
Unser Eltern-Kind-Zentrum verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der interdisziplinären Behandlung von Kindern mit Fehlbildungen der Speiseröhre.
Die angeborene Ösophagusatresie ist eine seltene Fehlbildung der Speiseröhre (Ösophagus), bei der diese nicht vollständig angelegt ist. Statt einer durchgehenden Verbindung zwischen Mund und Magen endet die Speiseröhre blind oder ist fehlgeleitet, oft mit einer Verbindung zur Luftröhre (tracheoösophageale Fistel).
Die genaue Ursache ist nicht bekannt, aber man vermutet eine Störung in der Entwicklung des Ösophagus während der frühen Schwangerschaft. In vielen Fällen tritt die Fehlbildung isoliert auf, sie kann jedoch auch mit anderen Anomalien, wie Herzfehlern oder Nierenfehlbildungen, verbunden sein.
Die Diagnose erfolgt oft schon vor oder kurz nach der Geburt. Die Ösophagusatresie muss zeitnah operativ behandelt werden. Dabei wird möglichst primär die unterbrochene Speiseröhre wiederhergestellt und eine meist vorhandene Verbindung zur Luftröhre verschlossen.
Bis zur Operation erfolgt die Behandlung des neugeborenen Kindes auf der Kinderintensivstation, nach der Operation und der anschließenden intensivmedizinischen Behandlung erfolgt die weitere Betreuung auf der Normalstation der Kinderchirurgie im gleichen Gebäude.
Die Prognose der Ösophagusatresie ist heute sehr gut, insbesondere bei isolierten Formen der Erkrankung. Dennoch können langfristige Folgen wie Ernährungsprobleme oder wiederholte Lungenprobleme auftreten, die individuell und interdisziplinär in unserem Eltern-Kind-Zentrum behandelt werden. Aus diesem Grund bieten wir eine strukturierte Nachsorge entsprechend der gängigen Empfehlungen (z.B. KEKS e.V.) an.
Dank moderner Behandlungsverfahren können die meisten betroffenen Kinder ein weitgehend normales Leben führen.
Ihr Ansprechpartner zum Thema Ösophagusatresie
Dr. Daniel Eismann
Facharzt für Kinderchirurgie
Fellow of the European Board of Pediatric Surgery (FEBPS)
daniel.eismann@klinikum-bremen-mitte.de




















