholz) sowie eine Abteilung für Logopädie im MVZ Bremen vor Ort zur Seite, um Ihnen bei möglichen Schluck- und/oder Sprechstörungen nach Tumoroperationen im Kopf-Halsbereich alle Therapieoptionen eingehend vorzustellen. Die Terminvergabe für die Phoniatrie und Logopädie erfolgt dabei über die Mitarbeiter des Kopf-Hals-Tumor-Zentrums Bremen-Mitte.

Selbsthilfegruppe „Kehlkopfoperierte“

Sollte bei Ihnen eventuell eine in Teilen- oder vollständige Entfernung des Kehlkopfes als Operation erwogen werden, bedeutet das nicht, dass damit sämtliche Sprech- und/oder Schluckfunktionen für die Zukunft erloschen sind. In den letzten Jahren hat es hierzu zahlreiche Fortschritte bei der Bildung einer sogenannten „Kehlkopfersatzstimme“ gegeben. So können trotz einer vollständigen Entfernung des Kehlkopfes die Patienten mit einer während der Tumoroperation implantierten Stimmprothese wieder das Sprechen erlernen. Um sich davon auch persönlich überzeugen zu können, haben Sie die Möglichkeit, einen betroffenen „kehlkopflosen Berater zu sprechen“. Herr Denecke, Leiter der Selbsthilfegruppe „Kehlkopfoperierte“ steht Ihnen gerne jeden Montag von 09:00 bis 16:00 Uhr in der HNO-Ambulanz der HNO-Klinik am Klinikum Bremen-Mitte für ein Beratungsgespräch mit hilfreichen Tips zum Thema „Leben ohne Kehlkopf“ zur Verfügung. Entsprechende Kontaktadressen bzw. Telefonnummern können Sie gerne von allen HNO-Mitarbeitern (Pflege und Ärzte) erhalten. Zusätzlich finden Sie nähere Informationen auf der Internetseite der Selbsthilfegruppe http://www.kehlkopfoperiert-bremen.de/start/ .

Interdisziplinäre Tumorkonferenz des Kopf-Hals-Tumor-Zentrums Bremen-Mitte

Sollte bei Ihnen eine Tumorerkrankung im Kopf-Halsbereich festgestellt worden sein, werden alle von Ihnen bislang erhobenen Befunde der Panendoskopie sowie der Staging-untersuchungen in einer regelmässig, 1x wöchentlich, stattfindenden, interdisziplinären Tumorkonferenz des Kopf-Hals-Tumorzentrums Bremen-Mitte vorgestellt. Bei dieser Tumorkonferenz nehmen u.a. die Ärzte/innen folgender Kliniken regelmässig teil:

  1. Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Plastische Operationen und Spezielle Schmerztherapie
    • Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Plastische Operationen
    • Klinik für Neuroradiologie und Radiologie
    • Klinik für Radioonkologie (=Strahlentherapie)
    • Klinik für Hämato-Onkologie
    • Institut für Pathologie
    • Kliniken je nach spezifischen Fragestellungen z.B. Neurochirurgie, Augenklinik etc.
    • Zusätzliche mögliche Teilnehmer: Psychoonkologie, Sozialdienst, Palliativmedizin etc.

Ziel dieser interdisziplinären Tumorkonferenz ist ein intensiver Erfahrungsaustausch unter Tumorexperten der verschiedenen Fachabteilungen sowie die Erstellung eines optimal auf Ihre Tumorerkrankung ausgerichtetes Therapiekonzept nach den Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft bzw. der zugehörigen Fachgesellschaften.

Therapie von Kopf-Hals-Tumorerkrankungen

In enger Zusammenarbeit mit der hämatoonkologischen und strahlentherapeutischen Abteilung unseres Hauses wird im Rahmen der wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen ein auf jeden Patienten ideal abgestimmtes Therapiekonzept entwickelt und umgesetzt. Insbesondere achten wir auf den Erhalt der Lebensqualität bei unseren Patienten.

Für jeden Tumorpatienten gibt es eine individuelle, auf Sie ausgerichtete, optimale Tumortherapie. Mit den modernen chirurgischen, mikrochirurgisch-rekonstruktiven und minimalinvasiven Techniken können im Rahmen der chirurgischen Tumorentfernung heutzutage funktionell und ästhetisch hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Ziel der Operation ist dabei eine sogenannte R0-Resektion (= vollständige Tumorentfernung im gesunden Gewebe). Je nach Größe, Lage und Art des Kopf-Halstumors schließt sich nicht selten nach der Operation noch eine Strahlentherapie +/- Chemotherapie an, um einzelne eventuell noch vorhandene Tumorzellen im umgebenen Tumorgewebe abzutöten bzw. die Wahrscheinlichkeit eines Tumorrezidivs zu minimieren. Ferner gibt es auch die Möglichkeit, in Abhängigkeit vom Alter des Patienten, Gesundheitszustand des Patienten, der Lage, Größe und/oder Art des Kopf-Halstumors eine definitive sogenannte primäre Strahlentherapie durchzuführen. Es wird hierbei im Rahmen der Tumorkonferenz im Hinblick auf die Prognose und die Lebensqualität individuell abgeschätzt, welches Therapieverfahren für Sie am schonendsten aber auch am effektivsten ist.

Selbstverständlich werden im Anschluß an die Tumorkonferenz alle für Sie relevanten Tumortherapieverfahren nochmals ausführlich mit Ihnen und Ihren Angehörigen besprochen, bevor die eigentliche Tumortherapie eingeleitet wird. Wir legen nicht nur Wert darauf, mit modernsten Diagnostik- und Therapieoptionen eine optimale Therapie zu erzielen, sondern begleiten unsere Patienten während der gesamten Erkrankung und darüber hinaus mit medizinischer und psychoonkologischer Unterstützung. Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit, sich eine Zweitmeinung an einer anderen Klinik mit Erfahrung auf dem Gebiet der Behandlung von Kopf-Halstumoren einzuholen.       

Patienten, bei denen im Anschluß an eine Tumoroperation im Kopf-Halsbereich eine adjuvante (=zusätzliche, unterstützende) Strahlentherapie +/- Chemotherapie bzw. eine primäre, definitive Strahlentherapie durchgeführt wird, benötigen gelegentlich für einen definierten kurzen Zeitraum eine PEG-Sonde (=im Magen liegende Ernährungssonde). Ein Grund für die PEG-Sonde ist u.a. eine nicht ausreichende transorale Ernährung, welche jedoch für den Krankheits- und Genesungsverlauf sehr wichtig ist. Die PEG-Sonde, welche regelmäßig von einer Fachschwester für PEG-Sonden am Klinikum Bremen Mitte gepflegt und überprüft wird, dient der Sicherstellung einer ausreichenden Ernährung über den gesamten Zeitraum der Tumortherapie und ggf. auch darüber hinaus. Sobald eine vollständig selbst durchgeführte Ernährung über den natürlichen Speiseweg des Mund-Rachenbereiches gewährleistet ist, kann die PEG-Sonde problemlos wieder entfernt werden.

Zahnsanierung

Vor einer Strahlentherapie werden alle Tumorpatienten in der Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie im MVZ des Klinikums Bremen Mitte oder bei Ihrem Zahnarzt der Wahl vorgestellt. Grund hierfür ist das Risiko einer Zahn-bedingten Osteoradionekrose (=Strahlen-bedingtes Absterben bzw. Infektion des Kieferknochens), welche sehr selten im Rahmen einer Strahlentherapie auftreten kann. Um diese Komplikation zu vermeiden, ist es daher zwingend erforderlich, dass der Zahnstatus vor einer Strahlentherapie überprüft und ggf. eine Zahnsanierung eingeleitet wird.

Tumornachsorge

Auch in der Zeit nach Abschluss der Therapie führen wir engmaschige Kontrollen im Rahmen unserer wöchentlich stattfindenden Tumornachsorgesprechstunden (Leitung Koordinator des Kopf-Hals-Tumor-Zentrums T. Zubi) durch. Zahlreiche Studien auf dem Gebiet der Tumorerkrankungen in allen Fachbereichen haben eindeutig zeigen können, dass nach Therapie einer Tumorerkrankung regelmäßige, fachärztliche Tumornachsorgeuntersuchungen essenziell für die Prognose bzw. für die Früherkennung eines möglichen Rezidivtumors ist. Je früher ein Rezidivtumor erkannt wird, desto schneller und meist auch effektiver kann mit einer weiteren Tumortherapie begonnen werden. Auch, wenn bislang man keine genauen Aussagen über die Tumorentstehung machen kann, so besteht in allen Fachbereichen der Medizin Konsens darüber, dass eine regelmäßige Tumornachsorge essenziell für Sie ist.

Am Kopf-Hals-Tumor-Zentrum Bremen-Mitte wird für Sie in enger Kooperation mit den niedergelassenen HNO-Ärzten ein Plan für eine regelmäßige Tumornachsorge entworfen und abgesprochen. Zusätzlich erhalten alle Tumorpatienten ein sogenannten Tumornachsorge-kalender, in dem alle wichtigen Daten und Befunde Ihrer Tumorerkrankung und bisherigen Therapie sowie alle weiteren wichtigen Nebenerkrankungen von jedem behandelnden Arzt/Ärztin dokumentiert werden. Weiterhin gibt es eine bundesweite Vorschrift für die Meldung von Tumorneuerkrankungen, wobei relevante Daten Ihrer Tumorerkrankung dem Bremer Krebsregister schriftlich gemeldet werden.

Für weitere Fragen stehen Ihnen alle Mitarbeiter des Kopf-Hals-Tumor-Zentrums Bremen-Mitte gerne zur Verfügung.

Leitsatz:

Unser Handeln richtet sich nach dem Leitsatz: „Das Bremer Kopf-Hals-Tumor-Zentrum – Interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Wohle des Patienten!"

Notfall

Unsere Notfallaufnahmen:

Klinikum Bremen-Mitte

(0421) 497-2020


Notfallambulanz in der Kinderklinik
(0421) 497-5416

Klinikum Bremen-Nord

(0421) 6606-1443


Notfallambulanz in der Kinderklinik
(0421) 6606-1371

Klinikum Bremen-Ost

(0421) 408-1291

Klinikum Links der Weser

(0421) 879-1206


Notfallambulanz in der Kinderklinik
(0421) 879-1478

Im Notfall
Giftnotruf Niedersachsen/Bremen
 0551 19240

Ärztlicher Bereitschaftsdienst
 116117
Die Bereitschaftsdienste der Kassenärztlichen Vereinigung sind über die bundesweite Rufnummer 116 117 zu erreichen. Der Bereitschaftsdienst stellt sicher, dass Patienten außerhalb der üblichen Praxis-Sprechstundenzeiten ärztlich versorgt werden, abends, an den Wochenenden und an Feiertagen

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