Bösartige Tumoren der Kopf Hals Region zählen heutzutage zu den häufigsten Krebsdiagnosen in unserer Gesellschaft. Dazu zählen Tumoren des Kehlkopfes, des Rachens, der Mundhöhle, der Nasennebenhöhlen aber auch der Speicheldrüsen, der Rhino- und Otobasis, Tumoren der Haut, des Ober- und des Unterkiefers sowie der angrenzenden Weichgewebe. Um jeden Patienten zeitnah und individuell optimal behandeln zu können, sind eine Reihe von Qualitätsstandards notwendig. Aufgrund der Maximalversorgung am Standort Klinikum Bremen Mitte ist es uns durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen wie auch mit Kooperationspartnern und niedergelassenen Kollegen möglich, für jeden Patienten das ideale Therapiekonzept zu erarbeiten und lückenlos durchzuführen. Das Kopf-Hals-Tumorzentrum am Klinikum Bremen Mitte bietet als Zusammenschluss der Kliniken für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie die optimale Option, eine umfassende Patientenbetreuung zu gewährleisten. Mit den modernen chirurgischen, mikrochirurgisch-rekonstruktiven und minimalinvasiven Techniken können im Rahmen der chirurgischen Tumorentfernung heutzutage funktionell und ästhetisch hervorragende Ergebnisse erzielt werden.

In enger Zusammenarbeit mit der onkologischen und strahlentherapeutischen Abteilung unseres Hauses wird im Rahmen der wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen ein auf jeden Patienten ideal abgestimmtes Therapiekonzept entwickelt und umgesetzt. Insbesondere achten wir auf den Erhalt der Lebensqualität bei unseren Patienten.

So legen wir nicht nur Wert darauf, mit modernsten Diagnostik- und Therapieoptionen eine optimale Therapie zu erzielen, sondern begleiten unsere Patienten während der gesamten Erkrankung und darüber hinaus mit medizinischer und psychoonkologischer Unterstützung. Auch in der Zeit nach Abschluss der Therapie führen wir engmaschige Kontrollen im Rahmen unserer wöchentlich stattfindenden Tumornachsorgesprechstunden durch.

Wir freuen uns darauf, Ihre Fragen zu beantworten und ein ideales Behandlungskonzept anbieten zu können.


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Klinikum Bremen-Mitte
Hals-Nasen-Ohrenklinik, Plastische Operationen und Spezielle Schmerztherapie
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28205 Bremen
 0421 497-71602
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Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und plastische Operationen
St.-Jürgen-Str. 1
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Erklärvideo: Was sind Kopf-Hals-Tumore?


Die wichtigsten Fragen und Antworten

zu Kopf-Hals-Tumoren

Was sind typische Symptome?

Woran merke ich, dass ich einen Tumor im Hals oder Kopfbereich haben könnte? Typische Anzeichen/Symptome für eine Tumorerkrankung im Kopf-Hals-Bereich sind Schwellungen und Schmerzen im Halsbereich, regelmäßig wiederkehrende Blutungen aus dem Mundbereich, Störungen der Motorik der Zunge mit konsekutiven Sprechstörungen oder Essstörungen, Gewichtsverlust unklarer Ursache, länger anhaltende Ohrenschmerzen, Stimmveränderungen wie Heiserkeit länger als 2-3 Wochen, anhaltenden Schluckbeschwerden länger als 3 Wochen

Wie gefährlich sind Kopf-Hals-Tumore

In den letzten 20 Jahren konnte anhand zahlreicher internationaler Studien ein deutlicher Anstieg an Krebserkrankungen im Kopf-Hals-Bereich nachgewiesen werden. So machen Kopf-Hals-Tumoren fünf Prozent aller Krebserkrankungen weltweit aus. Aufgrund der teilweise unspezifischen Symptome oder aus Angst z.B. auch vor Corona, gehen die Patienten oftmals erst in einem Spätstadium der Erkrankung zum Arzt. Weltweit gab es 2008 mehr als 600.000 neue Fälle von bösartigen Kopf-Hals-Tumoren, wovon 350.000 zum Tode führten.

Wie kann ich vorbeugen?

Die beste Prävention ist eine ausreichende Information der Bremer Bürger über die typischen Anzeichen und Frühsymptome von Kopf-Hals-Tumoren, die einen frühzeitigen Arztbesuch nach sich ziehen. Zusätzlich sollten typische Risikofaktoren für eine Tumorentstehung im Kopf-Hals-Bereich wie Alkoholkonsum, Nikotinkonsum vermieden werden. Eine gesunde ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensführung mit ausreichender Bewegung wie sportliche Aktivitäten reduzieren das Risiko einer Tumorerkrankung insgesamt.


Wie wird ein Kopf-Hals-Tumor entfernt?

Abhängig von der Art des Tumors, der Lage des Tumors, der Größe des Tumors sowie des allgemeinen körperlichen Gesundheitszustandes des Patienten wird nach Diagnosestellung der Tumorerkrankung mittels einer Biopsie eine sogenannte Staging-Untersuchung zum Ausschluss von Fernmetastasen (= Tochtergeschwülste) durchgeführt. Anschließend wird der Patient in unserem von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertem Kopf-Hals-Tumorzentrum Bremen Mitte im Rahmen einer Tumorkonferenz mit allen entsprechenden relevanten Befunden des Patienten vorgestellt. Die Tumorkonferenz besteht dabei aus einem Gremium von Experten mit Schwerpunkt Kopf Hals Tumor-Erkrankungen und den verschiedenen Fachdisziplinen, welche für die Therapie des Tumors relevant sind. Hierzu zählen u.a. die Fachdisziplinen der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, der Strahlentherapie, der Pathologie, der Hämatom-Onkologie sowie der Radiologie. Im Rahmen dieser Tumorkonferenz wird die Behandlung nach den derzeit geltenden Leitlinien der Onkologie und den aktuellen, nationalen und internationalen Studienergebnisse für Kopf-Hals-Tumoren beurteilt und individuell für den Patienten empfohlen. Kriterien wie postoperative Lebensqualität, körperliche Allgemeinzustand sowie funktionelle zu erwartende Ausfälle nach Therapie (Operation inklusive Defektrekonstruktion mit gestielten und freien Lappen, Strahlentherapie, systemische Chemotherapie sowie die Kombination aus allen 3 Therapieformen) werden dabei bei der Festlegung des Therapie Regimes für die Tumorerkrankung für jeden Patienten individuell berücksichtigt.

Wer macht die Früherkennung?

Die Früherkennung insbesondere von Kopf-Hals-Tumoren erfolgt in der Regel über den Facharzt der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde oder der Mundkiefer-Gesichtschirurgie. Mitunter stellen sich Patienten mit ersten Symptomen zunächst beim Facharzt für Zahnheilkunde vor, der dann eine auffällige Läsion zum Beispiel im Zungenbereich feststellt und dann an den HNO-Spezialisten für Kopf-Halstumore weiterleitet. Natürlich spielen auch die Hausärzte eine besondere Rolle bei der Früherkennung, da viele Patienten zunächst wegen unspezifischer Beschwerden zu Ihrem Hausarzt gehen, der dann den Patienten wegen z.B. einer unklaren Halsschwellung, Stimmstörung  oder Schluckbeschwerden zum HNO-Facharzt weiterleitet.      


In welchem Alter entstehen die meisten derartigen Tumore?

Obwohl Männer 2-3 mal häufiger an Kopf-Hals-Tumoren erkranken als Frauen, ist die Tumorinzidenz bei Frauen steigend. Kopf-Hals-Tumoren treten vor allem bei über 40-jährigen auf, aber auch bei jüngeren Patientin steigt die Wahrscheinlichkeit, an dieser Krebsformen zu erkranken.

Welche Rolle spielt Mundpflege?

Die Mundhygiene ist eine wichtige Prophylaxe für die Entwicklung von Tumorerkrankungen insbesondere im Bereich der Mund- und Rachenschleimhaut. So können defekte, nicht sanierte Zähne oder Zahnfehlstellungen mit permanenten Druck auf zum Beispiel den Zungenrand als prädisponierender Faktor für die Tumorentstehung durch mechanischen dauerhaften Belastung gewertet werden.

Können auch Nichtraucher Kehlkopfkrebs bekommen?

Ja, auch Nichtraucher können einen Kehlkopfkrebs bekommen. Neuere Studien konnten zeigen, dass teilweise Schadstoffe im Zigarettenrauch, der von umgebenen Personen eingeatmet wird (Mit-Raucher), zum Teil ein höheres Potenzial für eine Tumorentstehung zeigt, als für den Raucher selbst. So kann auch ein nicht-rauchender Angehöriger einen Kehlkopfkrebs auf Grund des sekundären Mitrauchens entwickeln.  

Wie viele Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren gibt es durchschnittlich im Jahr?

In unserem Kopf-Hals-Tumorzentrum Bremen Mitte werden durchschnittlich pro Jahr ca. 150 Neuerkrankungen von Tumoren im Kopf-Hals-Bereich behandelt. Zusätzlich werden ca. 10-20 Rezidiv-Tumorerkrankungen pro Jahr therapiert.


Leitung und Koordination

Klinikdirektor

Prof. Dr. Andreas Naumann
Leiter Kopf-Hals-Tumorzentrum
 (0421) 497 - 71602
 (0421) 497 - 1971699
 Andreas.Naumann@Klinikum-Bremen-Mitte.de

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Klinikdirektor

Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Jan Rustemeyer
Leiter Kopf-Hals-Tumorzentrum
 (0421) 497 - 2450
 (0421) 497 - 2452
 jan.rustemeyer@klinikum-bremen-mitte.de

Publikationen: PubMed >>

Tarek Zubi

Oberarzt
Koordination Kopf-Hals-Tumorzentrum
Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

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Alex Melenberg

Oberarzt
Koordination Kopf-Hals-Tumorzentrum
Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

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Notfall

Unsere Notfallaufnahmen:

Klinikum Bremen-Mitte

(0421) 497-2020


Notfallambulanz in der Kinderklinik
(0421) 497-5416

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(0421) 6606-1443


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Klinikum Bremen-Ost

(0421) 408-1291

Klinikum Links der Weser

(0421) 879-1206


Notfallambulanz in der Kinderklinik
(0421) 879-1478

Im Notfall
Giftnotruf Niedersachsen/Bremen
 0551 19240

Ärztlicher Bereitschaftsdienst
 116117
Die Bereitschaftsdienste der Kassenärztlichen Vereinigung sind über die bundesweite Rufnummer 116 117 zu erreichen. Der Bereitschaftsdienst stellt sicher, dass Patienten außerhalb der üblichen Praxis-Sprechstundenzeiten ärztlich versorgt werden, abends, an den Wochenenden und an Feiertagen

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