Gemeinsam Pflege weiterdenken: Die Stabsstelle Pflegeentwicklung & Pflegewissenschaft stellt sich vor

Viele Jahrzehnte lang bildete tradiertes Wissen das erfolgreiche Fundament der Pflege: erfahrungsbasierte Routinen und Handlungsweisen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Heute jedoch wandelt sich unser Arbeitsumfeld rasant. Wir begegnen immer komplexeren Krankheitsbildern, kürzeren Verweildauern und einer enormen Arbeitsdichte, während gleichzeitig die Anforderungen an eine sichere und hochqualitative Versorgung steigen.
Das spüren wir jeden Tag in unseren hochspezialisierten Fachbereichen: ob in der komplexen Beatmungsentwöhnung (Weaning) der Pneumologie, der intensiven Begleitung in der Neurologie und der neurologischen Frührehabilitation, den multiprofessionellen Ansätzen der Geriatrie oder der sensiblen Beziehungsarbeit in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenpsychiatrie. Tradiertes Wissen allein reicht heute nicht mehr aus, um diesen vielschichtigen Herausforderungen gerecht zu werden.
Hier setzt der Wechsel zur evidenzbasierten Pflegepraxis (Evidence-based Nursing, EBN) an. Das bedeutet nicht, Erfahrungswissen über Bord zu werfen. Vielmehr vereinen wir klinische Expertise mit den Bedürfnissen der Patient:innen sowie den aktuell besten wissenschaftlichen Erkenntnissen. So stützen wir unsere Arbeit auf nachweisbar wirksame Methoden.
Ein entscheidender Motor, um dieses Wissen in den Stationsalltag zu bringen, ist die Digitalisierung. Die digitale Patient:innenakte, smarte Assessment-Tools und der mobile Zugriff auf sämtliches Wissen am Point of Care machen evidenzbasiertes Arbeiten überhaupt erst flächendeckend möglich. Gleichzeitig hilft uns Technologie dabei, administrative Hürden abzubauen – damit wieder mehr Zeit für die Arbeit am Menschen bleibt.
Um diesen Transformationsprozess aktiv zu gestalten und unsere Pflegenden im Alltag zu entlasten, gibt es die Stabsstelle Pflegeentwicklung und Pflegewissenschaft.
Unsere Mission: Die Brücke zwischen Theorie und Praxis
Wir sind direkte Ansprechpartner:innen, wenn es um die Weiterentwicklung der Pflege geht – sei es auf Station, im jeweiligen Fachbereich oder über Sektorengrenzen hinweg. Wir arbeiten nicht im Elfenbeinturm, sondern praxisnah und lösungsorientiert. Unsere Kernaufgaben sind:
Qualitätsentwicklung: Durch Fallbesprechungen und Audits prüfen wir unsere Pflegequalität und decken Optimierungspotenziale auf.
Wir begleiten die Einführung digitaler Tools (z.B. der elektronischen Pflegedokumentation) von der Idee bis ans Patient:innenbett.
Durch Fallbesprechungen und Audits prüfen wir unsere Pflegequalität und decken Optimierungspotenziale auf.
Auf Basis unseres konzerneinheitlichen Qualifikations- und Kompetenzmodells etablieren wir einen bedarfsorientierten Qualifikationsmix. Dabei werden Tätigkeiten gezielt nach pflegerischem Bedarf und den individuellen Kompetenzen der Pflegenden übertragen.
Durch die Etablierung abgestufter Rollenprofile – von der AQP bis zur APN – bieten wir akademisch ausgebildetem Pflegepersonal attraktive Entwicklungsmöglichkeiten in der direkten Pflegepraxis.
Wir schulen zu neuen Standards, beraten die Stationsteams bei komplexen Fällen und fördern Fachlaufbahnen.
Wer wir sind: Das Team der Stabsstelle

Stephan Zieme – fachliche Leitung
M.A. Public Health / Pflegewissenschaft
B.A. Pflegewissenschaft / klinischer Pflegeexperte
Krankenpfleger

Stephan.Zieme@gesundheitnord.de
Um diese Aufgaben zu meistern, bündeln wir Kompetenzen aus Pflegewissenschaft, Praxis, Pädagogik und Management.
Als fachliche Leitung behält Stephan Zieme in Abstimmung mit der Direktion den strategischen Überblick über die Bereiche Pflegeentwicklung, Pflegewissenschaft und Digitalisierung. Er vereint Managementerfahrung mit fundiertem pflegefachlichen Wissen und bringt sich zudem als ausgewiesener Digitalisierungsexperte und Trainer für evidenzbasierte Pflegepraxis (EBN) ein.
Dank seiner Expertise in der Steuerung und Umsetzung komplexer Projekte vertritt er die Pflege in hausübergreifenden Arbeitsgruppen und sorgt dafür, dass die strategischen Ziele der Direktion erfolgreich in die Praxis überführt werden. Stephan initiiert neue Konzepte und schafft die nötigen Rahmenbedingungen – stets mit dem klaren Ziel, Veränderungen auf Augenhöhe und gemeinsam mit den Pflegenden zu gestalten, nicht über ihre Köpfe hinweg.

Jessica Hundshammer
Schwerpunkt Pflegeentwicklung & Pflegewissenschaft
Studentin M.A. Management für Pflege- und Gesundheitsberufe
Gesundheits- und Krankenpflegerin B. Sc. Pflege dual

Jessica Hundshammer vereint fundiertes Fachwissen mit ihrer Expertise in der Berufspädagogik. Ihre absolute Stärke ist die Praxisnähe: Sie recherchiert nicht nur aktuelle Fachliteratur, sondern bringt dieses neue Wissen direkt auf die Stationen. Um die Handlungskompetenz der Pflegefachpersonen nachhaltig zu stärken, führt Jessica gezielte Pflege- und Dokumentationsbegleitungen direkt im Arbeitsalltag durch. Darüber hinaus gestaltet sie das strukturierte Onboarding neuer Mitarbeitender und übernimmt die fachliche Betreuung unserer akademischen Pflegefachpersonen.

Clemens Bonkowski
Schwerpunkt Digitalisierung klinischer Prozesse
Student B. Sc. angewandte Pflegewissenschaft
Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger

Clemens Bonkowski bildet die unverzichtbare Schnittstelle zwischen der IT-Abteilung und der Pflegepraxis. Er übersetzt pflegerische Anforderungen in die Sprache von ITler:innen, begleitet den Rollout digitaler Dokumentationssysteme und schult die Mitarbeitenden. Clemens stellt sicher, dass die Technik den Pflegeprozess – von der medikamentösen Anordnung bis zum geriatrischen Assessment – sinnvoll unterstützt und ihn nicht verkompliziert.
Folgende Projekte sind u. s. in aktueller Umsetzung oder bereits durchgeführt
- Rollout digitale Pflegedokumentation, Kurve und Medikation
- Rollout SPOT-Monitoring
- Bereichsübergreifender Rollout einer einheitlichen digitalen Wunddokumentation
- Durchführung von Pflege- und Dokumentationsbegleitungen
- Koordination, Steuerung und Mitarbeit der konzernweiten Arbeitsgruppe Pflegeentwicklung mit dem Schwerpunkt Implementierung eines Qualifikations- und Kompetenzmodells Pflege und Standardisierung klinischer Prozesse
- Leitung, Koordination und Mitarbeit im Projekt „Implementierung der PPR 2.0 in der Gesundheit Nord Bremen“
- Implementierung eines Onboardingkonzepts für akademische Pflegefachpersonen
- Implementierung eines Traineeprogramms für akademische Pflegefachpersonen im Kontext der Umsetzung eines optimalen Qualifikationsmixes
- Implementierung von Pocketcards für die erleichterte Einarbeitung in digitale Prozesse
- Implementierung QS Sepsis
Ideen, Fragen oder Lust auf ein Praktikum?
Veränderungen im dichten Stationsalltag kosten Kraft. Doch wir wissen: Jeder gute Standard und jeder eingesparte Klick durch smarte Systeme entlasten spürbar und erhöhen die Patient:innensicherheit.
Nutze unser Wissen! Egal, ob du Unterstützung bei Pflegeproblemen brauchst, Hürden in der digitalen Dokumentation abbauen willst oder Ideen zur Prozessoptimierung hast. Unsere Türen stehen immer offen – übrigens auch, wenn du selbst (oder jemand aus dem Team) Lust auf ein Praktikum bei uns hast.
Wir freuen uns darauf, die Pflege von morgen gemeinsam zu gestalten!








