Mit den rund 80 vollstationären Betten und fünf Plätzen in der neurologischen Tagesklinik ist die Neurologie am Klinikum Bremen-Ost auch bundesweit eine große Klinik. Zum behandlungssprektrum zählen natürlich Spezialambulanzen, die Schlaganfallstation (Stroke-Unit), das Institut für Neurophysiologie, das Schlaflabor, die Abteilung für Neuropsychologie und eine eigene Station für neurologische Frührehabilitation mit Beatmungsentwöhnung. Zudem besteht eine breite interdisziplinäre Behandlung auf der Intensivstation und der Notaufnahme, die immer mit neurologischen Ärzten besetzt sind. 

Unter anderen sind wir bei den folgenden Krankheiten für Sie da:

Patienten mit akuten Schlaganfällen werden seit Februar 2021 "24/7" (Tag und Nacht an jedem Wochentag) auf unserer Schlaganfall-Spezialstation, der Stroke Unit (hier link Stroke-Unit), behandelt. Auf der Stroke Unit werden die Patienten in der Regel ein bis drei Tage am Monitor überwacht mit kontinuierlicher Messung von Herzrhythmus, Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Atmung und Temperatur. Ferner erfolgt bereits am ersten Tag eine frührehabilitative Behandlung durch unser multidisziplinäres Behandlungsteam (Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und speziell geschulte Pflegekräfte). Von großer Bedeutung ist es, die Ursache des Schlaganfalls möglichst schnell zu erkennen. Dies erfolgt durch Darstellung der hirnversorgenden Arterien bereits in der Aufnahmesituation mit Hilfe kontrastmittelunterstützter Computertomographie oder Kernspintomographie, sowie durch Ultraschalldiagnostik der hirnversorgenden Gefäße ("Neurosonographie") durch unsere DEGUM-zertifizierten Untersucher*innen.

Entscheidend für den Behandlungserfolg und das Verhindern bleibender Defizite nach einem Schlaganfall ist die frühzeitige Wiedereröffnung verschlossener Hirngefäße. Bei kleineren Gefäßen erfolgt diese meist durch eine medikamentöse Therapie, die sogenannte "Lysetherapie". Bei Verschlüssen der größeren hirnversorgenden Gefäße wird mit einem Katheter das Gefäß wieder eröffnet. Dieses Verfahren ist eine kathetergestützte (endovaskuläre) Schlaganfalltherapie und wird "Thrombektomie" genannt, was durch enge Kooperation mit der Klinik für Neuroradiologie in der GENO zur Verfügung steht. Des Weiteren besteht eine enge Kooperation mit der Klinik für Neurochirurgie und auch der Gefäßchirurgie bei der Behandlung von z.B. Verengungen der Halsschlagadern.

Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit stellt die diagnostische Abklärung und die Therapie bei Multiple Sklerose (MS) dar. Dies erfolgt je nach Bedarf stationär oder in unserer MS-Tagesklinik.

Die Multiple Sklerose ist auch als die „Krankheit der tausend Gesichter“ bekannt, da die Symptome äußerst vielfältig sind. Zum Beispiel können Sehstörungen, Gefühlsstörungen, Gleichgewichtsprobleme oder Lähmungen auftreten. Die Krankheit verläuft  sehr unterschiedlich, meistens beginnt sie schubförmig mit zeitweilig beschwerdefreien Phasen.

Die Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Krankheit, die das zentrale Nervensystem betrifft und vor allem bei jungen Erwachsenen auftritt. Sie entsteht, weil das Immunsystem Strukturen in Gehirn und Rückenmark fälschlicherweise als körperfremd betrachtet und angreift. Damit gehört die Multiple Sklerose zu den sogenannten Autoimmunerkrankungen.

Um eine Multiple Sklerose zu diagnostizieren und sie von anderen Erkrankungen zu unterscheiden, ist neben einer körperlichen Untersuchung auch apparative Diagnostik notwendig. In unserer Klinik sind alle erforderlichen Untersuchungsverfahren vorhanden und werden in Zusammenarbeit unterschiedlicher Abteilungen und Bereiche auf hohem fachlichen Niveau durchgeführt: Kernspintomografie, Analyse von Blut und Nervenwasser, Nervenleitungsmessungen, Tests von Konzentrations- oder Gedächtnisleistung, um nur einige Bereiche zu nennen.

Eine Multiple Sklerose lässt sich bislang nicht heilen, aber gut behandeln. In den letzten Jahren sind dabei massive Fortschritte gemacht worden und die Entwicklung hält an. Neben der Behandlung akuter Symptome ist es besonders wichtig Schübe zu verhindern, den Eintritt einer möglichen Behinderung zu verzögern oder deren Fortschreiten zu stoppen. Dies gelingt durch den Einsatz sogenannter Immuntherapien. Dabei erfordert die Auswahl der für den jeweiligen Patienten am besten geeigneten Behandlung besondere Erfahrung und Expertise. Die Anwendung von Immuntherapien bei Multiple Sklerose ist ein Behandlungsschwerpunkt unserer Neurologischen Tagesklinik. Hier werden Patienten behandelt, die keine stationäre Therapie benötigen, deren alleinige Betreuung in  einer Facharztpraxis jedoch nicht ausreicht.

Namen oder Termine vergessen? Schlüssel verlegt? ... So etwas passiert jedem und ist per se kein Ausdruck einer Krankheit. Aber ab wann sind solche Gedächtnislücken als krank zu werten? Wie viel Vergessen ist noch normal? Dahinter verbirgt sich die Frage, ob Gedächtnisstörungen im Alltag noch Ausdruck eines normalen Alterungsprozesses sind oder aber bereits sehr frühe Symptome einer fortschreitenden Demenzerkrankung.

Demenzerkrankungen werden oft zu spät diagnostiziert. Dies liegt vor allem daran, dass Betroffene und Angehörige die Symptome oft mit dem höheren Alter erklären. Ein möglichst frühzeitiges Erkennen ist bei dementiellen Erkrankungen jedoch entscheidend, weil die moderne Behandlung in frühen Phasen der Krankheit am effektivsten ist.

Die häufigste Form der Demenz ist der Morbus Alzheimer. Eine reine Demenz vom Typ Alzheimer ist jedoch eher selten. Das Unterscheiden der verschiedenen Demenzformen ist für die Behandlung der Krankheit allerdings essentiell. Auch Allgemeinerkrankungen, z. B. Fehl- oder Mangelernährung, oder Schilddrüsenfunktionsstörungen können der Grund für eine dementielle Störung sein, ebenso Entzündungen von Gehirnstrukturen oder ein Gehirnwasserstau. Da diese Erkrankungen in der Regel gut behandelt werden können, ist eine gründliche Untersuchung von Patienten mit den Symptomen einer Demenz und für die Diagnosestellung unverzichtbar.

In unserem Schwerpunktbereich für neurodegenerative Erkrankungen, Gedächtnisstörungen und Demenzen werden vor allem diese Krankheitsbilder behandelt:

  • Alzheimer-Demenz
  • Frontotemporale Demenz
  • Leichte kognitive Beeinträchtigungen als Vorstufen von Demenzerkrankungen
  • Vaskuläre Demenz
  • Lewy-Körper(chen) Demenz
  • Kortikobasale Degeneration
  • Normaldruckhydrozephalus
  • Progressive supranukleäre Blickparese

In der Gedächtnisambulanz sowie der stationären und teilstationären Betreuung bieten wir Ihnen:

  • Früherkennung/Ausschluss von krankhaften Gedächtnisstörungen
  • Diagnose anderer Erkrankungen mit dementiellen Symptomen
  • Bestimmung (auch seltener) Subtypen der Erkrankung
  • Weitere Diagnostik (v.a. neuropsychologische Tests)
  • Beratung und Therapieempfehlung
  • Langfristige Betreuung, Verlaufsuntersuchung, Therapiekontrolle
  • Aufklärung und Information von Patienten und Angehörigen
  • Möglichkeit der Teilnahme an klinischen Therapie- und Anwendungsstudien

Die Parkinsonkrankheit ist eine Bewegungsstörung des älteren Menschen. Ihr liegt ein langsam fortschreitender Abbauprozess bestimmter Zellen im Hirnstamm zugrunde, die Dopamin produzieren. Die Folge ist ein zunehmender Mangel an Dopamin im Gehirn, der verschiedene Effekte nach sich zieht. Hauptsymptome der Parkinsonkrankheit sind eine Minder- oder Unbeweglichkeit (Hypo- oder Akinesie), eine Muskelsteifigkeit (Rigor), Zittern (Tremor) und eine Störung der Körperhaltung (posturale Instabilität). Daneben können auch vegetative (Kreislaufregulation, Blasenstörungen) und psychische oder kognitive Symptome (Depression, Angst, Gedächtnisstörungen bis zur Demenz) auftreten. Die Behandlung erfolgt vorwiegend medikamentös (Dopamin bzw. Dopamin-Ersatzstoffe). Daneben gibt es verschiedene invasive Therapien zum Beispiel Pumpentherapien (Apomorphinpumpe, duodenale Pumpe) und die tiefe Hirnstimulation („Hirnschrittmacher“).

Im Klinikum Bremen Ost ermöglichen wir die Erstdiagnose eines Morbus Parkinson bei durch Ihren Hausarzt oder Neurologen geäußertem Verdacht. Zudem führen wir die medikamentöse Ersteinstellung sowie Neueinstellung unter stationären Bedingungen bei Auftreten von Therapieschwierigkeiten im Verlauf durch (sog. „Parkinson-Komplexbehandlung“). Bei diesem aufwändigen Konzept sind neben den neurologischen Ärzten auch speziell geschulte Therapeuten (Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie, Neuropsychologie) eng eingebunden.

Im Rahmen der Diagnostik erfolgt auch eine neuropsychologische Untersuchung, insbesondere zur Abgrenzung von Gedächtnisstörungen verschiedener Art zur sogenannten „Parkinsondemenz“. Sollten andere Erkrankungen wie eine Operation oder eine Infektion zu einem Wirkungsverlust der medikamentösen Therapie führen, bieten wir ein intensives Reha-Programm unter Einschluß der Ressourcen unserer Neurologischen Frührehabilitation an.

Jede Schädigung der an der Bewegungssteuerung beteiligten Teilsysteme des Nervensystems können Bewegungsstörungen hervorrufen. So können neben verschiedenen degenerativen Erkrankungen, Entzündungen, Tumoren und Verletzungen auch Durchblutungsstörungen oder Stoffwechselstörungen zu Bewegungsstörungen führen, sowie Vergiftungen.

Eine häufige Ursache von beispielsweise Ataxien (als Oberbegriff für verschiedene Störungen der Bewegungskoordination) sind Erkrankungen des Kleinhirns. Dieses ist für die Koordination der sensiblen Informationen aus dem Rückenmark, der Informationen des Gleichgewichtsorgans und der übrigen Sinneseindrücke und deren Umsetzung in motorische Bewegungsabläufe zuständig, also die Planung, Koordination und Feinabstimmung von Bewegungen. Ataxien können deswegen auch auftreten, wenn die über das Rückenmark ankommenden sensiblen Informationen aus den peripheren sensiblen Nerven, Gelenken und Muskeln fehlen. Dadurch fehlt die für gezielte motorische Bewegungen erforderliche Feinsteuerung, es kommt zur sogenannten sensiblen Ataxie.

Eine Gangataxie tritt auch auf beim Hydrocephalus normalis, auch altersbedingter Hydrozephalus oder Normaldruckhydrozephalus genannt. Hierbei wird das produzierte Hirnwasser (Liquor) nicht mehr in ausreichender Menge resorbiert oder in den Ventrikeln verteilt, es kommt zu einem zeitweisen Überdruck im Gehirn, dieser beeinflusst u. a. die Nerven, die die Bewegung steuern.

Bei der Diagnostik von Bewegungsstörungen besteht in unserer Klinik eine lange Erfahrung und Expertise. Zudem besteht eine Spezialambulanz für Bewegungsstörungen, bei der auch eine Therapie mit Botulinumtoxin durchgeführt wird (link zu Spezialambulanz).

Die Diagnostik und Behandlung der Epilepsie ist einer der Schwerpunkte unserer Abteilung. Für viele Patienten ist ein epileptischer Anfall bei erstem Auftreten eine Ausnahmesituation, aber auch bei bereits bekannter Epilepsie kann es bei Auftreten mehrerer Anfälle zu einem Notfall kommen, der zu einem Krankenhausaufenthalt führt. Epilepsie, früher auch Fallsucht genannt, und von manchen als „Krampfleiden“ bezeichnet, beschreibt die Neigung wiederholt epileptische Anfälle zu erleiden, wobei eine Vielzahl von Hirnerkrankungen als Ursache in Frage kommen. Abhängig von der Hirnregion, in der epileptische Anfälle entstehen, können epileptische Anfälle sehr unterschiedlich aussehen. Während eines Anfalls kommt es im Gehirn zu einem plötzlichen gleichzeitigen Entladen von mehreren Nervenzellen, welches sich unter Umständen auf das gesamte Gehirn ausbreiten kann.

Ein erster Anfall bedeutet noch nicht, dass eine Epilepsie vorliegt. Erst wenn mehrere Anfälle auftreten oder durch weitere Untersuchungen wie z.B. die Aufzeichnung der elektrischen Aktivität der Hirnrinde (Elektroenzephalographie, EEG) und der bildgebenden Diagnostik des Gehirns Hinweise bestehen, dass ein erhöhtes Risiko für weitere Anfälle besteht, spricht man von einer Epilepsie. Auslösend für eine Epilepsie und epileptische Anfälle können Fehlbildungen des Gehirns, ein Schlaganfall, Hirntumore oder auch entzündliche Erkrankungen des Gehirns sein.

Kann trotz genauem Nachfragen und einer ersten Aufzeichnung der Hirnstromkurve das Geschehene nicht sicher eingeordnet werden, können weitere Untersuchungen wie z.B. ein EEG nach Schlafentzug oder ein Langzeit-EEG mit Videomonitoring hilfreich sein. Diese Untersuchungen sind bei uns möglich.

Liegt eine Epilepsie vor kann individuell entschieden werden welches die beste Therapie darstellt. Meist besteht diese aus der Einnahme von Medikamenten die auf die individuelle Situation und Erkrankung abgestimmt werden müssen.

Bei Motoneuronerkrankungen handelt es sich um Erkrankungen des motorischen Nervensystems. Die Leitsymptome sind eine voranschreitende Muskelschwäche („Parese“) sowie Muskelverschmächtigungen („Atrophie“) häufig mit Muskelzuckungen („Faszikulation“) oder eine Muskelsteifigkeit („Spastik“). Sensible Symptome, d.h. eine Störung des „Gefühls“, sind nicht typisch. Dies ist häufig wichtig zur Abgrenzung von anderen neurologischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose und einer Polyneuropathie. Es kann je nach Erkrankungsausprägung zu einer Schädigung der Motorischen Nervenzelle im Gehirn und Rückenmark (‚1.Motoneuron‘) mit daraus folgender spastischer Lähmung und/oder der Motorischen Nervenzelle die vom Rückenmark zu den Muskeln zieht (‚2. Motoneuron‘) mit daraus resultierender schlaffer Lähmung kommen. Die folgenden Krankheitsbilder werden zu den Motoneuronerkrankungen gezählt:

  • Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
  • Spinale Muskelatrophie (SMA)
  • Spinobulbäre Muskelatrophie (SBMA) Typ Kennedy
  • Hereditäre Spastische Paraplegie (HSP)
  • Post-Polio-Syndrom (PPS)

Bei Verdacht auf das Vorliegen einer Motoneuronerkrankung bieten wir eine umfangreiche Diagnostik an, gerne auch zur Einholung einer Zweitmeinung. Neben der ausführlichen neurologischen Untersuchung kommen elektrophysiologische Untersuchungen wie die Elektromyografie (EMG) und die Neurografien (ENG), bildgebende Verfahren wie das MRT und die Sonografie, die Liquoruntersuchung sowie Labordiagnostik zum Einsatz. Die umfangreichen apparativen Untersuchungen müssen häufig stationär oder teilstationär in unserer Tagesklinik ergänzt werden. Auf der Basis der unter Umständen bereits vorliegenden Befunde koordinieren wir den Ablauf der noch notwendigen Diagnostik beim Ambulanzbesuch.

Kopfschmerzen sind belastend und schränken uns im Alltag ein – vor allem, wenn sie häufig und heftig sind. Sie können harmloser Natur sein, aber auch Ausdruck einer akuten und ernsten Erkrankung. Daher ist es zunächst unsere Aufgabe, die Ursache Ihrer Kopfschmerzen zu klären, um eine gezielte Therapie einleiten zu können. Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Erkrankungen in der Bevölkerung überhaupt. Grundsätzlich kann zwischen primären Kopfschmerzen (Migräne, Spannungskopfschmerzen, Clusterkopfschmerzen u.a.) und sekundären Kopfschmerzen (z.B. Blutungen oder Entzündungen im Gehirn oder am Schädel) unterschieden werden.

Die Internationale Kopfschmerz Gesellschaft (International Headache Society, IHS) unterscheidet aktuell über 220 verschiedene primäre und sekundäre Kopfschmerzsyndrome. Über 90 Prozent der Kopfschmerzen sind „primäre“ gutartige Kopfschmerzen, etwa 10 Prozent sind „sekundäre“ Kopfschmerzen (am häufigsten bei Infekten, seltener bei Traumen und sehr selten bei Hirntumoren). Hier sind weitere Untersuchungen wie Laboruntersuchungen und Bildgebung und eventuell auch eine Nervenwasseruntersuchung notwendig.

Schwindel ist eine Umschreibung für Störungen der Raumorientierung oder aber Wahrnehmung der stabilen Umwelt oder des unbewegten Körpers als in Bewegung befindlich. Schwindel entsteht durch ein zentrales Ungleichgewicht der Informationen des Gleichgewichtsorgans (Innenohr), der Augen und der sensorischen Rezeptoren der Beine. Dieses zentrale Ungleichgewicht beeinflusst die Wahrnehmung der Umwelt (Schwindelgefühl), die Halteregulation (Probleme des Gehens und Stehens), die Blickstabilisierung (Wahrnehmung einer instabilen Umwelt) und des vegetativen Nervensystems (Übelkeit, Erbrechen).

Fast jeder 3. Mensch erkrankt einmal im Leben an Schwindel. Schwindel kann von Patienten als sehr bedrohlich wahrgenommen werden und führt in den meisten Fällen zu einem Arztbesuch.

Schwindel ist ein komplexes Krankheitsbild und bedarf einer interdisziplinären Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen und einer gründlichen Diagnostik.

Eine Meningitis (Hirnhautentzündung, Entzündung der Meningen) ist eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute, also der Hüllen des zentralen Nervensystems (ZNS). Sie kann durch Viren, Bakterien oder andere Mikroorganismen verursacht werden, aber auch aufgrund nichtinfektiöser Reize auftreten. Da eine bakterielle Meningitis aufgrund der unmittelbaren Nähe der Entzündung zu Gehirn und Rückenmark grundsätzlich lebensbedrohlich ist, stellt eine Meningitis bis zum sicheren Ausschluss einer bakteriellen Ursache immer einen medizinischen Notfall dar. Die häufigsten Symptome einer Meningitis sind Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit, verbunden mit Fieber, Verwirrtheit oder Bewusstseinsminderung, Übelkeit und einer Überempfindlichkeit gegen Licht und laute Geräusche. Ein charakteristischer Hautausschlag gilt als Hinweis auf das Vorliegen einer durch Meningokokken hervorgerufenen Meningitis.

Üblicherweise wird das Vorliegen der Krankheit durch die Analyse von Hirn-Rückenmarksflüssigkeit, welche durch eine Lumbalpunktion entnommen wird, bestätigt oder ausgeschlossen. Eine Meningitis wird durch die rechtzeitige Gabe von Antibiotika und falls nötig mit antiviralen Substanzen behandelt. Corticosteroide können zur Verhütung von Komplikationen hilfreich sein. Eine Meningitis kann, vor allem wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, tödlich enden oder zu schwerwiegenden Folgeschäden wie Taubheit, Epilepsie, einem Hydrozephalus oder kognitiven Beeinträchtigungen führen.

Einer der Schwerpunkte unserer Abteilung sind die Behandlung und Diagnostik von Schluckstörungen. Eine Störung des Schluckaktes während der Nahrungsaufnahme oder beim Schlucken des eigenen Speichels wird als „Dysphagie“ bezeichnet. Schluckstörungen können nach bzw. bei vielen neurologischen Erkrankungen auftreten wie z. B.:

  • Schädelhirntrauma
  • Schlaganfall
  • Entzündliche und degenerative Erkrankungen des Nervensystems ( z.B. Morbus Parkinson, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS))
  • Hirntumoren
  • Erkrankungen der peripheren Nerven mit Beteiligung der Hirnnerven
  • Muskelerkrankungen

Die Klinik für Neurologie bietet Patienten mit Schluckbeschwerden oder Schluckstörungen individuelle Diagnostik und Behandlung der vorliegenden Dysphagie an. Das Dysphagie-Team der Neurologie arbeitet mit Ärzten und Therapeuten aus der Radiologie, Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie sowie mit Diät-Assistenten zusammen. Dieses interdisziplinäre Team beurteilt die Ergebnisse verschiedener klinischer und instrumenteller Untersuchungsverfahren, tauscht Beobachtungen aus, erstellt eine gemeinsame Beurteilung und gibt eine Empfehlung für die weitere Behandlung der Schluckbeschwerden oder Schluckstörung unter besonderer Berücksichtigung des individuellen Störungsmusters ab.

Gesunder und erholsamer Schlaf ist wichtig für Körper und Seele. Wenn es Probleme mit dem Schlaf gibt hat es oft Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit. Im neurologischen Schlaflabor (link zum Schlaflabor) widmen wir uns der Diagnostik von neurologischen Schlafstörungen, die zwar seltener als die allgemein bekannten schlafbezogenen Atmungsstörungen sind aber sehr unterschiedliche Erkrankungen beinhalten können. Zu den neurologischen Schlafstörungen zählen

  • Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie), 
  • Erkrankungen mit gesteigertem Schlafbedürfnis wie die Narkolepsie oder andere Formen der Hypersomnie, bei denen es zu einer Tagesschläfrigkeit mit Einschlafen in oft unpassenden Situationen kommt.
  • Parasomnien, wie z.B. Schlafwandeln oder REM-Schlaf-Verhaltensstörung bei denen es nachts zu Bewegungen oder Handlungen kommt, die nicht willkürlich gesteuert werden.
  • schlafbezogenen Bewegungsstörungen, wie z.B. Restless Legs Syndrom (das Syndrom der unruhigen Beine)
  • Störungen des Schlaf-Wach Rhythmus, wie z.B. gestörter Schlaf durch Schichtarbeit

Nicht bei all diesen Erkrankungen ist eine stationäre Untersuchung in unserem Schlaflabor (hier link zur Seite Schlaflabor) notwendig um sie zu erkennen und zu behandeln, doch bei manchen ist es z.B. wichtig aufzuzeichnen in welchem Schlafstadium Dinge passieren. In unserem neurologischen Schlaflabor haben wir die Möglichkeit den Schlaf mit Elektroden und Videoaufzeichnung zu untersuchen und auch tagsüber Testungen zur Fähigkeit wach zu bleiben (MWT) oder zum Ausmaß der Tagesschläfrigkeit (MSLT) durchzuführen.

Um entscheiden zu können, ob und welche Untersuchungen notwendig sind, können Sie auf Überweisung durch einen ambulanten Neurologen einen Termin zum Vorgespräch im Institut für klinische Neurophysiologie unter der Telefonnummer 0421-4082370 vereinbaren. 

Unter den Erkrankungen des (peripheren) Nervensystems werden Läsionen der Nervenwurzeln, der Plexus und der peripheren Nerven zusammengefasst. Je nachdem, ob ein motorischer, ein sensibler oder ein gemischter Nerv betroffen ist, liegen motorische Ausfalls- oder Reizerscheinungen, sensible Ausfalls- oder Reizerscheinungen sowie Schmerzen vor. Ein Schädigung der Nerven führt zu einer Lähmung vom peripheren Typ mit Herabsetzung des Muskeltonus, Abschwächung des Muskeleigenreflexes und „Muskelschwund“ (sog. Atrophie).Verantwortlich für eine derartige Lähmung vom peripheren Typ kann eine Läsion aller Abschnitte des 2. Motoneurons sein: Die Vorderhornzelle (nukleare Parese) — die Nervenwurzel (radikuläre Parese) — der Plexus (Plexuslähmung) und der periphere Nerv (periphere Nervenlähmung). Nervenwurzelläsionen führen zu sensiblen Störungen und Schmerzen in bestimmten Bereichen (Dermatomen) mit positiven Dehnungszeichen, periphere Nervenläsionen bedingen Sensibilitätsstörungen im lnnervationsgebiet des betroffenen Nervs. Unter einer Polyneuropathie wird die Erkrankung mehrerer peripherer Nerven verstanden, wobei je nach Art der betroffenen Nerven motorische, sensible oder vegetative Symptome vorliegen können. In unserem Institut für Elektrophysiologie kann eine umfangreiche und gründliche Diagnostik des peripheren Nervensystems durchgeführt werden.

Notfall

Unsere Notfallaufnahmen:

Klinikum Bremen-Mitte

(0421) 497-77840


Notfallambulanz in der Kinderklinik
(0421) 497-71005 (Empfang)

Klinikum Bremen-Nord

(0421) 6606-1443


Notfallambulanz in der Kinderklinik
(0421) 6606-1371

Klinikum Bremen-Ost

(0421) 408-1291

Klinikum Links der Weser

(0421) 879-1206


 

Im Notfall
Giftnotruf Niedersachsen/Bremen
 0551 19240

Ärztlicher Bereitschaftsdienst
 116117
Die Bereitschaftsdienste der Kassenärztlichen Vereinigung sind über die bundesweite Rufnummer 116 117 zu erreichen. Der Bereitschaftsdienst stellt sicher, dass Patienten außerhalb der üblichen Praxis-Sprechstundenzeiten ärztlich versorgt werden, abends, an den Wochenenden und an Feiertagen

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