Parkinson-Behandlung mit führender Expertise

Je weiter eine Parkinson-Erkrankung fortschreitet, desto schwieriger wird es, sie zu kontrollieren. Mit einem der modernsten Verfahren in der Parkinson-Behandlung – dem Einsatz einer sogenannten Duodopa-Pumpe – kann die Medizin der Krankheit mittlerweile auch im fortgeschrittenen Stadium etwas entgegensetzen. Anders als bei Medikamenten in Tablettenform kann das Pumpensystem den Körper dabei regelmäßig in kleinen Mengen mit einem Medikament versorgen, so dass der Wirkstoffspiegel konstant und die Krankheit besser unter Kontrolle bleibt. Das Klinikum Bremen-Nord ist nun das erste Krankenhaus der Gesundheit Nord, in dem solch ein Pumpensystem bei einem Patienten eingesetzt wurde.

Bis zu einem bestimmten Stadium ist die Krankheit über die Gabe von Tabletten gut beherrschbar. Jedoch benötige der Körper in späteren Krankheitsphasen – etwa ab dem fünften Krankheitsjahr – einen konstanteren Wirkstoffspiegel, um etwa das Zittern und die Unkontrollierbarkeit der Bewegungen einzudämmen. Dafür ist das Prinzip eines Pumpensystems ideal.  Patienten können die Pumpe problemlos im Alltag bei sich tragen. Weder im Flugzeug noch beim Telefonieren gebe es laut Odin und von Mering irgendwelche Einschränkungen. Lediglich beim Schwimmen oder Duschen sollte das Gerät abgenommen werden. Die Akkuleistung der Pumpe hält bis zu zwei Wochen. Die Sonde, die den Zugang für die Pumpe bildet, wird zuvor in einer kleinen Operation im Rahmen einer Magenspiegelung gelegt.  Das ist eine der wenigen Unannehmlichkeiten gegenüber der Tablettenform. Aber der Effekt in der Therapie sei später um ein Vielfaches besser.

Mit Prof. Per Odin hat das Klinikum Bremen-Nord einen der weltweit führenden Parkinson-Experten in seinem Team. Bereits seit den späten 1980-er Jahren hatte er die Parkinson-Krankheit und Bewegungsstörungen zu seinen Forschungsschwerpunkten gemacht und hat seit vielen Jahren einen Lehrstuhl für Neurologie an der Universität Lund in Schweden. Seit 2019 leitet er die Parkinson-Ambulanz im Klinikum Bremen-Nord.

Prof. Per Odin

Oberarzt
Leiter der Parkinsonambulanz
 Per.Odin@gesundheitnord.de

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