Moderne Medizin gegen das Zittern

Telefonsprechstunde zum Thema Parkinson mit Prof. Per Odin und Dr. Matthias von Mering

Je weiter eine Parkinson-Erkrankung fortschreitet, desto schwieriger wird es, sie zu kontrollieren. Gerade in den ersten Jahren ist die Krankheit noch mit Tabletten gut beherrschbar. „Ab dem fünften Jahr braucht der Körper dann meist einen konstanteren Wirkstoffspiegel“, sagt Dr. Matthias von Mering. Der Chefarzt der Neurologie-Klinik des Klinikums Bremen-Nord beantwortet gemeinsam mit seinem Oberarzt Prof. Dr. Per Odin am Mittwoch, den 13. Oktober, Fragen zum Thema Parkinson – von 16 bis 18 Uhr unter den beiden Telefonnummern 0421 6606 2932 und 0421 6606 2920.

Gerade bei der Behandlung im fortgeschrittenen Stadium von Morbus Parkinson konnte Wissenschaft und Medizin in den vergangenen Jahren wichtige Fortschritte machen. Prof. Per Odin – der außer am Klinikum Bremen-Nord auch an der schwedischen Universität in Lund tätig ist - ist in Sachen Forschung einer der führenden Köpfe, gilt als einer der weltweit renommiertesten Parkinson-Experte. Bereits seit den späten 1980-er Jahren hatte er die Parkinson-Krankheit und Bewegungsstörungen zu seinen Forschungsschwerpunkten gemacht und hat seit vielen Jahren einen Lehrstuhl für Neurologie an der Universität Lund in Schweden. Seit 2019 leitet er die Parkinson-Ambulanz im Klinikum Bremen-Nord.

Ein Verfahren, das Odin gemeinsam mit von Mering in Bremen-Nord etabliert hat, ist der Einsatz einer sogenannten Dopamin-Gel-Pumpe. Sie versorgt den Körper regelmäßig über den Tag verteilt mit dem wichtigen Parkinson-Medikament, so dass der Wirkstoffspiegel konstant bleibt und nicht wie nach der Tabletten-Einnahme nur über eine vergleichsweise kurze Zeit nach oben schießt.

„Samt dem endoskopischen Eingriff und dem Anschluss der Pumpe können wir alles in einem Krankenhaus anbieten“, sagt von Mering. Die Dopamin-Gel-Pumpe ist kaum größer als ein Gameboy, wiegt etwa 500 Gramm. Mit einem Schlauch wird sie angedockt und der Körper so in passenden Portionen den ganzen Tag über mit dem Parkinson-Medikament versorgt. Mit einem Gurt trägt der Patient die Pumpe eng am Körper. Es ist eines der modernsten Therapieverfahren, die es aktuell in diesem Bereich gibt.

Darüber hinaus bietet die Neurologie-Klinik mit ihrer 2019 ins Leben gerufenen Parkinson-Ambulanz eine umfangreiche Komplextherapie an. „Wir schauen bei jeder Patientin und jedem Patienten genau, welches der individuell beste Behandlungsweg ist“, sagt von Mering.

Mehr Informationen zum Klinikum Bremen-Nord gibt es unter www.gesundheitnord.de/kbn

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