Demenz ist nicht nur für Erkrankte eine Belastung, auch für Angehörige kann der Umgang mit der Erkrankung schnell zu Überlastung führen. Mit der Veranstaltungsreihe „Vergessen verzeihen“ bietet das Klinikum Bremen-Nord Hilfe für den Alltag. An drei Abenden werden Expertinnen und Experten Vorträge zu drei verschiedenen Aspekten im Umgang mit Demenz halten.
Den Auftakt macht am Montag, 2. März, Dr. Michaela Bütow. Die Chefärztin der Klinik für Geriatrie und Frührehabilitation gibt einen aktuellen Überblick zur Krankheit mit aktuellen Erkenntnissen und Wissenswertem zum Krankheitsbild. Los geht es um 18 Uhr im Konferenzraum 1 im Klinikum Bremen-Nord in der Hammersbecker Str. 228.
Beim zweiten Termin am Montag, 1. Juni, geht es unter dem Titel „Demenz und Notfall: Wo bin ich richtig?“ um eine Orientierungshilfe für Angehörige, in Notsituationen mit an Demenz erkrankten Menschen auch die passende Anlaufstelle zu finden. „Bereitschaftsdienst, Rufdienste – oder doch die Notaufnahme? Hier möchten wir den Gästen mehr Sicherheit geben, in welchen Fällen sie sich am besten an welche Stelle wenden können“, sagt Pflegewissenschaftlerin Silvia Schade, die das Vortragsprogramm organisiert. Referent an diesem Abend ist der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Zentralen Notaufnahme (ZNA), Dr. Frank Wösten. „Viele Fälle, die wir hier sehen und behandeln, sind streng genommen keine, die in eine ZNA gehören“, sagt Wösten. „Hier möchten wir eine Orientierungshilfe geben, wie man als Angehöriger je nach Fall am besten handeln kann.“
Beim dritten Termin am Montag, 5. Oktober, um 18 Uhr gibt das Team der Demenzbegleitung zum Abschluss der Veranstaltungsreihe Anregungen zu verschiedenen Aktivierungs- und Betreuungsangeboten für Menschen mit Demenz.
Das Klinikum Bremen-Nord hat in den vergangenen Jahren auf seinem Weg zum demenzsensiblen Krankenhaus bereits verschiedene Angebote zur besseren Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Demenz etabliert. „Das Thema spielt nicht nur in der Geriatrie eine große Rolle sondern in allen Bereichen des Krankenhauses“, sagt Projektleiterin Silvia Schade. Aus dem Team der Alltags- und Demenzbegleitung etwa können Stationsteams im Klinikum Bremen-Nord bei Bedarf zusätzliche, geschulte Kolleginnen und Kollegen zur Begleitung dementer Patientinnen und Patienten im Krankenhausalltag anfordern. Zudem bietet das Klinikum Bremen-Nord mit der Demenzexpertin Katrin Rohdenburg eine eigene Angehörigenberatung an. „Wir haben schon einiges erreicht und möchten das weiter ausbauen. Denn der Bedarf ist in jedem Fall vorhanden“, sagt Silvia Schade.
Die Termine im Überblick
Montag, 2. März 2026 um 18 Uhr
Diagnose Demenz – Wissenswertes über das Krankheitsbild
Referentin: Dr. Michaela Bütow, Chefärztin Geriatrie und Frührehabilitation
Montag, 1. Juni 2026 um 18 Uhr
Demenz und Notfall: Wo bin ich richtig?
Referent: Dr. Frank Wösten, Ärztlicher Direktor und Chefarzt Zentrale Notaufnahme
Montag, 5. Oktober 2026 um 18 Uhr
Betreuungs- und Aktivierungsangebote für Menschen mit Demenz – Ideen für den Alltag
Referenten: Team der Alltags- und Demenzbegleitung des Klinikums Bremen-Nord
Alle Termine finden im Konferenzraum 1 des Klinikums Bremen-Nord statt. Er ist am besten erreichbar über den Haupteingang an der Hammersbecker Straße 228. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei möglich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.















