Zum bundesweiten Kopfschmerztag: Was gegen Migräne & Co. helfen kann

Diagnose, Vorbeugen, Begleiten: Tipps vom Bremer Neurologen Dr. Matthias von Mering

Wenn der Kopf dröhnt, geht im Alltag manchmal gar nichts mehr. Situationen wie diese hat vermutlich jeder schon einmal erlebt. Woher der Kopfschmerz kommt, kann ganz unterschiedliche Ursachen haben – oder auch gar keinen konkreten Auslöser. „Man muss zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen unterscheiden“, sagt Dr. Matthias von Mering. Der Chefarzt der Neurologie im Klinikum Bremen-Nord – einer von insgesamt drei Neurologie-Kliniken in der Gesundheit Nord – untersucht regelmäßig Patienten, die unter starken Kopfschmerzen leiden.

Unter primären Kopfschmerzen versteht man neben Migräneattacken auch Spannungskopfschmerzen, die zum Beispiel bei zu viel Stress auftreten, oder Clusterkopfschmerzen, bei denen etwa wiederkehrend eine Seite betroffen ist. „Eine konkrete Ursache findet man hier meist nicht. Oft geht es hierbei auch um Veranlagung, wenn Kopfschmerzen auch bei den Eltern schon ein Thema gewesen sind“, sagt von Mering. Bei sekundären Kopfschmerzen, die weitaus seltener sind, kann die Ursache über Untersuchungen klar herausgefunden werden, wenn etwa eine Hirnhautentzündung, ein Schlaganfall oder ein Tumor der Grund ist.

Genaue Diagnostik

„Das Schwierige ist, wenn die Kopfschmerzen zum ersten Mal auftreten. Dann weiß man ja noch gar nicht, ob es sich um primäre oder sekundäre Schmerzen handelt“, sagt von Mering. Im Krankenhaus hilft eine genaue Diagnostik zum Beispiel per Magnetresonanztomograph (MRT) dabei, den Schmerzen genauer auf den Grund zu gehen und etwas Lebensbedrohliches ausschließen. Doch auch bei Migräne oder Clusterkopfschmerzen, die für Betroffene zu einer echten Belastung werden und nur schwer aushaltbar sind, kann man etwas tun.

Was bringt ein Kopfschmerztagebuch?

„Hilfreich ist es, ein Kopfschmerztagebuch zu führen. So behält man den Verlauf über Monate im Blick, kann Momente erklären, die vielleicht zu den Schmerzen geführt haben. Das ist wichtig, denn das Gedächtnis löscht die Schmerzmomente relativ schnell wieder“, sagt von Mering. Solche Hilfsmittel seien mittlerweile auch als App verfügbar. Auch Entspannungsübungen wie Yoga, regelmäßige Bewegung oder eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung können den Körper dafür wappnen, weniger anfällig für Kopfschmerzen zu sein.

Wenn Tabletten den Schmerz verstärken

Den meisten Menschen hilft in akuten Phasen ein Schmerzmittel wie Paracetamol, um die Schmerzen zu lindern. Wenn der Kopfschmerz sich aber zu einer dauerhaften Last entwickelt und man über einen längeren Zeitraum regelmäßig Schmerzmittel zu sich nimmt, „dann besteht die Gefahr einer Abhängigkeit. Im Fachjargon heißt das Medication Overuse Headache – kurz: MOH. Dann werden die Kopfschmerzen durch die Mittel ausgelöst - und im Endeffekt schlimmer statt besser“, so von Mering. Bei diesem sogenannten Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz helfe dann etwa ein Entzug im Krankenhaus, eine Behandlung also, in der Medikamente als Alternative zum klassischen Kopfschmerzmittel ins Spiel kommen und die als Nebenwirkung ebenfalls den Schmerz ausschalten können.

Zum bundesweiten Kopfschmerztag (Initiator: Deutsche Schmerzhilfe) am Montag, 5. September, erklärt Dr. Matthias von Mering auf Youtube weitere Aspekte, die beim Thema Kopfschmerzen eine Rolle spielen. Die Videos sind auf dem Kanal der Gesundheit Nord bereits jetzt abrufbar, auch auf Instagram @gesundheitnord. Die Gesundheit Nord hat im Klinikum Bremen-Nord, Klinikum Bremen-Ost und Klinikum Bremen-Mitte drei Neurologie-Kliniken, die praktisch jede neurologische Erkrankung behandeln können.

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