Die Teppichkante, falsches Schuhwerk ein oder ein Tritt ins Leere. Es reichen oft schon Kleinigkeiten, die zu einem Sturz führen können. Und gerade im Alter können die Folgen beträchtlich sein. Doch selbst wenn der Sturz einen Knochenbruch zur Folge hat, muss das keineswegs das Ende eines selbständigen Lebens sein. Zu diesem Themen referieren Dr. Michaela Bütow und Dr. Richard Delebinski am Mittwoch, 11. März, um 18 Uhr im Klinikum Bremen-Nord im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gesundheit in Serie“.
Die Chefärztin der Geriatrie und der Chefarzt der Unfallchirurgie leiten in Bremen-Nord gemeinsam das Alterstraumatologische Zentrum (ATZ). In enger Zusammenarbeit unter anderen von Ärztinnen und Ärzten, Pflege sowie Physiotherapie und Ergotherapie schaffen sie so den Rahmen dafür, damit Patientinnen und Patienten nach einem Knochenbruch wieder all das machen können, was sie vor dem Sturz konnten.
Von der chirurgischen Versorgung über die frühtherapeutischen Programme samt Mobilisierung und ersten Gehversuchen bis zur Weiterversorgung in der Geriatrie könne man den Patienten alles, was für das Gesundwerden nach einem Knochenbruch wichtig ist, innerhalb eines Krankenhauses anbieten. Viele ältere Patienten müssten parallel zur Unfallverletzung zudem auch wegen teils schwerwiegender Begleiterkrankungen behandelt werden. „Auf das alles sind wir hier vorbereitet“, sagt Dr. Michaela Bütow.
Wie das konkret aussieht? „Es gibt heute auch bei Brüchen schonende Operationsverfahren. Meist ist der Knochen gleich nach der Operation wieder stabil und belastbar“, sagt Dr. Richard Delebinski. Denn es komme besonders darauf an, wieder früh zu mobilisieren. „Jeder Tag im Bett kostet Muskelmasse und damit Kraft. Es ist wichtig, dass wir bei den Patienten das Vertrauen in sich selbst wecken, wieder auf die Beine zu kommen“, sagt Delebinski. Meist handele es sich im Alter um Oberschenkelhals-, Wirbelkörper- oder Armfrakturen. „Ein wichtiger Faktor ist auch, dass wir den Patienten in dieser schwierigen Situation Halt und Orientierung geben und ihnen einen klaren Weg zurück in ein möglichst selbstständiges Leben aufzeigen“, sagt Dr. Michaela Bütow. Dabei komme es auf ein enges Zusammenspiel von Medizin, Pflege und Therapie an. „In dieser Konstellation versuchen wir, das Maximum für den Patienten zu erreichen.“
Die alterstraumatologische Versorgung ist ein wichtiger Schwerpunkt im Angebot des Klinikverbunds Gesundheit Nord. Neben dem Alterstraumatologischen Zentrum im Klinikum Bremen-Nord gibt es mit der Geriatrie-Klinik im Klinikum Bremen-Ost und der Unfallchirurgie und Orthopädie im Klinikum Bremen-Mitte im Klinikverbund ein weiteres Alterstraumatologisches Zentrum, das klinikübergreifend eng zusammenarbeitet.
Die Teilnahme am Vortrag am 11. März um 18 Uhr im Konferenzraum 1 im Klinikum Bremen-Nord (am besten erreichbar über den Haupteingang) ist kostenfrei. Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene und Angehörige sowie alle, die an dem Thema interessiert sind. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einen Überblick über alle weiteren Themen und Termine gibt es unter www.gesundheitnord.de/gesundheitinserie
















