MKG-Chirurgische Behandlung

Primäre Operationen

dies sind Operationen bei denen erstmals der entsprechende Spaltabschnitt (s. Abschnitt Spaltformen) operativ behandelt werden.

OperationZeitpunkt

Lippenplastik

 3- 6 Monate

Gaumenplastik

  6-12 Monate

sekundäre Kieferspaltosteoplastik

   9-12 Jahre

Nasenkorrektur

   14-18 Jahre

 

Lippenplastik

Lippenspalten werden an unserer Klinik im Alter 3-6 Monaten operiert. Der Zeitpunkt ist deshalb so gewählt, um ein  bestimmtes Gewicht und Größe des Kindes zu haben. Insbesondere sollten die Blutwerte des roten Blutfarbstoffs stabil sein. Die Operation hat zum Ziel die Lippe und den Nasenboden zu verschließen. Der Verschluß erfolgt in der Regel nach  etablierten Operationsmethoden (Wellenschnittprinzip) mit anatomisch korrekter Rekonstruktion der einzelnen ortsständigen Gewebsanteile wie Muskulatur, Haut und Schleimhaut. Die gewährleistet eine normale Form und Funktion der Lippe und beseitigt die äußerlich sichtbare Spaltbildung. Bei doppelseitigen Lippen-Kiefer-Gaumenspalten können die Lippe und der Nasenboden in der Regel ebenfalls in einer Operation geschlossen werden. In jedem Fall wird  eine individuelle Entscheidung getroffen, die von der Form der Spaltbildung abhängt. Der stationäre Aufenthalt nimmt im allgemeinen eine Woche in Anspruch. Selbstverständlich kann ein Elternteil mit aufgenommen werden, um einen ständigen Kontakt zum Kind zu gewährleisten.

Nach rechtsseitiger Lippenplastik

Nach doppelseitiger Lippenplastik

 

Gaumenplastik

Die Gaumenspalten können ebenfalls in vielen Fällen in einem operativen Vorgang geschlossen werden. Hierbei wird der Gaumenspalt vom Zäpfchen bis zum zahntragenden Kieferkamm in einer Operation vernäht. Wichtige Aspekte bei der Gaumenoperation sind die Bildung separater Nasengänge, die korrekte Rekonstuktion der Muskulatur im weichen Gaumen und der vollständige Verschluß des harter und weicher Gaumen in einer Sitzung. Je nach Ausprägungsgrad wird die Operation zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat durchgeführt. Im Regelfall sollte der gesamte Gaumen bis zum 12. spätestens 18. Lebensmonat verschlossen sein. Ein zweizeitigen Vorgehen wird manchmal bei sehr breiten Formen der Gaumenspalte notwendig. Meist wird zuerst der hintere Anteil (weicher Gaumen) verschlossen und nach einiger Zeit, etwa mit einem Jahr, dann der vordere Gaumenbereich (harter Gaumen).

 

Kieferspaltosteoplastik

Der Verschluß der Kieferspalte wird in Abhängigkeit vom Befund und der Anlage der spaltnahen Zähne meist im Rahmen der kieferorthopädischen  Behandlung geplant. Hierbei wird vor dem Durchbruch der bleibenden Zahnkeime des seitlichen Schneidezahnes oder des Eckzahnes ein Knochenbett geschaffen. Zu diesem Zweck wird Knochenmaterial vom Beckenkamm in ein Weichteillager im Bereich der Kieferspalte transplantiert. In anderen Fällen muß erst der Durchbruch der spaltnahen Zähne abgewartet werden, um dann eine zügige Bewegung bzw. Aufrichtung der Wurzeln zu erreichen.

 

Korrekturoperationen

Operative Maßnahmen zur Verbesserung der funktionellen und ästhetischen Ergebnisse werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten unter Berücksichtigung der Entwicklung und des Gesichtswachstums festgelegt. Im allgemeinen werden solche Eingriffe erst vorgenommen, nachdem gewisse Wachstumsabschlüsse erreicht worden sind (Alter von 15 bis 18 Jahren). Individuell kann dies aber auch nach Wunsch eher erforderlich sein.

 

Sprechverbessernde Operationen

Im Zusammenhang mit einer sprachtherapeutischen Betreuung und Beratung kann im Einzelfall bei Sprachstörungen, die durch eine vorhergehende logopädische Therapie nicht zu beheben sind, eine sprechverbessernde Operation notwendig werden. Sie soll einen kompletten Abschluß des hinteren Gaumenanteils zur Nasenhaupthöhle erreichen. Dieser Eingriff ist vorwiegend bei Kindern mit einer näselnden Aussprache angezeigt. Derartige Operationen sind in Zusammenarbeit mit den Sprachtherapeuten und Logopäden, die einen wesentlichen Anteil bei der sprachlichen Betreuung von Spaltträgern haben, festzulegen.

 

Lippenkorrekturen

Wachstumsbedingte Veränderungen der Lippen- und Nasenkonfiguration sind einerseits durch die Spaltbildung bedingt andererseits können auch infolge der Narben ästhetische und funktionellen Beeinträchtigungen auftreten, die dann entsprechend  korrigiert werden müssen. Diese Korrekturoperationen können in jedem Lebensalter durchgeführt werden. Häufig besteht der Wunsch vor der Einschulung eine Narbenverbesserung zu erreichen.

 

Nasenkorrekturen

Durch die Spaltbildung bestehen typische Deformitäten und Fehlbildungen im Bereich der inneren und äußeren Nase, die zu einer funktionellen und ästthetischen Beeinträchtigung führen. Operationen zu Beseitigung dieser Veränderungen sollten erst nach der Pubertät geplant werden, um operationsbedingte Wachstumsstörungen am knorpligen und knöchernen Nasenskelett zu vermeiden. Hochgradige Atembehinderungen bei ausgeprägten Deformitäten zwingen manchmal zu einer früheren Operation.

 

 

 

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Im Notfall
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