„Auch technisch in einer anderen Liga“

Mit der Augenklinik ist die 24. und letzte Klinik ins neue Klinikum Bremen-Mitte gezogen

Gut zwei Wochen ist es nun her, dass das Team der Augenklinik seine Räume im neuen Klinikum Bremen-Mitte bezogen hat. Und mit dem Umzug hat sich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein ganz neues Gefühl entwickelt. „Früher waren wir gemeinsam mit der Urologie im alten Gebäude eher eine Einheit für uns. Nun sind wir mittendrin. Das ist nicht nur ein schönes Gefühl, sondern bietet auch etliche Vorteile im Klinikalltag“, sagt Chankiewitz.

Augenklinik, Urologie und Plastische Chirurgie waren im Oktober die letzten Kliniken, die aus den alten Gebäuden auf dem Krankenhausgelände in den Neubau gezogen sind. Damit sind nun insgesamt 24 Fachbereiche im neuen Klinikum Bremen-Mitte zuhause. Die Dermatologie finden Patientinnen und Patienten weiterhin auf dem Mitte-Gelände in Haus 10, bevor sie im kommenden Jahr ins Klinikum Bremen-Ost zieht. Im Mai 2019 - kurz nach der Eröffnung  - waren es die Kliniken der Inneren Medizin, die die ersten Patientinnen und Patienten im Neubau versorgten, im Oktober darauf waren die Intensivbereiche, die Anästhesiologie und die Inbetriebnahme des neuen Zentral-OPs mit 16 Sälen an der Reihe, ehe alle weiteren Kliniken stufenweise folgten.

„Die langen Wege und Patiententransporte zwischen den Häusern auf dem großen Mitte-Gelände bedeuteten vorher einen riesigen Aufwand und Zeitverlust. Die direkte Anbindung an die anderen Kliniken ermöglicht uns nun ein interdisziplinäres Arbeiten, das vorher kaum möglich gewesen ist“, sagt Chankiewitz. Die Untersuchungseinheiten seien nun auf dem neuesten Standard. „Und auch technisch spielen wir jetzt in einer anderen Liga.“  

Ein Beispiel dafür ist ein Supermikroskop namens Lumera 700, das bei Glaukom- und Netzhaut-OPs aber auch bei Hornhauttransplantationen eingesetzt wird und hochauflösende Live-Bilder während des Eingriffs auf einen Monitor liefert. „Es funktioniert wie ein zusätzliches, sehr präzises Auge für den Chirurgen. Wir können damit krankhafte Veränderungen sehr viel genauer erkennen und darauf reagieren“, sagt Chankiewitz, dessen Klinik laut Deutschem Keratoplastik-Register bundesweit zu den führenden Hornhauttransplantationszentren zählt (Platz vier der meisten Hornhauttransplantationen pro Jahr).

Vorfreude auf Zusammenarbeit mit dem Elki
Auch auf die direkte Anbindung an das Eltern-Kind-Zentrum Prof. Hess – kurz: Elki – freut sich der Chefarzt. „Das ist ein Riesenglück für uns und erweitert unsere Möglichkeiten.“ Bereits heute sei seine Augenklinik regional die einzige, die sowohl Erwachsene als auch Kinder versorgt.

Durch die direkte Nachbarschaft könne man etwa auch viel unmittelbarer auf mögliche Augenerkrankungen bei Frühgeborenen reagieren.

Eine große Notaufnahme
Ein weiterer Vorteil für die Augenklinik – aber auch das Krankenhaus: Wo vorher durch die Pavillonstruktur des Klinikums Bremen-Mitte mehrere Notaufnahmen für die verschiedenen Fachbereiche nötig waren, läuft nun im Neubau alles über eine große zentrale Notaufnahme. Diese ist zudem direkt verbunden mit wichtigen Bereichen wie dem Zentral-OP und dem Intensivbereich.

Damit können die zahlreichen Fachabteilungen nun besser und flexibler als bisher zusammenarbeiten – auch in Zeiten von Corona. „Mit dem Einzug aller Kliniken haben wir nun die geballte Kompetenz in einem modernen Gebäudekomplex versammelt“, sagt Klaus Beekmann, Geschäftsführer für Infrastruktur und Technologie der Gesundheit Nord. „Davon profitieren nicht nur die Beschäftigten, sondern natürlich vor allem unsere Patientinnen und Patienten.“

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