Video-Einblick in die Palliativstation
Unsere Palliativstation – Zurück zu mehr Lebensqualität
Vielleicht überrascht es Sie: Das Wort „palliativ“ bedeutet „lindernd“ und stammt vom lateinischen „pallium – Mantel“. Genauso verstehen wir unsere Aufgabe: Wie ein schützender Mantel möchten wir Menschen mit einer fortschreitenden, unheilbaren Erkrankung Wärme und Sicherheit geben. Wir möchten den Stress lindern und für Ihre Entlastung sorgen.
In der palliativmedizinischen Versorgung stellen wir Ihre Probleme und Ihre damit verbundenen Bedürfnisse in den Mittelpunkt, nicht Ihre Erkrankung. Ziel ist die Linderung von belastenden Symptomen und somit eine Verbesserung oder Erhaltung der Lebensqualität, nicht eine Lebensverlängerung um jeden Preis.
Was wir für Sie tun können
„Medizinische Begleitung, die entlastet!“
Wenn eine Erkrankung nicht mehr heilbar ist, können Ihnen Beschwerden wie Schmerzen, Übelkeit, Atemnot oder starke Erschöpfung den Alltag sehr schwer machen. Auch Ängste oder Stimmungsschwankungen können stark belasten.
Auf unserer Palliativstation behandeln wir diese Symptome gezielt und wirksam, damit Sie wieder mehr Ruhe, Kraft und Lebensqualität verspüren. Wir helfen dabei, Ihre Beschwerden zu reduzieren – nicht nur mit Medikamenten, sondern auch mit ergänzenden Angeboten:
• Sozialdienst / Casemanagement
• Physiotherapie
• Psychologie
• Musiktherapie
• Kunsttherapie
• Seelsorge
• ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter
So verbessern wir Ihr Wohlbefinden und erleichtern Ihren Alltag.
Ein Aufenthalt dauert bei uns im Durchschnitt etwa 14 Tage. Die individuelle Aufenthaltsdauer hängt vom Einzelfall ab.
Auf der Station begleitet Sie unser erfahrenes Team. Wir sind für Sie da – egal, ob es um medizinische Hilfe, Ihre Ängste und Sorgen oder familiäre Fragen geht. Wir haben Ihre Familie mit im Blick, helfen mit dem Papierkram oder der Organisation für die Zeit danach. Bei uns gibt es Raum für Sinnfragen, den eigenen Glauben oder einfach das, was dem Leben Sinn gibt.
Unser multiprofessionelles Team setzt sich zusammen aus:
Fachärztinnen und Fachärzten mit der anerkannten Zusatzbezeichnung Palliativmedizin und langjähriger Erfahrung
Pflegefachpersonen, die speziell im Bereich der Palliativpflege (Palliative Care) geschult und erfahren sind
… sowie weiteren, speziell für die Palliativmedizin geschulten Fachkräften aus den Bereichen:
• Sozialdienst / Casemanagement
• Physiotherapie
• Psychologie
• Musiktherapie
• Kunsttherapie
• Seelsorge
• ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter
„Alle arbeiten Hand in Hand, um Ihre Beschwerden zu lindern, Sie zu stärken und Ihnen und Ihren Angehörigen neue Perspektiven im Alltag zu eröffnen.“
Die Säulen unserer Begleitung
Mehr Kraft für den Alltag
Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Beweglichkeit zu verbessern, Energie zurückzugewinnen und wieder mehr Selbstbestimmtheit zu erleben. Kleine Fortschritte können große Erleichterung bringen – und genau darauf arbeiten wir gemeinsam hin!
Eine unheilbare Erkrankung bringt oft Ängste, Traurigkeit oder das Gefühl des Kontrollverlusts mit sich. Wir begleiten Sie und Ihre Angehörigen dabei, diese Gefühle zu verstehen und Wege zu finden, damit umzugehen. Dazu gehört unter anderem:
• Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung
• Umgang mit dem Verlust von Selbstständigkeit
• Klärung offener Themen oder familiärer Konflikte
Wir stehen Ihnen als einfühlsame Gesprächspartner und neutrale Vermittler zur Seite.
Vielleicht stellen Sie sich in Ihrer jetzigen Lebensphase folgende Fragen:
• „Warum passiert mir das?“
• „Wie finde ich inneren Frieden?“
Wir bieten Raum für Gespräche über Glauben, Werte und persönliche Überzeugungen – vollkommen unabhängig von Religion oder Weltanschauung.
Eine unheilbare Erkrankung betrifft nicht nur Sie und Ihren Körper, sondern auch Ihr soziales Umfeld. Dabei entstehen oft Sorgen und Nöte:
• „Wie geht es zu Hause weiter?“
• „Wer unterstützt meine Familie?“
• „Welche finanziellen Hilfen gibt es?“
Unser Sozialdienst / Casemanagement unterstützt Sie unter anderem bei:
• Anträgen für Pflegegrade
• Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung
• Organisation einer ambulanten Weiterbetreuung
Wir sorgen dafür, dass Sie und Ihre Angehörigen gut begleitet sind.
• Schnelle Linderung von belastenden Symptomen
• Mehr Lebensqualität
• Stärkung des körperlichen, seelischen und spirituellen Wohlbefindens
• Unterstützung im Umgang mit der Erkrankung
• Förderung Ihrer eigenen Kräfte
• Entlassung in die Umgebung, die Sie sich wünschen, sobald eine Stabilisierung erreicht ist
Manchmal gelingt eine Stabilisierung trotz aller Bemühungen nicht. Wenn eine Rückkehr nach Hause nicht möglich ist, bleiben wir an Ihrer Seite. Gemeinsam mit Ihnen und Ihren Angehörigen besprechen wir behutsam, welche nächsten Schritte gut und sinnvoll sind. Zeichnet sich das Lebensende ab, ermöglichen wir den Patienten ein würdevolles Sterben auf unserer Palliativstation.
• 12 Einzelzimmer: Jedes Zimmer verfügt über eine eigene Terrasse mit Blick ins Grüne.
• Eine große Wohnküche: Für gemeinsame Mahlzeiten, Gespräche, aber auch als Rückzugsort.
• Eine Therapiebadewanne.
• Einen Raucherraum: Hier können Patientinnen und Patienten ihrem Bedürfnis nach einer Zigarette in Ruhe nachgehen.
Wir haben keine festen Besuchszeiten. Natürlich sind Kinder jeden Alters ganz herzlich bei uns willkommen. Ihre Angehörigen können Sie jederzeit auf der Palliativstation besuchen, sofern Sie das wünschen.
Auch Übernachtungen sind möglich – entweder direkt bei Ihnen mit im Zimmer oder im separaten Angehörigenzimmer.
Die Palliativstation ist eine spezialisierte Krankenhausstation. Dies bedeutet, dass hier keine Dauerversorgung erfolgen kann. Gemeinsam mit Ihnen und Ihren Angehörigen besprechen und planen wir rechtzeitig die Zeit nach der Palliativstation.
Unsere Station ist keine „Sterbestation“. Ziel der Behandlung und Betreuung ist es, eine Weiterbetreuung zu Hause oder in einer anderen Einrichtung (z. B. einem Pflegeheim oder einem Hospiz) zu ermöglichen.
Wichtig für die Anschlussversorgung: Bei Bedarf können Sie nach der Entlassung zu Hause weiter durch unsere Ärztinnen und Ärzte des ambulanten Palliativdienstes Bremen betreut werden: PalliativTeam Bremen (SAPV-Dienst).
Informationen zu unserer Aufnahme
„Wie kommen Sie zu uns?“
Die Aufnahme auf unsere Palliativstation erfolgt, wenn eine weit fortgeschrittene, unheilbare Erkrankung vorliegt, deren belastende Symptome (wie Schmerzen, Atemnot, Übelkeit) ambulant oder auf einer Normalstation nicht ausreichend kontrolliert werden können. Das Ziel ist die Linderung und Stabilisierung.
Die Kosten von Behandlung und Aufenthalt werden – wie bei anderen Krankenhausaufenthalten auch – von den Krankenkassen übernommen.
Medizinische Voraussetzungen: Eine fortschreitende, unheilbare Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung, bei der das Therapieziel rein auf die Lebensqualität und Symptomkontrolle ausgerichtet ist.
Pflegerischer & psychosozialer Bedarf: Eine komplexe Symptomlast oder eine akute psychosoziale Krise, die ambulant (auch durch die SAPV) oder im Pflegeheim nicht mehr ausreichend versorgt werden kann.
Ziele & Rahmenbedingungen: Die Behandlung setzt das Einverständnis des Patienten voraus. Der Aufenthalt ist zeitlich befristet mit dem Ziel, den Zustand so weit zu stabilisieren, dass eine Entlassung nach Hause, in ein Hospiz oder eine Pflegeeinrichtung möglich wird.
Durch Fachärzte: Eine stationäre Einweisung kann entweder durch den behandelnden Hausarzt, einen anderen Facharzt (z. B. Onkologen) oder durch ein SAPV-Team (spezialisierte ambulante palliativmedizinische Versorgung) erfolgen. In diesem Fall planen wir gemeinsam eine direkte Aufnahme auf unsere Station. Für die palliativstationäre Behandlung ist eine Krankenhauseinweisung notwendig.
Per Verlegung: Darüber hinaus ist nach vorheriger Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eine Verlegung aus anderen Krankenhäusern oder auch von anderen Stationen unseres Krankenhauses möglich.
„Wenn die Aufnahme auf eine Palliativstation notwendig wird, zählt oft jeder Tag.“
Uns ist bewusst, in welcher emotionalen und körperlichen Ausnahmesituation Sie und Ihre Familie sich befinden. Unser oberstes Ziel ist es, Ihnen so schnell und unkompliziert wie möglich zu helfen.
Da unsere Station nur über eine begrenzte Anzahl an Betten verfügt, lässt sich eine Wartezeit leider nicht immer vermeiden. Uns ist es wichtig, Ihnen gerade in dieser Phase der Ungewissheit als verlässlicher Partner zur Seite zu stehen.
„Wir lassen Sie nicht allein und begleiten Sie während der Wartezeit!“
Eine Warteliste bedeutet für uns kein passives Abwarten. Sobald Sie oder Ihre Angehörigen bei uns angemeldet sind, beginnt unsere Unterstützung – egal, wo Sie sich gerade befinden.
Wir bleiben während der Wartezeit regelmäßig mit Ihnen in Verbindung, um uns nach Ihrem Befinden zu erkundigen, Sie bei der Symptomkontrolle zu beraten und das weitere Vorgehen flexibel anzupassen.
Unterstützung im Krankenhaus (stationäre Palliativdienste): Werden Sie aktuell im Krankenhaus behandelt? Spezialisierte Palliativdienste kommen bei Bedarf direkt ans Krankenbett, um Schmerzen oder Atemnot zu lindern. Die Teams stehen im engen Austausch mit unserer Palliativstation, um Ihre Verlegung zu uns optimal vorzubereiten.
Zusammenarbeit mit Pflege- und Stationsteams im Krankenhaus: Wir arbeiten Hand in Hand mit den behandelnden Fachleuten vor Ort. Durch diesen direkten Informationsfluss wissen wir jederzeit, wie es Ihnen geht, und können bei einem freien Bett sofort reagieren.
Zusammenarbeit mit ambulanten Diensten für zu Hause: Sollten Sie sich noch in den eigenen vier Wänden befinden, arbeiten wir eng mit ambulanten Palliativdiensten (SAPV) und Hospizvereinen zusammen, um Ihre Versorgung vor Ort bis zur Aufnahme bestmöglich abzusichern.
Die Situation in der Palliativmedizin kann sich schnell dynamisch verändern. Bitte zögern Sie nicht, uns anzurufen, wenn:
• sich Ihr gesundheitlicher Zustand akut verschlechtert.
• die Pflege und Betreuung zu Hause die Belastungsgrenzen Ihrer Angehörigen überschreitet.
• dringende Fragen zur Schmerztherapie oder Symptomlinderung auftreten.
Für Fragen zur Wartezeit erreichen Sie unser Aufnahmeteam von Montag bis Freitag zu Bürozeiten.
Außerhalb von Bürozeiten, melden Sie sich bitte nur in dringenden Notfällen:
Palliativstation Dienstzimmer (immer erreichbar)
Phone (0421) 879 1650
Fax (0421) 879 1647
Sozialdienst Palliativstation
(0421) 879 4874
Wie Sie uns erreichen
Palliativstation
(0421) 879-1650
(0421) 879-1647
Unsere Arbeit wird vom „Förderverein Palliativstation am Klinikum Links der Weser e.V.“ unterstützt. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage: www.palliativ-bremen.de


Klinikleitung Klinik für Palliativmedizin - Bremen
Dr. med. Katja Fischer MSc
Chefärztin
(0421) 879 - 1786
k.fischer@gesundheitnord.de
Weitere Informationen >>
Tanja Warrelmann
Klinikpflegeleitung
(0421) 879 - 1294
tanja.warrelmann@gesundheitnord.de
Palliativstation Dienstzimmer
(0421) 879 - 1650
(0421) 879 - 1647
Sozialdienst Palliativstation
(0421) 879 4874











