Diagnostische Möglichkeiten bei Frauen mit Harninkontinenz

Frauen sind besonders häufig von Blasen- oder Beckenbodenschwäche betroffen. Durch Geburten, Bindegewebsschwäche, körperliche Überlastung oder nach Operationen kann ihr Beckenboden geschädigt sein. In der Folge kann es zu Funktionsstörungen der Blase oder des Darms kommen. Häufig liegt auch eine Senkung von Gebärmutter, Scheide, Blase oder Darm vor, die durch eine Schwäche des Halteapparates ausgelöst wird. Auch wenn ältere Frauen mit vorausgegangenen Geburten häufiger an Inkontinenz leiden, können auch junge Frauen, die noch nicht geboren haben, genauso betroffen sein.

Wir führen jeden Mittwoch und Donnerstag urogynäkologische Untersuchungen einschließlich urodynamischer Messungen durch und möchten Ansprechpartner für Patientinnen mit Kontinenz- und Senkungsbeschwerden des Genitale sein. Wichtig ist uns eine enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen, mit Physiotherapeuten, Urotherapeuten, Proktologen, Urologen und natürlich mit unseren Hausärzten. Die Diagnostik der Harninkontinenz beinhaltet immer eine Suche nach deren Ursachen, um eine effektive Therapie initiieren zu können.

Dazu bieten wir neben den urodynamischen Untersuchungen auch folgendes an:

Sollten Sie Fragen haben oder an Harninkontinenz leiden, wenden Sie sich bitte an die urogynäkologische Sprechstunde:

Ambulanz 3
 (0421) 497 77300

Dort werden Sie eingehend untersucht und umfassend beraten.

Anamnese

Harninkontinenz löst zum Teil recht spezielle Symptome aus. Durch ein gezieltes Befragen der Patienten können richtungsweisende Informationen über die Form und den Schweregrad der Blasenschwäche erhalten werden. Da Medikamente oftmals die Blasenfunktion beeinflussen und dies vielfach nicht bekannt ist, ist es unbedingt notwendig über die Art und Dosis der aktuellen Medikation informiert zu sein. Zur Konsultation sollte also unbedingt eine aktuelle Medikamentenliste mitgebracht werden.

Die Diagnostik bei harninkontinenz dient dem Ziel der genauen Identifizierung der Störung und der Abgrenzung der einzelnen Inkontinenzformen. Dies ist besonders wichtig, da in vielen Fällen als Hauptsymptom eine Blasenschwäche geschildert wird. Wir sehen die Inkontinenz als Symptom, deren Ursachen zu klären ist. Erst dann ist auch eine zielgerichtete Therapie möglich.

Urodynamik

Die urodynamische Untersuchung dient der Unterscheidung der einzelnen Inkontinenzformen. Sie wird auch als sogenannte Blasendruckmessung bezeichnet und íst wichtig für eine richtige Therapieentscheidung.

Gemessen werden der Blasendruck, die Druckveränderung bei Blasenfüllung, die Urethallänge und der Urethaldruck in Ruhe sowie beim Hustentest. Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft und dauert ca. 10 Minuten. Über einen dünnen Meßkatheter werden die Druckveränderungen in der Harnblase und in der Harnröhre gemessen. Computergestützt werden dann eine Füllkurve, eine Ruhe-Verschlußdruckkurve und eine Streß-Verschlußdruckkurve erstellt. Bei langsamer und gleichförmiger Blasenfüllung sollte der Druck in der Blase gleichförmig ansteigen. Aufgrund der Elastizität der Harnblase sollte die erste Füllung ohne nennenswerten Druckanstieg geschehen. Ist dies nicht der Fall und der Druck steigt frühzeitig und unstetig, so kann dies ein Hinweis auf eine überaktive Blase sein. Hustet die Patientin mit voller Blase und steigt damit der Blasendruck über den sogenannten Verschlußdruck der Harnröhre, so kann dies ein Hinweis auf eine sogenannte Belastungsinkontinenz sein. Aber es gibt auch Mischformen. Hier liegen dann Symptome der Belastungsinkontinenz ebenso wie Symptome der überaktiven Blase gleichzeitig vor.

Zystoskopie

Die Zystoskopie, auch als Blasenspiegelung bezeichnet, dient der Beurteilung der Harnblase und der Harnröhre "von innen". Zu beurteilen sind die Innenauskleidung der Harnblase, die Einmündung der Harnleiter in die Harnblase und die Gestalt der Harnröhre. Schäden an der Blasenwandauskleidung (Urothel) können durch wiederkehrende Blasenentszündungen entstehen und damit Reizblasensymptome (ständiger Harndrang, häufiges Wasserlassen, nächtliches Wasserlassen) verursachen. Aber auch Veränderungen der Blasenwand durch Blasentumore oder Blasensteine lassen sich durch die Blasenspiegelung feststellen. Häufig findet sich auch eine geschädigte Blasenwand durch Hormonmangel (Atrophie). Aufgrund der kurzen Harnröhre bei der Frau (ca. 18-35 mm) sind Blasenspiegelungen mit einer nur wenige Millimeter starken Optik problemlos möglich. Diese Untersuchung wird nur in besonderen Fällen eingesetzt, um eine Blasenstörung abzuklären.

Bakteriologische Untersuchung

Für die bakteriologische Untersuchung zum Nachweis von Bakterien und Pilzen ist eine Menge von 5-10 ml Urin ausreichend. Für den Nachweis von Mykobakterien muß eine größere Urinmenge (am besten Morgenurin) von etwa 50-100 ml in einem sterilen, fest verschlossenen Gefäß eingesandt werden. Die Untersuchung sollte ggf. dreimal durchgeführt werden, um eine Urogenitaltuberkulose mit der nötigen Sicherheit ausschließen zu können.

Wegen der möglichen Kontamination von Mittelstrahl- und Katheterurin mit Standortflora der vorderen Urethra werden Urinkulturen quantitativ untersucht. Bei allen Urinarten spielt auch der mikroskopische Befund des Urinsediments eine wichtige Rolle bei der Beurteilung (z. B. Leukozyten?).

 

Pelvic Organ Prolapse Quantification (POPQ)

Das Pelvic Organ Prolapse Quantification (POPQ) System stellt eine der häufigsten internationalen Einteilungen in der Descensuschirurgie dar. Unter der Nutzung des POPQSystems werden zum einen die Lokalisation der defekten Strukturen und zum anderen die Quantifizierung des Schweregrades des Descensus bestimmt. POPQ bietet dem Untersucher eine standardisierte, quantitative und reproduzierbare Gradeinteilung des Descensus und Prolaps genitalis.

Bonney-Test

Ziel dieser Untersuchung ist das quantitative Erfassen der Harnröhrenbeweglichkeit (urethrale Hypermobilität). Dabei wird ein steriles, angefeuchtetes Wattestäbchen in die Harnröhre eingeführt. Während die Patientin presst misst man den Winkel, der durch das Wattestäbchenende beschrieben wird.

Bei nachgewiesenem Urinverlust beim Husten wird die Harnröhre stabilisiert und der Urinverlust beim Husten erneut beurteilt.

Fisteldiagnostik

Fisteln sind Entzündungen, die unterschiedlich viele Hautschichten betreffen können.  Bei der Fisteldiagnostik kann bereits die Inspektion der Perianalregion Hinweise auf ein äußeres Fistelostium geben. Häufige Ursache sind Abszesse im Bereich der Krypten des Afters/Anus innerhalb des Enddarms, die Anschluss an die Proktodealdrüsen erlangen.  Die Fisteln selbst als Folgezustand der Entzündung machen relativ wenig Beschwerden und fallen am ehesten durch fortwährende Sekretionen am After auf. Falls die Fistel aber anfängt zu bluten, kann das zu erheblichen Schmerzen führen, da man die Blutung nicht so einfach stoppen kann. Eine Entzündung ist dann wahrscheinlich.

Die Diagnose wird durch Inspektion, Palpation und Rektoskopie gestellt. Fisteln sind oft nur bei Untersuchung in Narkose aufzufinden. Komplexe Fistelverläufe (z.B. bei Morbus Crohn) können durch eine MRT des Beckenbodens dargestellt werden. Bei unklarem Flstelverlauf und starker Schmerzhaftigkeit sollte eine eingehendere Untersuchung erst in Narkose erfolgen. Bei komplizierteren Fisteln ist als Ausnahmefall die direkte, röntgenologische Fisteldarstellung mit Kontrastmittel (Fistulographie) angezeigt.

Notfall

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