„Wer hat es so lange gut wie ich all die Jahre?“

Dr. Eva Ramsauer geht nach 28 Jahren als Konsilärztin im Klinikum Bremen-Nord in den Ruhestand

Wenn Dr. Eva Ramsauer das Klinikum Bremen-Nord betritt, dann ist das für sie jedes Mal ein besonderer Genuss. Der Mann vom Sicherheitsdienst begrüßt sie mit einer Verbeugung, die Mitarbeiterinnen des Empfangs und die Grünen Damen rufen ihr ein freundlich Hallo zu. Und angekommen auf Station folgt von Krankenschwestern und Pflegern stets ein „Wie schön, dass Sie da sind“. „Mir begegnet so viel Wohlwollen, bevor ich überhaupt eine Tube Salbe oder die Lichtlupe in der Hand habe“, sagt Dr. Eva Ramsauer. Seit 28 Jahren ist die Dermatologin Konsilärztin am Klinikum Bremen-Nord. Wenn bei Patienten als Begleiterkrankung Hautprobleme auftauchen, ist sie zur Stelle. Ende Februar nun verabschiedet sich die Ärztin, die nach ihrem Alter gefragt nur augenzwinkernd „Über 60“ antwortet, in den Ruhestand.

„Diese Entscheidung ist mir wirklich schwergefallen. Wer hat es schon so lange gut wie ich all die Jahre? Aber man soll bekanntlich gehen, solange man laufen kann“, zitiert sie den ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann. Eine Person, zu der viele Kolleginnen und Kollegen im Krankenhaus aufgeschaut haben, ist auch Dr. Eva Ramsauer über all die Jahre gewesen. 

Begonnen hat die Zusammenarbeit mit dem Klinikum Bremen-Nord im Jahr 1994 – damals hieß es noch Zentralkrankenhaus. Nachdem ihr Vorgänger Dr. Ehlers den Posten als Konsilarzt aufgegeben hatte, nahm Dr. Eva Ramsauer die Gelegenheit wahr. Zusätzlich zu ihrer Praxisarbeit stand sie nun mit Ihrem Wissen auch dem Krankenhaus zur Verfügung. Erst immer freitags, später zusätzlich auch dienstags. Manchmal auch noch viel öfter in der Woche. „Statt der Frage, wann ich im Krankenhaus bin, hätte man des Öfteren auch fragen können, wann ich überhaupt mal zuhause bin“, sagt sie mit einem Schmunzeln.

Ihre Karriere als Ärztin beginnt Dr. Eva Ramsauer im Süden. Sie studiert in Mainz, Innsbruck, Heidelberg und Wien. In Heidelberg macht sie ihr Examen. Dann lernt sie ihren Mann Peter kennen, einen Bremer, mit dem sie in den Norden zieht. Erst nach Bremen-Neustadt, später nach Bremen-Nord. Das Klinikum Bremen-Nord nennt sie längst „mein“ Krankenhaus, es ist ihr ans Herz gewachsen. Wenn sie von der jahrelangen Zusammenarbeit spricht, fallen Wort wie Respekt und gegenseitige Anerkennung. Dr. Ramsauer wird als geschätzte Kollegin angesehen, die sich auch einmischt und sagt, wenn sie anderer Meinung ist. Sie unterstützt in all den Jahren in jedem Fachbereich – egal ob Kinderklinik oder Erwachsenenbereich, egal ob bei somatischen oder psychiatrischen Patienten.

Neben vielen gewöhnlichen Hauterkrankungen, die sie behandelt, rettete sie vor Jahren auch eine Patientin, die unter dem sogenannten DRESS-Syndrom litt, einer seltenen, weitgehend unerkannten Hauterkrankung. Als ebenfalls profilierte Allergologin setzte sie sich zudem auch für das erste Pollen-Frühwarnsystem auf dem Dach des Krankenhauses ein. Mitunter stieg sie selbst auf das Krankenhaus, nahm per Klebeband Pollenproben, analysierte sie und schickte die Ergebnisse dem Deutschen Wetterdienst, der so Allergiker mit Infos über den aktuellen Pollenflug versorgen konnte. Mit ihrem Engagement ist sie damals an der Gründung des Polleninformationsdienstes beteiligt. 2006 wird ihr vom Bundespräsidenten Horst Köhler und dem damaligen Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. 

„Die Dermatologie hat sich enorm weiterentwickelt in all den Jahren – und ich bin immer mitgewachsen“, sagt Dr. Eva Ramsauer. So effektiv wie beispielsweise Neurodermitis heute behandelt werden kann, war das in ihrer Anfangszeit nicht möglich. Selbst dem weiterhin gefährlichen, schwarzen Hautkrebs kann man heute mit hochwirksamen Medikamenten viel besser begegnen, als das noch vor wenigen Jahren denkbar war. „Es ist phänomenal, was die Medizin heute leisten kann“, sagt sie.

Nun beginnt sie demnächst einen neuen Lebensabschnitt, außerhalb der Dermatologie. „Ich wollte selbst entscheiden, wann Schluss ist“, sagt sie. Das Schlimmste wäre für sie gewesen, wenn sich irgendwann die Leute darüber unterhalten hätten, wann sie denn wohl mal aufhöre. Wenn es nach der Klinikdirektion gegangen wäre, dann hätte Dr. Eva Ramsauer jedenfalls noch viele Jahre weiterarbeiten können. „Wir sind traurig, dass diese Ära nun zu Ende geht. Aber ich möchte mich im Namen der gesamten Mitarbeiterschaft am Klinikum Bremen-Nord ganz herzlich für ihre jahrelange Unterstützung bedanken“, sagt der Ärztliche Direktor Dr. Frank Wösten.

Eigentlich wollte Dr. Ramsauer schon Anfang Februar aufhören, jetzt steht sie dem Klinikum im Notfall sogar noch bis Ende Februar zur Verfügung. Ganz ohne Medizin werden die Gespräche daheim dann aber auch danach nicht auskommen. Ihre eine Tochter arbeitet heute selbst als Dermatologin in Hamburg, die andere als Gynäkologin in Berlin. „Da tauschen wir uns natürlich regelmäßig aus“, sagt Dr. Eva Ramsauer. Die Medizin bleibt also weiter Thema.  Die Wege in die Klinik aber fallen nun bald weg. Viele Kontakte werden dagegen bestehen bleiben. „Ich behalte mein Krankenhaus in guter und dankbarer Erinnerung“, sagt Dr. Ramsauer. „Und hoffentlich können das auch viele andere Menschen, wenn sie an ihre ehemalige Hautärztin denken.“ 

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