Gesunde Ernährung: „Es sind keine komplizierten Formeln nötig“

Zum Darmkrebsmonat März: Prof. Johann Ockenga erklärt, wie eine gesunde Ernährung das Risiko für bestimmte Erkrankungen senken und welche Rolle dabei auch der Fleischkonsum spielen kann / Vortrag am 25. März im Klinikum Bremen-Mitte

Porträt von Prof. Ockenga

Eine Empfehlung aus den USA kam Anfang des Jahres für viele überraschend. Der dortige Gesundheitsminister hatte die Ernährungspyramide, die Menschen Orientierung für eine vollwertige Ernährung geben soll –  mal eben auf den Kopf gestellt. Eine der US-Botschaften: Mehr Fleisch und Milchprodukte statt Getreide. Aber ist das wirklich gesund?  Ernährungsexperten in Deutschland warnten sogleich davor – unter ihnen auch der Bremer Gastroenterologe und Ernährungsmediziner Prof. Dr. Johann Ockenga, der auch zum Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin gehört. „Der Anteil an tierischen Lebensmitteln sollte im Hinblick auf eine gesunde Ernährung insgesamt gering gehalten werden. Da gibt es fachlich aktuell keinen Grund, an dieser Empfehlung zu rütteln“, sagt der Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Klinikum Bremen-Mitte.  

Durch Hypes und Trends „schnell auf dem falschen Pfad“

Dass Menschen sich schnell von vermeintlich gesunden Ernährungstrends leiten lassen, stellt auch Ockenga immer wieder fest. Da sei die Schlagzeile aus den USA nur ein Beispiel, hinzu kämen Hypes und Trends, die sich gerade auf Social Media schnell verbreiten. „Einerseits ist es natürlich gut, dass sich die Menschen immer mehr mit ihrer Ernährung auseinandersetzen. Doch andererseits geraten viele auch schnell auf einen falschen Pfad“, sagt der Ernährungsmediziner. Dabei kann eine wirklich gesunde Ernährungsweise einen großen Beitrag dazu leisten, das Risiko für bestimmte Erkrankungen wie Darmkrebs zu senken. „Wir können mit einer ausgewogenen Ernährung Schlaganfällen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebserkrankungen vorbeugen“, sagt Ockenga. „Und dafür sind keine komplizierten Formen nötig.“ Vor allem die mediterrane Küche gelte als besonders ausgewogen. Das heißt: Der Anteil von rotem Fleisch (Schwein, Rind, Lamm) wird gering gehalten. Stattdessen stehen fettärmeres Geflügel und an ungesättigten Fetten reicher Fisch im Fokus. Hinzu kommt ein großer Anteil an Obst und ballaststoffreichen Gemüsesorten wie Zucchini, Paprika, Tomaten und Zwiebeln. 

Gerade mit Blick auf den aktuellen Darmkrebsmonat März, der für Vorsorge und gesunde Lebensweise sensibilisieren soll, sei das Thema Ernährung besonders spannend. „Rotes Fleisch ist in der Wissenschaft ein anerkannter Risikofaktor für Darmkrebs. Fehlt mir tierisches Eiweiß dagegen komplett, kann das wiederum auch das Krebsrisiko erhöhen. Die Menge macht das Gift“, sagt Ockenga. Mehr als 0,3 Kilogramm Fleisch sollte man nach aktueller Empfehlung pro Woche nicht verzehren – und dann am besten weißes, fettärmeres Fleisch: also Geflügel. Insgesamt könne man sich bei den Mengen gut an der Ernährungspyramide orientieren – und zwar an der althergebrachten – nicht der neuen US-Variante. „Ein hoher pflanzlicher Anteil und ein moderater Konsum tierischer Produkte entsprechen dem aktuellen Stand der Wissenschaft“, betont Ockenga. 

Mehr junge Darmkrebspatienten

Zwar betrifft der klar überwiegende Teil an Darmkrebs-Neuerkrankungen vor allem Menschen ab dem 50. Lebensjahr – aber auffällig sei laut dem Bremer Gastrologen und Ernährungsmediziner Prof. Johann Ockenga, dass mittlerweile auch immer mehr jüngere Menschen zwischen 20 und 40 an Darmkrebs erkranken. „Der Lebenswandel – und dazu zählt eben auch die Ernährung – ist dabei eine der Ursachen dafür“, sagt Ockenga, der am Klinikum Bremen-Mitte zusammen mit Prof. Hüseyin Bektas das Viszeralonkologische Zentrum leitet und Patienten mit Tumoren im Bauchraum behandelt. Gerade wegen fehlender Vorsorgemöglichkeiten der jüngeren Altersgruppe (von den Krankenkassen wird die Vorsorge ab dem 50. Lebensjahr finanziert) sei es laut dem Bremer Arzt wichtig, mit einer gesunden Lebensweise das Risiko zu senken und auf Warnzeichen wie Blut im Stuhl und anhaltende Darmbeschwerden zu achten.

Einen Vortrag zum Thema „Genießen – aber richtig. Wie uns gute Ernährung vor schweren Krankheiten schützt“ hält Prof. Johann Ockenga im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gesundheit in Serie“ am 25. März um 18 Uhr im Klinikum Bremen-Mitte (ZOP-Konferenzraum, Zugang über den Eingang der Zentralen Notaufnahme). Zudem ist das Team des Darmzentrums vom Klinikum Bremen-Mitte bereits am Nachmittag Teil einer Veranstaltung der Bremer Krebsgesellschaft auf dem Marktplatz in Bremen zum „Aktionstag Darmkrebs“ mit begehbarem Darmmodell. 

 

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