Kopf-Hals-Tumore: Im Schatten des Coronavirus'

Halsschmerzen und Schluckbeschwerden sind für die meisten Menschen derzeit vor allem ein Virus-Alarmzeichen – halten die Symptome länger an, kann auch ein Kopf-Hals-Tumor dahinter stecken

Halsschmerzen und Schwellungen im Rachen sind zwei der typischen Anzeichen für das Coronavirus. Die Symptome im tiefen Rachenbereich, also genau dort, wo sich das Virus besonders gern einnistet, können aber auch Anzeichen für eine weitere schwere Erkrankung sein: Kopf- und Halstumore – die mittlerweile fünfthäufigste Todesursache bei Krebserkrankungen.

„In den letzten Jahren haben wir einen deutlichen Anstieg an Krebserkrankungen im Kopf-Hals-Bereich festgestellt“, sagt Prof. Andreas Naumann, Chefarzt der Hals-Nasen-Ohren-Klinik. Im Kopf-Hals-Tumorzentrum des Klinikums Bremen-Mitte, das Naumann ebenfalls leitet, werden pro Jahr etwa 150 Neuerkrankungen behandelt. Die Symptome sind meist unspezifisch. Neben länger anhaltenden Halsschmerzen können Heiserkeit, eine eingeschränkte Beweglichkeit der Zunge, Blutungen im Mundbereich, Gewichtsverlust und auch Ohrenschmerzen Hinweise auf eine solche Erkrankung sein. „Dauern die Symptome länger als zwei bis drei Wochen an, sollte man eine Tumorerkrankung auf keinen Fall ausschließen“, rät Naumann.

Dadurch dass die Menschen aktuell vorrangig Sorge vor einer Corona-Infektion hätten, bestehe laut Naumann die Gefahr, dass sie andere mögliche Krankheiten weniger auf der Rechnung hätten. Gerade bei Routineuntersuchungen in HNO-, Zahnarzt- und Hausarztpraxen würden die Anzeichen für einen Kopf-Hals-Tumor sonst früh erkannt. Dort fallen sichtbare Hinweise – zum Beispiel Läsionen im Zungenbereich – in der Regel als erstes auf. Weil viele Menschen in den vergangenen Monaten aber weitgehend auf Arztbesuche verzichtet hätten, habe das Frühwarnsystem in Sachen Kopf-Hals-Tumore nicht mehr so gut geklappt wie vor der Pandemie. „Das Ergebnis ist, dass viele Patienten erst relativ spät ins Krankenhaus kommen und wir vermehrt fortgeschrittene Tumorstadien feststellen“, sagt Naumann. 

Neben einem frühen Arztbesuch sei es laut Naumann besonders wichtig, Risikofaktoren wie Alkohol- und Nikotinkonsum zu vermeiden. Neben einer ausgewogenen Ernährung und reichlich Bewegung komme es auch insbesondere auf eine gute Mundhygiene an. Männer hätten ein zwei- bis dreimal größeres Risiko als Frauen, an einem Kopf-Hals-Tumor zu erkranken; die meisten Fälle träten ab dem 40. Lebensalter auf – aber auch jüngere Menschen könnten erkranken. 

Wer an einem Hals-Kopf-Tumor leidet, der findet im Klinikum Bremen-Mitte alle Fachbereiche, die für eine Therapie wichtig sind. Im Kopf-Hals-Tumorzentrum – Bremens einzigem von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Zentrum dieser Art –  werden die Fälle bei Tumorkonferenzen fachübergreifend von einem Expertengremium aus HNO, Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie, Strahlentherapie, Pathologie, Radiologie und Hämato-Onkologie besprochen und die sinnvollste Therapie gefunden. „Je nach Zustand des Patienten sowie Stadium und Art des Tumors wird individuell eine Therapie festgelegt. Das kann eine OP, eine Strahlentherapie, eine systemische Chemotherapie oder eine Kombination aus allen drei Möglichkeiten sein.“, sagt Naumann.

Digitales Angebot zur Awareness Week

Vom 21. bis zum 25. September gibt es in einer internationalen Aktionswoche – der sogenannten Awareness Week –  weltweit Veranstaltungen zur Aufklärung über Kopf-Hals-Tumore. Das Kopf-Hals-Tumorzentrum des Klinikums Bremen-Mitte organisiert hierzu eigentlich jedes Jahr einen großen Patientennachmittag. In diesem Jahr findet das Infoangebot coronabedingt digital statt. Unter www.gesundeheitnord.de/halstumore findet man unter anderem die wichtigsten Fragen und Antworten zu Kopf-Hals-Tumoren.

Angebot an Medienvertreter

Prof. Andreas Naumann steht für Interviewanfragen zu dem Thema Kopf-Hals-Tumore zur Verfügung. Wegen der Coronapandemie müsste ein Gespräch mit dem HNO-Mediziner allerdings außerhalb des Krankenhaus-Gebäudes geführt werden.

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