Neues und schonendes Verfahren

Prof. Dr. Andreas Naumann (links) bei einer Speicheldrüsenendoskopie. Auf dem Bildschirm erkennt man den Speicheldrüsengang in mehrfacher Vergrößerung.

Modernste Technik am Klinikum Bremen-Mitte ermöglicht minimalinvasiven Eingriff und minimiert Risiken.
Etwa jeder hundertste Mensch hat irgendwann in seinem Leben mit Speichelsteinen zu kämpfen. Sie gehören damit zu den vergleichsweise häufigen Krankheitsbildern. Der menschliche Speichel hilft nicht nur dabei Nahrung besser zu verdauen, sondern auch den Mundraum feucht zu halten. So fällt uns das Sprechen, Schmecken und Schlucken leichter. Der Mensch besitzt sechs große Speicheldrüsen: zwei Ohr- und zwei Unterkieferspeicheldrüsen sowie zwei unter der Zunge liegende Drüsen. Wenn sie anschwellen oder sich entzünden, gehören Speichelsteine zu den häufigsten Ursachen. „Die nur wenige Millimeter großen Steine blockieren den Speicheldrüsengang und der Speichel kann nicht mehr abfließen“, erklärt Prof. Naumann. „Die Drüsen schwellen an und verhärten.“ Bei größeren Steinen kann es auch zu einer bleibenden Schwellung kommen. Dann besteht die Gefahr einer Infektion des aufgestauten Speichels und einer Speicheldrüsenentzündung mit schmerzhafter Schwellung und Rötung.

Neuerdings können am Klinikum Bremen-Mitte Speichelsteine mit Hilfe eines minimalinvasiven Eingriffs entfernt werden. Möglich macht das neue Verfahren die Anschaffung modernster Technik. Seit Januar verfügen die Experten der Hals-Nasen-Ohrenklinik über neue Endoskope mit einem Durchmesser von 0,6 bis 1,1 Millimeter. Die so genannten Sialendoskope kommen in Deutschland bislang nur in wenigen HNO-Kliniken zum Einsatz. „Mit der neuen Technik verfügen wir über alle modernen Möglichkeiten zur Diagnostik und Behandlung von Speichelsteinen“, sagt Prof. Dr. Andreas Naumann, Direktor der HNO-Klinik am Klinikum Bremen-Mitte. Die Gefahr einer Schädigung des Gesichts- oder Zungennervs wird dank des neuen Verfahrens minimiert.

Damit es erst gar nicht soweit kommt, wurde am Klinikum Bremen-Mitte in moderne Medizintechnik investiert. „Der Operateur führt bei dem neuen Verfahren das winzige Endoskop vorsichtig in den betroffenen Speicheldrüsengang. Mit Hilfe einer Miniaturkamera wird der Eingriff auf einen Monitor übertragen“, erklärt Prof. Naumann. Außerdem befindet sich am Endoskop ein Spülanschluss, mit dessen Hilfe der nur wenige Millimeter große Speicheldrüsengang durchgespült wird. Schleimpfropfen und Ablagerungen werden aus dem Gangsystem entfernt. „Häufig reicht das Weiten und Spülen des Gangs schon aus, um die kleinen Steinchen los zu werden“, sagt Prof. Naumann. Nur bei wirklichen großen Steinen über sieben Millimeter ist ein Schnitt nötig, um ihn aus dem Drüsengang zu entfernen.

Bei der herkömmlichen Methode wurde bislang häufig die gesamte Speicheldrüse entfernt. Risiko dabei: Gesichts- und Zungennerv befinden sich in unmittelbarer Nähe. Prof. Naumann: „Werden diese Nerven verletzt, besteht die Gefahr von Gesichtslähmungen.“ Dank der modernen Endoskopie gehört diese Gefahr der Vergangenheit an.

Bislang hat Prof. Naumann das neue Verfahren rund ein dutzend Mal im Klinikum Bremen-Mitte angewendet – mit durchschlagendem Erfolg: „Es sind keine Komplikationen aufgetreten und die meisten Patienten konnten das Krankenhaus nach höchstens zwei Tagen wieder verlassen. In weniger schlimmen Fällen ist der Eingriff auch ambulant möglich.“ In seiner Klinik hat Prof. Naumann eigens eine Speicheldrüsensprechstunde ins Leben gerufen. Unter der Telefonnummer (0421) 497-5773 können Termine vereinbart werden.

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