Innovative Immuntherapie bei bestimmten Blutkrebserkrankungen
Die Medizinische Klinik I am Klinikum Bremen-Mitte bietet mit der CAR-T-Zell-Therapie eine hochmoderne, individualisierte Form der Krebsbehandlung an. CAR-T ist die Abkürzung für „Chimäre Antigen-Rezeptor-T-Zellen“ und ist neben den drei konventionellen Krebsbehandlungen – Bestrahlung, Chemotherapie und Operation – eine neue innovative Therapieform, welche die Eigenschaften der Immun-, Zell- und Gentherapie vereint. Dieses innovative Verfahren nutzt die körpereigenen Abwehrzellen, um bestimmte bösartige Erkrankungen des Blutes gezielt zu bekämpfen.
Was ist die CAR-T-Zell-Therapie?
Die CAR-T-Zell-Therapie ist eine spezielle Form der Immuntherapie. Dabei werden T-Lymphozyten – also Immunzellen – aus dem Blut der Patientinnen und Patienten gewonnen und im Labor gentechnisch so verändert, dass sie Krebszellen erkennen und gezielt angreifen können. Nach der Modifikation und Vermehrung werden diese Zellen dem Körper wieder zugeführt, wo sie die Tumorzellen aktiv bekämpfen.
Für welche Erkrankungen kommt die Therapie infrage?
Die CAR-T-Zell-Therapie wird vor allem bei bestimmten fortgeschrittenen oder mehrfach vorbehandelten hämatologischen Erkrankungen eingesetzt, unter anderem bei:
- Bestimmten Formen von Non-Hodgkin-Lymphomen
- Akuter lymphatischer Leukämie (ALL)
- Multiplem Myelom
Ob die Therapie geeignet ist, wird individuell im interdisziplinären Tumorboard geprüft.
Wie läuft die Behandlung ab?
Die Therapie erfolgt in mehreren aufeinander abgestimmten Schritten:
- Zellentnahme (Leukapherese) – Gewinnung der körpereigenen T-Zellen
- Gentechnische Modifikation – Spezielle Ausstattung der Zellen mit einem künstlichen Rezeptor (CAR)
- Vorbereitende Chemotherapie – Schaffung optimaler Bedingungen im Körper
- Rückgabe der CAR-T-Zellen – Infusion der veränderten Zellen
- Engmaschige Überwachung – Stationäre Betreuung durch ein erfahrenes Behandlungsteam
Da es zu spezifischen Nebenwirkungen wie dem Zytokin-Freisetzungssyndrom kommen kann, erfolgt die Behandlung ausschließlich in spezialisierten Zentren mit intensivmedizinischer Expertise.








