Das Herzkatheterlabor

Die Darstellung der Herzkranzgefäße (Koronarangiographie) mit Röntgenkontrastmittel dient der Erkennung von Engstellen oder Verschlüssen der Koronarien bei koronarer Herzkrankheit (Herzkranzgefäßverkalkung). In Kooperation mit der Kardiologischen Praxis am LDW werden in unserem Zentrum jährlich mehr als 8300 Untersuchungen durchgeführt. Im Rahmen dieser Untersuchungen nehmen erfahrene Untersucher jährlich ca. 2500 Ballonerweiterungen (PTCA) mit Einbau einer Gefäßstütze (Stent-Implantation) vor. 

Neben der Koronarangiographie führen wir zur verbesserten Diagnostik von behandlungsbedürftigen Engstellen in den Herzkranzgefäßen routinemäßig Messungen der fraktionellen Flussreserve (FFR-Messung mittels Druckdraht) durch. Weiterhin kommen alle modernen invasiven Visualisierungsmethoden (intravaskulärer Ultraschall und optische Kohärenztomographie) zur Optimierung der Stent-Therapie zum Einsatz. Dies ermöglicht es, für den individuellen Patienten die optimale Therapieentscheidung zu treffen.

Damit zählt das Herzzentrum Bremen zu den führenden kardiologischen Zentren Deutschlands. Durch unsere modern ausgestattete Intensivstation und die enge Kooperation mit der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am LDW können wir unseren Patienten ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleisten. Im Bedarfsfall werden auch besondere Verfahren der Gefäßbehandlung (z.B. Rotablation; Eröffnung verschlossener Gefäße sog. CTO) zur erfolgreichen Wiederherstellung der Durchblutung eingesetzt. Um Blutungskomplikationen nach der Gefäßpunktion zu vermeiden verwenden wir moderne Gefäßverschlusssysteme und führen, soweit dies möglich ist, die Untersuchung über die Armarterie (A. radialis) durch.

Neben Kathetereingriffen an den Herzkranzgefäßen führen wir auch schwerpunktmäßig eine hohe Anzahl katheterinterventionelle Verfahren bei anderen Herzerkrankungen durch.

Spezielle therapeutische Verfahren

Wiedereröffnung chronischer Koronararterienverschlüsse (CTO-Prozeduren)

Sind Koronargefäße mehr als 3 Monate verschlossen, so bezeichnet man sie als chronisch verschlossen (CTO = chronic total occlusion). Da sich die Gefäße über Monate oder auch Jahre langsam verengen, bis sie schließlich ganz verschlossen sind, bildet das Herz durch diesen chronischen Ischämiereiz Kollateralgefäße aus, die in vielen Fällen zumindest eine partielle Versorgung des Herzmuskels hinter dem chronischen Verschluss gewährleisten. Regelhaft reicht die Versorgung des Herzmuskels über diese Kollateralgefäße unter Ruhebedingungen aus, um ein Absterben des Herzmuskels zu verhindern. Unter Belastungsbedingungen aber ist sie fast immer unzureichend, so dass auch eine Wiedereröffnung bereits lange bestehender Verschlüsse sinnvoll sein kann. Dabei gibt es grundsätzlich die Möglichkeit, das Gefäß antegrad, d.h. über den ursprünglichen Weg, zu rekanalisieren, oder auch retrograd. In diesem Fall versucht man den Verschluss über die Kollateralgefäße „hintenrum“ zu überwinden. Diese CTO-Prozeduren gehören zu den technisch anspruchsvollsten Koronarinterventionen. Sie werden bei uns regelmäßig durchgeführt.

Rotablation

Mit einer Ballonaufdehnung gelingt es häufig nicht, besonders stark verkalkte Engstellen ausreichend aufzudehnen. In diesen Fällen kann durch die Rotablation eine Abtragung dieser unelastischen Verkalkungen erreicht werden, sodass anschließend eine Ballonaufdehnung durchgeführt werden kann. Der Eingriff wird mittels eines speziellen Katheters durchgeführt: An dessen Vorderseite befindet sich ein elliptisch geformter, mit feinem Diamantstaub besetzter Bohrkopf.  Der Bohrkopf ist mit einem beweglichen Antriebsschaft verbunden. Eine Turbine bringt den Bohrkopf über den Antriebsschaft in eine drehende Bewegung mit bis zu 200.000 Umdrehungen pro Minute, d.h über 3.000 Umdrehungen pro Sekunde. Bei der Abtragung der Engstelle enstehen kleinste „Späne“, die das Herz passieren können und in der Lunge durch den Körper wiederaufgenommen werden. Insgesamt wird die Rotablation eher selten in speziellen Zentren durchgeführt, da es sich um ein technisch aufwendiges Verfahren handelt.

 

 

Ansprechpartner

Dr. med. Andreas Fach (Ltd. Oberarzt)

Facharzt für Innere Medizin
Facharzt für Kardiologie
Schwerpunkte:
invasive und nichtinvasive Kardiologie, strukturelle Herzerkrankungen; Schrittmachertherapie
Zuständigkeit: Intensivstation; Hybrid-OP; Herzkathererlabor

 (0421) 879 4755
 Andreas.Fach@Klinikum-Bremen-LdW.de 

Interventioneller Veschluss eines persistierenden Foramen ovale:

Bei einigen Schlaganfallpatienten kann der  Schlaganfall durch eine Kurzschlussverbindung zwischen dem rechten und dem linken Herzvorhof hervorgerufen werden. Die Kurzschlussverbindung wird anatomisch als offenens Foramen ovale bezeichnt (sog. kryptogene Schlaganfälle). Mit Hilfe eines Katheters kann das offene Foramen ovale durch ein Schirmchen zuverlässig verschlossen werden.

Ansprechpartner

Dr. med. Johannes Reismann

Facharzt für Innere Medizin
Facharzt für Kardiologie
Facharzt für Angiologie
Schwerpunkte:
nichtinvasive und invasive Kardiologie, nichtinvasive Angiologie
Zuständigkeit:  Station 72; Echolabor; Kardio-CT

 (0421) 879 4763
 Johannes.Reismann@Klinikum-Bremen-LdW.de   

Dr. med. Andreas Fach (Ltd. Oberarzt)

Facharzt für Innere Medizin
Facharzt für Kardiologie
Schwerpunkte:
invasive und nichtinvasive Kardiologie, strukturelle Herzerkrankungen; Schrittmachertherapie
Zuständigkeit: Intensivstation; Hybrid-OP; Herzkathererlabor

 (0421) 879 4755
 Andreas.Fach@Klinikum-Bremen-LdW.de 

Pulmonale Hypertonie und Rechtsherzkatheter:

Das diagnostische Vorgehen bei Patienten mit vermuteter Pulmonaler Hypertonie erfordert eine Reihe von Untersuchungen, um die Diagnose zu bestätigen, die klinische Zuordung der Pulmonalen Hypertonie festzulegen und den funktionellen sowie hämodynamischen Schweregrad einzuschätzen. Die Rechtsherzkatheteruntersuchung ist erforderlich um die Diagnose zu bestätigen, ihre Ätiologie weiter abzuklären und den Schweregrad einzuschätzen.

Ansprechpartner

Dr. med. Johannes Reismann

Facharzt für Innere Medizin
Facharzt für Kardiologie
Facharzt für Angiologie
Schwerpunkte:
nichtinvasive und invasive Kardiologie, nichtinvasive Angiologie
Zuständigkeit:  Station 72; Echolabor; Kardio-CT

 (0421) 879 4763
 Johannes.Reismann@Klinikum-Bremen-LdW.de   

Notfall

Unsere Notfallaufnahmen:

Klinikum Bremen-Mitte

(0421) 497-77840


Notfallambulanz in der Kinderklinik
(0421) 497-71005 (Empfang)

Klinikum Bremen-Nord

(0421) 6606-1443


Notfallambulanz in der Kinderklinik
(0421) 6606-1371

Klinikum Bremen-Ost

(0421) 408-1291

Klinikum Links der Weser

(0421) 879-1206


 

Im Notfall
Giftnotruf Niedersachsen/Bremen
 0551 19240

Ärztlicher Bereitschaftsdienst
 116117
Die Bereitschaftsdienste der Kassenärztlichen Vereinigung sind über die bundesweite Rufnummer 116 117 zu erreichen. Der Bereitschaftsdienst stellt sicher, dass Patienten außerhalb der üblichen Praxis-Sprechstundenzeiten ärztlich versorgt werden, abends, an den Wochenenden und an Feiertagen

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