Ansprechpartner
Dr. med. Johannes Reismann

Facharzt für Innere Medizin
Facharzt für Kardiologie
Facharzt für Angiologie
Schwerpunkte:
nichtinvasive und invasive Kardiologie, nichtinvasive Angiologie
Zuständigkeit:
Station 72; Echolabor; Kardio-CT; Fortbildungsbeaftragter; Koordination PFO- und ASD-Occluderimplantation
(0421) 879 4763
Johannes.Reismann@Klinikum-Bremen-LdW.de
Dr. med. Andreas Fach

Leitender Oberarzt
Facharzt für Innere Medizin
Facharzt für Kardiologie
Zusatzqualifikation interventionelle Kardiologie
Schwerpunkte:
invasive und nichtinvasive Kardiologie, strukturelle Herzerkrankungen; Schrittmachertherapie
Zuständigkeit:
Intensivstation; Hybrid-OP; Herzkathererlabor
(0421) 879 4755
Andreas.Fach@Klinikum-Bremen-LdW.de
Koordinatorin des TAVI- und AV-Klappenprogramms
Ulrike Zogmayer

(0421) 879-1642
Ulrike.Zogmayer@gesundheitnord.de
Interventioneller Veschluss eines persistierenden Foramen ovale
Bei einigen Schlaganfallpatienten kann der Schlaganfall durch eine Kurzschlussverbindung zwischen dem rechten und dem linken Herzvorhof hervorgerufen werden. Die Kurzschlussverbindung wird anatomisch als offenens Foramen ovale bezeichnt (sog. kryptogene Schlaganfälle). Mit Hilfe eines Katheters kann das offene Foramen ovale durch ein Schirmchen zuverlässig verschlossen werden.
Für Patientinnen und Patienten:
Verschluss eines persistierenden Formen ovale (PFO) oder atrialen Septumdefekts (ASD)
Was ist ein PFO?
Das Foramen Ovale ist eine Verbindung zwischen dem linken und rechten Vorhof und spielt in der fetalen Phase der Schwangerschaft eine entscheidende Rolle, da der Lungenkreislauf des Fötus noch nicht entwickelt ist und über dieses Loch in der Trennwand der Vorhöfe ein Blutkreislauf gewährleistet wird. In den meisten Fällen verschließt sich das Foramen ovale nach der Geburt selbst, ein persistierendes Foramen ovale („PFO“) ist aber mit 25% aller Menschen keine Seltenheit. Normalerweise hat ein PFO keinen Krankheitswert, es kann aber in einigen Fällen zu einem Übertritt von Blutgerinnseln vom rechten in den linken Vorhof („Rechts-Links-Shunt“) kommen, was einen Schlaganfall auslösen kann.
Sollte es zu einem Schlaganfall vor dem 65. Lebensjahr kommen, für den keine andere Ursache gefunden werden konnte („kryptogener Schlaganfall“) besteht die Indikation eines Verschlusses des PFOs mit Hilfe eines Schirmchens („Occluder“), welches den Defekt im Septum zwischen den beiden Vorhöfen abdecken kann.
Was ist ein ASD?
Ähnlich zum Foramen ovale handelt es sich beim ASD („Atriumseptumdefekt“) um einen Defekt in der Trennwand der beiden Vorhöfe. Hierbei kommt es zu einem Blutübertritt vom linken in den rechten. Hierbei kommt es je nach Größe dieses Defektes zu einer zunehmenden Druckbelastung des rechten Herzens, welche physiologischerweise eigentlich nur das linke Herz bewältigen kann.
Folgend kommt es zu Zeichen der Rechtsherzschwäche, wie Wassereinlagerung in den Beinen oder im Bauchraum, und zu einem erhöhten Lungendruck, der sich durch eine zunehmende Luftnot bemerkbar macht. Ebenso kann es zu einem kurzfristigen Rechts-Links-Shunt mit Übertritt von Blutgerinnseln kommen, welche einen Schlaganfall auslösen können.
Die Indikation eines Schirmchenverschlusses des ASD wird mit Hilfe einer Schluckultraschalluntersuchung und einer Rechtsherzkatheteruntersuchung zur Bestimmung des Shuntvolumens geprüft.
PFO-/ASD-OCCLUDER-IMPLANTATION – ABLAUF
Da die Implantation des Schirmchens mit Hilfe einer Schluckultraschalluntersuchung gesteuert wird, erfolgt der Eingriff in aller Regel in Vollnarkose. Über die Leistenvene wird ein Katheter in den Vorhof des linken Vorhofs platziert.
Der Occluder besteht aus zwei eng aneinander liegenden Scheibchen, die über einen Steg miteinander verbunden sind. Die erste Scheibe wird im linken Vorhof entfaltet, anschließend erfolgt die Entfaltung der zweiten Scheibe auf der rechten Seite des Vorhofs. Hierdurch wird das Foramen ovale (bzw. der Defekt im Septum zwischen den beiden Vorhofhöfen) abgedeckt und verschlossen.
Die Eingriffszeit beträgt circa 15-30 Minuten.








