
Wir stehen für Toleranz und Vielfalt
Als Unternehmen mit mehr als 8000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus mehr als 100 Nationen, aus verschiedenen Kulturen und mit den unterschiedlichsten Hintergründen stehen wir für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt. Respektloses Verhalten, Hass und Hetze werden bei uns nicht geduldet. Wir leben Toleranz, Fairness und Chancengleichheit und lassen Diskriminierung nicht zu, ganz gleich in welcher Form.



Es ist unsere Überzeugung, dass wir nur gemeinsam stark sind – und nur gemeinsam für eine gute gesundheitliche Versorgung der Menschen in Bremen und dem Umland sorgen können. Dabei schätzen wir die Individualität und Einzigartigkeit aller unserer Beschäftigten und respektieren ihre jeweiligen individuellen Lebenssituationen, ihre sexuelle Orientierung, ihre körperlichen Fähigkeiten und Einschränkungen, ihre Überzeugungen, ihre kulturellen Hintergründe und Bräuche.
Diese Haltung ist in unserer Gesellschaft im Jahr 2026 leider nicht mehr so selbstverständlich wie sie sein sollte. In den vergangenen Monaten sind immer wieder Situationen in unseren Krankenhäusern geschildert worden, in denen Kolleginnen und Kollegen respektloses und diskriminierendes Verhalten erlebt haben - von verbalen Angriffen bis zu diskriminierenden Äußerungen gegen sich oder andere Personen.
Mit unserer aktuellen Kampagne #ZeigRespekt setzen wir deshalb als einer der größten Arbeitgeber in Bremen ein klares Statement und zeigen in allen unseren Krankenhäusern, für welche Werte wir stehen. Zugleich schaffen wir auch die Strukturen, die ein gutes Zusammenarbeiten unterschiedlichster Menschen, Kulturen und Vorstellungen ermöglichen. Damit möchten wir unsere Beschäftigten stärken und ihnen signalisieren, dass wir sie mit unangenehmen und diskriminierenden Situationen nicht alleine lassen.



Prävention, Beratung und Beschwerdestellen
Diskriminierung, Mobbing und sexuelle Belästigung werden in der Gesundheit Nord nicht geduldet. Um dies zu untermauern, haben Geschäftsführung und Gesamtbetriebsrat eine Gesamtbetriebsvereinbarung Antidiskriminierung abgeschlossen. Teil dieser Vereinbarung ist die Einrichtung einer Beschwerdestelle an jedem Standort des Unternehmens. Jeder, der grenzverletzendes Verhalten oder Diskriminierung in seinem beruflichen Umfeld erlebt, kann den Vorfall dort melden, findet Hilfe und Unterstützung und kann sich vertraulich beraten lassen. Dahinter steht die klare Botschaft: Betroffene werden nicht allein gelassen – und Diskriminierung bleibt nicht ohne Konsequenzen.
Die Gesamtbetriebsvereinbarung Antidiskriminierung behandelt jede Art von Diskriminierung und gilt für alle Beschäftigten der Gesundheit Nord. Sie legt nicht nur fest, dass sexuelle Belästigung, Mobbing und Diskriminierung verboten sind, sondern regelt auch, dass die Gesundheit Nord präventiv tätig wird. Das bedeutet beispielsweise, dass im Rahmen der beruflichen Aus- und Fortbildung über Diskriminierung gesprochen werden muss. Ebenso wird darin benannt, dass Vorgesetzte und Führungskräfte dazu beitragen müssen, ein Klima ohne Einschüchterungen, Hass und Hetze zu schaffen. Mit dieser Gesamtbetriebsvereinbarung ist verbindlich festgelegt, wie mit diskriminierendem Verhalten im Klinikverbund umgegangen wird – und auch, was die Gesundheit Nord tut, damit es möglichst gar nicht erst dazu kommt.
Interne Meldestellen und alle weiteren Unterstützungsangebote der Gesundheit Nord findest du im GeNoMagazin - unserer digitalen Mitarbeiterplattform, die du auch von deinem privaten Gerät aus erreichen kannst. Log dich hierfür mit den bekannten, allgemeinen Zugangsdaten ein. (Wenn du sie nicht mehr parat hast, frag gerne beim Team der Unternehmenskommunikation nach). Die Angebote findest du darüber hinaus auch im Intranet.
Um dem Fachkräftemangel in der Pflege zu begegnen, setzt der Klinikverbund seit einigen Jahren auf ein gezieltes Auslands-Recruiting. „Gerade befinden sich 120 Pflegekräfte im Auswahl- oder im Einreiseverfahren“, sagt Vanessa Köhler aus dem Geschäftsbereich Personal, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Sarah Trede für das Anwerbung der Internationals zuständig ist. 59 Personen absolvieren in der Gesundheit Nord aktuell ihre fachliche und sprachliche Anerkennung. 83 haben diese bereits erfolgreich abgeschlossen und arbeiten nun als Pflegekräfte in den Stationsteams. Die jungen, schon in ihrer Heimat meist an Universitäten ausgebildeten Pflegekräfte kommen aus allen Teilen der Welt, aus den Philippinen, Tunesien, dem Iran, aus vielen afrikanischen Ländern, aus der Ukraine, aus Mexiko und der Türkei, aus Rumänien, dem Kosovo, um nur einige zu nennen. Da es in ihren Heimatländern oft gar nicht genug Stellen gibt, bewerben sie sich auf dem internationalen Arbeitsmarkt. In der Geno starten sie zunächst in eine achtmonatige Anerkennung und legen am Ende eine fachliche und sprachliche Prüfung in der Bildungsakademie ab. In dieser Zeit werden sie von den fünf Integrationsbeauftragten in unseren Häusern sowie den Pädagogen und zentralen Praxisanleitungen der Bildungsakademie begleitet.
Durch eine Kooperation mit einem Vermittlungsprojekt vor allem aus Indien kommen auch junge Männer und Frauen aus Indien nach Bremen, um sich hier zur Pflegefachkraft ausbilden zu lassen. „Bei uns machen immer zeitgleich 90 junge Menschen aus Indien eine Ausbildung in der Pflege“, sagt Daniela Wendorff, Leiterin der Bildungsakademie. Jährlich beginnen 30 Auszubildende ihre Pflegeausbildung und 30 Auszubildende der Pflege legen in diesem Jahr ihr Staatsexamen ab. „Wir bekommen wirklich nur positive Rückmeldungen zu den Auszubildenden aus Indien, darüber freuen wir uns sehr“, so Wendorff. Bisher sind alle indischen Pflegefachpersonen bei der Geno geblieben. Aber nicht nur die Inderinnen und Inder bereichern mit ihren Erfahrungen, Kenntnissen und Sichtweisen den Pflegealltag – ein großer Teil der Auszubildenden hat eine Migrationsgeschichte oder kommt aus einer Familie, die ihre Wurzeln nicht in Deutschland hat.
Betriebsratsvorsitzender Olaf Bullert im Interview
Respekt und ein diskriminierungsfreies Miteinander sind uns wichtig. Im Interview mit dem GeNo-Magazin spricht Olaf Bullert über die Kampagne #ZeigRespekt, die Haltung der Gesundheit Nord und den Umgang mit Diskriminierung im Krankenhausalltag.
Integrationsbeauftragte in unseren Häusern helfen
Die Integrationsbeauftragte in unseren Häusern helfen beim Ankommen . Sie kennen sich mit Fragen rund um Stationsalltag, Anträge und Sprachförderung aus. Sie fungieren als Bindeglied zwischen Direktion, Station und den Internationals.
Gesamtbetriebsvereinbarung Antidiskriminierung
Mit der „Gesamtbetriebsvereinbarung Antidiskriminierung“ hat die Gesundheit Nord eine Regelung für den Umgang mit diskriminierendem Verhalten geschaffen
Vielfalt, Respekt und Demokratie: Respekt verbindet
Alle Unterstützungsangebote und viele hilfreiche Informationen veröffentlichen wir im GeNo-Magazin der Gesundheit Nord - der digitalen Mitarbeiterplattform, die unsere Mitarbeiter auch von privaten Gerät aus erreichen können. Zugang nur für Kolleginnen und Kollegen der Gesundheit Nord mit dem intern bekannten Login.









